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Achter Band. O bis Q.
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544 Pickelhariiig Piemont

dens zeichnete sich P., der Sohn, auch noch als Pasiellmaler aus. Die noch vonihm ausgearbeitete Sammlung von Kupferstichen nach den besten im Valican sichbefindenden Gemälden Rasael'S und feine Auswahl von 'Abdrücken geschnittenerSteine und Cameen erwarben sich gleichfalls den allgemeinsten Beifall der Kenner.— Zwei Stiefbruder von dem jüngern P., Anton und Johann, wovon dereine in Roni, der andre in Wien sich niederließ, zeichneten sich ebenfalls in derSteinschneidekunst aus.

Pickelhäring, s. Hanswurst.

Pictet (Markus August), Naturforscher, geb. 1152 zu Genf , wo seineFamilie zu den ältesten und angesehensten gehört, ward früh der Schüler undFreund des berühmten Saussiwe, den er auf mehren Reisen begleitete, und dessenStelle er als Pros. der Philosophie (1186) und später als Präsident der Akad. zurBeförderung der Künste erhielt. Ganz den Wissenschaften lebend, nahm P. anden politischen Unruhen, welche seine Vaterstadt erschütterten, nur wenig, unddann auch nur gemeiniglich als Vermittler, Antheil. Er gehörte zu den von derRepublik Erwählten, die 1198 den Auftrag erhielten, die Unterhandlungen we-gen der Einverleibung von Genf mit der franz. Republik zu leiten. Nach Been-digung dieses Geschäftes war er einer von den Fünfzehn, welche den ehrenvollenAuftrag bekamen, das Schuldenwesen der Stadt zu ordnen, und den Fonds zurUnterhaltung des öffentlichen protestantischen Gottesdienstes zu verwalten. 1802trat er inS Tribunal und 1803 wurde er Wecretair dieses Gerichtshofes, und hierzeichnete er sich besonders durch seine gehaltvollen Anträge über die Erweiterungder Handelsfreiheiten und über Verbesserung und neue Anlegung voi, Chausseenlind Canälen aus. Auch stimmte er in jener Zeit mit für die Errichtung des Con-sulatS in Frankreich , dann für dessen lebenslängliche Dauer. Als später 1801das Tribunat aufgehoben wurde, ernannte ihn Napoleon zu einem der 15 Ge-neralnifpectoren der sogen, kaiserl. Universität, d. h. der Gesammtheit deö Na-tionalunterrichtS, und auch hier bewies sich P. eben so thätig als einsichtsvoll.Von 1196 an gab er in Verbindung mit s. Bruder Charles P. und dem Mairevon Genf, Maurice, die „l!il>!ixt!n g»e 1» imnnignG heraus, eine Zeitschrift,die sich ihres gewählten Inhaltes wegen seitdem eines ununterbrochenen Beifalls er-freut, seit 1816 aber ihren Namen in den passender« „Iiibliutl,ö>,uL univmselle"verändert hat. 1803 unternahm P. eine Reise nach Großbritannien , derenBeschreibung in Briefen an die MikherauSg. der ehemal. „IZililixtliegue britun-i>>l,u>-" erst in dieser Zeitschrift erschien, später aber auch u. d. T.: „Vov.agu >lotroiü ineüx e» /Vn^leteiie, ci> ltexs-w el en I-O.xulu", besonders gedruckt wurde.Außerdem hat man von ihm Werke und Denkschriften über verschiedene, meist indas Gebiet der Physik, Mathematik und Ökonomie einschlagende Gegenstände,die ihm die Ausnahme in die bedeutendsten gelehrten Gesellschaften Europa's ver-schafften. Er starb zu Genfd. 18. April 1825. Sein jüngerer Bruder, derStaats-rath CharlesP. de Rochemont, ein geschätzter Agronom u. Diplomatiker, starb zuGenf d. 21. Dec. 1824, in einem Alter von 10 Jahren.

Picus, ein alter Scher oder Waldgott in Italien , Sohn des Saturn,is,Vater des FaunuS, wurde wegen seiner Schönheit von der Zauberin Circe geliebt,und da er ihre Neigung nicht erwiederte, in einen Specht (z>ieu>^), seine Begleiterin wnlde Thiere verwandelt. Seine Gemahlin, Canens, Zerstoß vor Gram inden Äther. Er wurde mit einem Spechtkopfe abgebildet, und stand den Augu-rien vor.

P i e d e st a l, Postament, s. Säule.

Piemont, Fürstenthum in Italien und Hauptprovin; der sardinischenStaaten, von welchen es die Franzosen 1198 getrennt, und 1802 gänzlich mitFrankreich vereinigt hallen. (S. Sardinische Monarchie.) Durch den