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Achter Band. O bis Q.
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Pichegru

Feind in den Flanken nehmen-, erfocht er vom 26. — 29. April die glänzendenSiege von Courtray, Montcastel und Menin, wodurch Clairfayt zu einem eiligenRückzug gezwungen ward. Den 18. Mai schlug er die vereinigte Armee desPrinzen Koburg und Pork zwischen Menin und Courtray, und um Clairfayt ausseiner festen Stellung bei Thiel zu ziehen, wandte er sich nun nach Ppern, in dessenNähe er den östreich. General den 12. und 13. Juni schlug. Hierdurch siel ganzWestflandern den Franzosen in die Hände, und als bald darauf Iourdan den Siegbei Fleurus erfocht, ging P. über die Scheide, schnitt dadurch Clairfayt von derengl. Armee ab, nahm Brügge, Ostende, Gent und Oudenarde weg, und ließNieuport, Sluys, Co»d>-, Valenciennes und Wuesnoy theils belagern, theils ein-schließen. Er selbst rückte hierauf nach Mecheln vor, schlug den 16. und 17. Julidie vereinigten Engländer und Holländer, nahm Antwerpen , drängte im Sept. dieEngländer über die Diaas zurück und eroberte nach einer Belagerung von 3 Wo-chen das bis dahin für unbezwinglich gehaltene Herzogenbusch. Den 19. Oct.schlug er die Engländer noch einmal bei Puhlach, schloß Grave ein und besetzteHülst, Ayel, Sas de Gand und Nymwegen. Dem grausamen Befehle des Con-ventS, keinem Engländer Pardon zu geben und die Garnisonen von Condü, Va-lenciennes, Landrecis und le Qmesnoy, wenn sie sich nicht sofort ergäben, über dieKlinge springen zu lassen, wich P. durch List aus, und ging hierauf am 2. Jan.1795 mit einem Heere, das fast Nichts mehr hatte als s. Mutb, über die gefro-rene Waal und Maas , nahm Grave, dieBommelinsel und das Fort St.-Andreasmit Sturm und schloß Breda ein. So war Holland unterworfen, die Armee die-ses Landes ging auseinander, die Engländer schifften sich ein, der Erbstatthalterfloh nach England und P. zog triumphirend in Dortrechk und Amsterdam ein.Jetzt übertrug ihm der Convent den -Oberbefehl über die Rhein - und Moselarmee,zugleich behielt er aber auch das Commando ker Nordarmec unter Moreau und derMaasarmee unter Ionrdan. Im April 1795 ward er zurückberufen, um dasCommando der Hauptstadt zu übernehmen, wo die Terroristen ihre letzten Anstren-gungen machten, um ihre blutige Gewalt wieder ansichzureißen. Nachdem erden Aufstand der Vorstädte unterdrückt hatte — wofür man ihn damals im Con-venke als Retter des Vaterlandes pries — kehrte er zur Rheinarmce zurück, wo in-deß seine bis hierher so glänzende Laufbahn plötzlich eine andre Wendung nahm.Sein Aufenthalt in Paris hatte ihm die Idee gegeben, die republikanische Formtauge nicht für Frankreich . Kaum erfuhren dies die Bourbons, so wurden durchFauche-Borel (s. d.) Negotiationen im Namen des Prinzen Condö eröffnet,und P. war schwach genug, ihm Gehör zu geben. Man versprach große Ehren-stellen, Ländereien und Renten. Bald ward jedoch das Geheimniß der franz. Re-gierung verrathen. Schon P.'s Benehmen als General erregte Verdacht, dennstatt jeden Vortheil über den Feind zu benutzen, zog er sich zurück, wo er hättevordringen sollen. Als endlich Herr von Montgaillard, bis dahin ein Mittels-mann in den Verhandlungen der Bourbons mit dem General und Aufb,wahrerder deßhalb geführten Corrcspondenz auf die Seite der Republik trat und die Pa-piere auslieferte, da rief das Directorium, zu schwach für den Augenblick, um denFeldherrn sogleich zur Rechenschaft ziehen zu können, ihn vom Commando ab. un-ter demNorwande, ihm den Aesandtschaftsposten nach Schweden zu geben (1796).Den GesandtschastSposten schlug P. zwar aus, doch war er befangen genug, denSturm, der sich gegen ihn erhob, nicht zu sehen, und statt sich zu reiten, weil esnoch Zeit war, zog er sich in die erkaufte Abtei Belleveaup bei ArboiS zurück, wo erin beschränkter Lage (denn sein Vermögen war so gering, daß er sein Heergeräthund s. Pferde verkaufen mußte, um nur einigermaßen subsistire» zu können) bis imMärz 1797 lebte, um welche Zeit ihn die Wähler seines Deport, (der obern Saone)zum Volksrcpräsentantcn in dem gesetzgebenden Corps ernannten. Hier wählte