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Achter Band. O bis Q.
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Pirord Pirart

mittelbare Leitung seines eigentlichen astronomischen Geschäftes seinem ZöglingCoceiotore, nnd widmete seine Muße den Arbeiten einer Commission zur Bei beste:rung des öffentlichen Unterrichtes in Sicilien. Er hat zuerst die Breite von Palermo (38" 6" 45") bestimmt. P. starb den 22. Juli 1826. Unter seinen Werken istdas wichtigste sein Sternkatalog; s. populaire Astronomie: „bo/äoni element-iricko u>iir>>»o>ni!>" (Palermo 18l 1, 2Bde.) ist von Westphal (Berlin 1822) übersetzt.

Pieard (Louis Benoit), einer der fruchtbarsten und geistreichsten der jetztlebenden franz. Lnstspieldichter und Mitglied der ftanz. ?lkademie, wurde 1169 zuParis geboren. Seine Verbindung mitAndrieux, der ihn bei seinen ersten Arbeitenunterstützte, bahnte ihm den für Anfänger immer schwierigen Weg zur Aufnahmeseiner Stucke, und das erste von ihm, auf dem damaligen Theater von Monsieurgegebene Lustspiel („I.o Ii.-uliiiape ll.nigeneux") fand so viel Beifall, das der jungeDichter miikhig weiterschreiten konnte. Schnell folgten sich jetzt seine fast stets gün-stig aufgenommenen Arbeiten, und der junge Mann widmete von nun an nicht alleinseine Feder fast gänzlich einem Fache, i» welchem ihm das Glück so wohlwollte,sondern betrat auch selbst nebst seinem jüngern Bruder auf dem damaligen TheaterLouvois (Odeon) die Breter. um auch als ausübender Künstler sich die Gunst desPublicumS zu erwerben. 1801 übernahm er die Direktion dieser Bühne und fuhrfort als Dirigent, Schauspieler und Dichter mit gleicher Thätigkeit zu wirke». Ob-schon er nun, so vielfach beschäftigt, in dieser Zeit sinne vorzüglichsten Sachen lieferte,so trat er doch seit 1806 nicht mehr selbst auf und auch bald darauf von der Direktionder Bühne -Odeon ab, indem ihm die damalige Regierung die Administration derOper übergab, welche Funktion ihn so beschäftigte, daß er nichts mehr an eignenWerken für die Bühne lieferte. Erst 1816, als er die Verwaltung der Oper nie-derlegte und von neuem die Direktion des Theaters Odeon übernahm, begann auchseine schriftstellerische Thätigkeit wieder, die er bis jetzt, wenngleich nicht mit derfrühern Schnelligkeit im Produciren, fortsetzt. Übrigens gerielh er bei Gelegenheitder zweite» Übernahme des Odeontheaterö mit einem andern Unternehmer (Duval)in Streit, der in Druckschriften fortgesetzt, zuletzt aber verglichen wurde. Als1818 das Theater Odeon abbrannte, verlegte P. seine Bühne in das Theater Fa-vari; später aber erhieltet-, da das Odeon schöner wieder aufgebaut war, die Erlaub-niß, auch Trauerspiele neben den Lustspielen aufführen zu dürfen, wodurch denn diesTheater zum völligen Rival des alten I'lieüiie geworden ist, und durch

seine Kunstleistunge» bewies, wie geeignet der Leiter derselben zum Vorstand einersolchen Anstalt ist. P. har im Ganzen über 10 größere und kleinere Stücke geschrie-ben, von denen inehre durch Iffland, Theodor Hell u, A. ins Deutsche übertragenworden sind. U. A. har seü?„Capitain Belronde" viel Beifall erlangt. Geradeals der 60jähr. P. dieses Stück verfertigte (1811) hielt er selbst um ein 18jähr.Mädchen an, und wenige Tage nach der Aufführung schritt er zu dieser ungleichenEhe. Wege» seiner Charakterzeichnung nennen ihn die Franzosen häufig le Petitlilolieie. Seine Romane, z. B, „be 6iII>Ia!! >lo In Involution", „I/Iioiiin't«bomine. ou l(! »i-ii.-i", „I,i'<; -50ns »online il kaut et les petites pt<->>s", und ver-sifikirte Dichtungen haben nicht den Werth seiner Theaterstücke. Es sind Sitten-gemälde der letzten Zeit.

Picarden, s. Adamiten.

Picarr (Bernard), Zeichner und Kupferstecher, geb. 1663 in Paris , Sohndes unter dem Namen le Iloniaiu gleichfalls als Kupferstecher berühmten EriemieP-, von welchem sich viele Arbeiten in der großen Kupfersammlung, die unter derBenennung „ti-ilüuet üu sioi" bekannt ist, finden. Der junge P. studirte unterSebastian Leclerc Perspective und Architektur. Zn der Composition war va» Schup-pen sein Vorbild. Vorzüglich groß war seine Gewandtheit in der Nachahmung derManier andrer Meister und s. Rcmbranvt, Guido Reni u. A. nachgebildeten Ar-