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Pichegru
nian ihn zum Präsidenten des Raths der Fünfhundert; allein er gab s. geheimenPlan nicht auf. Vielmehr trat er an die Spitze der sogen. Partei Clichp, undmachte sich durch die, offenbar in der Absicht, die republikanische Partei zu stürzen,in Betreff einer neuen Organisirung der pariser Nationalgarden gegebenen Vor-schläge, verdächtig, worauf das Direktorium, einverstanden mit dem Ralh derAlten, in der Stille, unterAugereau'SBefehl, Truppen von derital. Armee kom-men liest, mit deren Hülfe am 4. Sept. 1797 (18. Fructidor des I. VIl) der Plander Royalisten vereitelt und P., dem Ludwig XV11I. durch ein Schreiben, <l. >1.Riegel den 24. Mai 1796, und später durch ein andres, von Mühlstein: aus, un-ter d. 9. Juni deff. I., den vollen Gebrauch seiner Gewalt übertragen hatte, nebsts. Verbundenen, den Waalinspectoren, verhaftet und nach dem Tempel geschafftwurde. Jetzt machte das Direktorium die theils durch Montgaillard erhaltene,theils von der Rheinarmee unter Moreau in des feindlichen Generals Klinglin er-beutetem Gepäck gefundene Correspondenz P.'S mit den ausgewanderten Bour-bonS (namentlich mit Condä), bekannt und veiurtheilte ihn nebst 20 Mitschuldigenzur Deportation nach Cayenne. Die Gefangenen wurden über Blois nach Roche-fort geschafft, wo sie eingeschifft werden sollte»; ani erstgenannten Orte fehlte we-nig, daß P. von einigen Anhängern befreit worden wäre. In Eayenne angelangt,tranSporiirte man die Verwiesenen in die ungesunden Einöden von Lünamari, wobald die Mehrzahl an den dort herrschenden Sumpfsiebern starb, P. aber mit 7Andern (darunter Willot, Delarue, Barthel, mv, Aubri und Ramel), nach einem8monatlichen Aiifenthalte, so glücklich war, auf einem leichten Kahne, den Wellendes Meeres trotzend, nach Paramaribo , dem Haupkort der holländ. Niederlassungin Surinam , zu entkommen. Von hier begaben sich die Flüchtlinge nach England,wo P., der sich nun als ein offener Anhänger der BourbonS Zeigte, den besten Em-pfang erhielt und angewiesen wurde, sich zur östreichisch-russischen Armee »achDeutschland zu begeben, die damals unter Korsakosf gegen Frankreich focht. Daaber Korsakoff, dem P. noch vor der Schlacht bei Zürich nützliche Rathschlägemitgetheilt hatte, diese nicht befolgte und geschlagen wurde, so kehrte P. nach Eng-land zurück, wo ihn sowol die Minister als die Prinzen der franz. KönigSsamiliehäufig zu Rathe zogen. Bekanntlich schmeichelten sich die Letzter,:, Bonapartewerde als ein zweit»' Monk handeln und die Vertriebenen auf den Thron zurück-führen; da indeß diise Hoffnung schwand, so faßte man den Plan, den ersten Con-sul aus dem Wege m schaffen, und zu Werkzeugen hierzu erbot sich, außer P.,besonders der Chef der Chouans und Erfinder der Höllenmaschine, Georges Ta-doudal, mit welchen:, nicht zu s. Ruhme, P. in London Bekanntschaft gemachthakte. Durch den engl. Schiffscapitain Wright, im Jan. 1804, nebst mehrenehemaligen Insurgcntenchefs der Vendäe an die franz. Küste gebracht, begaben sichdie Verschworenen verkleidet nach Paris , in der Hoffnung, sowol daselbst eine Par-tei für sich, als an Moreau einen Theilnehmer ihrer Pläne zu finden. Moreau'Sschwankender Charckter zeigte sich indeß auch hier; er verwarf zwar P.'S Vor-schläge, zeigte sie aber nicht an, und zögerte, bis die Polizei (unter Fouchä) dasGeheimniß entdeckt! und Georges plötzlich arretirt ward. Einige Tage gelang esP. von HauS zu Heus irrend, sich den Augen der Verfolger zu entziehen, endlichward er durch einen gewissen Leblanc, einen Kaufmann, zu welchem er sich geflüch-tet hatte, verraiher. In der Nacht des 28. Febr . 1804 ward er in s. Zimmer,nach einem verzweisungsvollen Widerstände, durch Gendarmen gefangen und ge-bunden vor den Snatsrath Real geführt, der ihn sogleich verhörte, durchaus aberNichts über Morecu von ihm erfahren konnte. Hierauf in den Tempel gesetzt,ward der Proceß g,gen ihn, Georges und Moreau eingeleitet; ehe aber noch dieSache zur Entscheüung kam, fand man ihn eines Morgens erwürgt im Gefäng-nisse (den 6. April l804). Man wollte dem ersten Consul die Abscheulichkcil zu-