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Achter Band. O bis Q.
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Piccini (Nieolo — Louis)

durch s. „Olimpi-xle" den glänzendsten Beifall. Drei große Meister waren ihmin der Musik vorangegangen: Pergolesi, Galuppi und Iomelli. Er übertraf sie.Das Duet erscheint hier zuerst frei von Pedanlismus und Scholastik, in einerneuen musikalischen Form, der man seitdem allgemein gefolgt ist. P. war jetzt dergepriesenste und bewandertste Componist Italiens . Fünfzehn Jahre fuhr er so fort,für Neapel und Rom zu arbeiten, und war in beiden Ltädten unveränderlich derLiebling des Publikums. Endlich trat ihm Ansossi als Nebenbuhler entgegen undeine Oper von P. fiel zu Rom durch. Ein so neuer Unfall wirkte so heftig auf ihn,daß er schnell nach Neapel abreiste und krank daselbst ankam. Von einer schwerenKrankheit genesen, beschloßer, sich fortan den Theatern in Neapel ganz zu widmen.Seine nächste Arbeit war die komische Oper: „Die Reisenden", welche 1775 mitimmer neuem Beifall gehört wurde. Um diese Zeit ließ der franz. Hof ihm Am.erbietungen machen, die durch Ludwig XV. Tod zwar unterbrochen, bald aber vonSeiten Ludwigs XVI. erneuert wurden. P., der damals in seiner Vaterstadt deshöchsten Ansehens genoß, und bereits außer unzähligen einzelnen Musikstücken,Oratorien, Cantaken, Kirchenmusiken, 133 Opern componirt hatte, folgte untersehr vortheilhaften Bedingungen dem Rufe, und kam 1776 mit s. Gattin (er hattesich 1756 mit der trefflichen Sängerin Vincenza Sibilla verheirather) und s. älte-ste» Sohne in Paris an. Bei s. völligen Unbekannlschaft mit der franz. sprächeübernahm es Marmontcl, ihn darin zu unterrichten. Unter Anleitung desselbengelang es thm, in Jahresfrist die Composition des „Roland" von Quinault zuStande zu bringen. Aber neue Widerwärtigkeiten droheten ihm jetzt. Gluck unddessen zahlreiche Anhänger waren ihm entgegen, der „Roland" war von ihnen imvoraus verurtheilt, sein Fall schien unvermeidlich. P. selbst war darauf gefaßt.Um so mehr überraschte ihn der glückliche Erfolg. P. kam bei Hofe in Gunst. Ergab der Königin sogar wöchentlich Musikunterricht. Mit Gluck söhnte er sich aus;aber wenngleich Beide vollkommen aufrichtig dabei verfuhren, so dauerte darumder Krieg zwischen ihren Anhängern (Gluckisten und Piccmisten) fort. Man be-schloß, ihn Mit Gluck in Parallele zu stellen, und übertrug in dieser Absicht Beidendenselben Gegenstand: „Iphigenie in Tauris " in einem schlechten Gedichte. P.wurde in diesem Wettkampfe überwunden. Bald nachher verließ Gluck Frankreichund Sacchini erschien. Esemstanden ueue Rivalitäten. P. fuhr inzwischen in s.Composirionen fort. Auf s. „AtyS" folgte (1783) „Dido", die man allgemein fürs.Meisterwerk hielt, u. A. m. Dabei stand er seit 1782 der Singschule vor. Alser aber in Folge der Revolution seinen Gehalt verloren, ging er nach Italien zurück.1761 kam er in Neapel an, wo der König ihm ein Iahrgeld bewilligte und sogleichmehre Werke übertrug. Man gab den „Älessandro" wieder auf dem großen Thea-ter vonSan-Carlo mit demselben Beifalle, den er beiß ersten Erscheinung erhaltenhatte. Für die Fasten 1792 setzte P. das Oratorium „Ionalhan", in 3 Acten,und für das Theater die komische Oper: „b.i .-wer.-, onnniw". Bald aber ändertesich P.'S günstige Lage. Er war unvorsichtig genug, revolutionnaire Gesinnungenzu äußern, und zog sich dadurch alle Arten von Verfolgungen zu. Diese traurigeLage dauerte bis 1798, wo der berühmte Sänger David ihm Beschäftigung inVenedig verschaffte. Für dieses Theater schrieb er s. „OiNeld.-," und s. „8cvc,I> ,«1 reine". Als er nach 9 Monaten nach Neapel zurückkehrte, erhielt er wiederHausarrest und lebte in sehr drückenden Verhältnissen, in welcher Zeit er mehreKirchenstücke schrieb. Der franz. Gesandte verschaffte ihm endlich Pässe, und be-wog ihn, nach Frankreich zurückzukehren, wo er zwar ehrenvoll aufgenommenwurde, aber fast verhungern mustte. Endlich wirkten ihm s. Freunde eine Wtelleam Conservawrium mit 5000 Franken Gehalt aus. Die überstandenen Küm-mernisse hatten aber s. Kräfte erschöpft und er starb zu Passy d. 7. Mai 1800,nachdem er seine glänzende Zeit schon überlebt hatte. Sein Vorzug besteht in