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Pigafetla
nach jenen Inseln zu suchen, so erbat sich P., den der spanische Botschafter in Rom mil nach Spanien genommen hatte, von kein Kaiser die Erlaubniß, der Expeditionfolgen zu dürs n, um, wie er sagte: „durch die einstige Beschreibung dieser ReiseAndern nütz! ch und angenehm tu w rden, sich aber bei d-r Nachwelt einen Namenzu machen". Als Kaiser Karl V. dies Gesuch bew'lliqte, „lte der junoe Mannna>ch Malaga und Lev l!a, wo er den 10. Aug. 1619 mit den übri en Reisendenaufbrach, worauf die Expedition den 20. Sept. dess. I. sich inSan-Lucar ein»schaffte. Von diesm ?(ugenblick an begann P. sein Tagebuch. Seine gesundeLeibesconstitution und ordentliche Lebensweise bewahrten ihn vor der Menge Krank,heilen, denen Viele von der Expedit on unlel lagen; und a'S Magellan, nebst 65der Semen, in dem unglücklichen Treffen bei Aahu auf den philippinischen Inselndas L.ben verlor, da stand P. ihm treu zur Seile und ward schwer verwundet.Nach manchen Fährlichkeiien langte end'ich P. den 8. Sep'. 1522 mit 11 Beglei-tern wilder inSevilla an, wo dasSchiff, welches die kühnen Männer getragenhalte, im Triumph auf den Strand gezogen und als ein Denkmal jener merkwür»digen Reise aufbewahrt ward, die, wie Bougainville in der Einleitung zu s. Reise-beschreibung benierkt, zuerst unumstößlich die Kugelgestalt ter Er^e bewies. Kaumangekommen in Sevilla , begaben sich aber die Se-fabrer, in Folge eines noch aufdem M>ere gethanen Gelübdes, sogleich barhaupt und barfuß in die Kirche U.L.Fr.zum Sieg, um dort dem Himmel ihren Dank für die Errettung au:- so mancherG-fahr zu zollen. Hierauf eilte P. nach Valladolid, um dem Monarchen münd-lich Bericht über den Verlauf der Reise abzustatten. Von hier ging er nach Frank«reich und Italien; er ward von Franz I. und Clemens VII. mit vieler Güte aus-genommen, und auf dieses Papstes und des Großmeisters der Hospitaliten, Phi-lipp v. Vill-rs, Ersuchen, sing er an, eine umständliche Beschreibung siiner Reise zueinwerfen, die er dem Großmeister Visiers dedicirte, eine Abschrift davon aber anClemens VII. und eine andre an Louise von Savoven, Königin v. Frankreich , über-reichte. Diese« Werk, in welchem die in s. Kaiser Karl V. übergebenen Tagebucheenthaltenen Data weiter ausgeführt sind, und in welchem er sich überall als Ruterunterschreibt, ist wahrscheinlich von ihm erst nach 1524 verfaßt, als um welche Zeiter zum Ritter des Ordens St.-Johannes vorn Hospital zu Jerusalem (damalsaus Rhotus) ernannt wurde. Später wurde er Ordenscommandeur zu Novisa.Ilber da« Jahr und den Ort s. Tode« schweigen die damaligen GeschichtschreiberItaliens , doch ist wahrscheinlich, daß er sein L>ben in s. Daterlande beschloß. Anlein noch vorhandenen, von ihm einst bewohnten Hause in Vicenza (in der Straße<ie Imn.i) ließ P. bei s. Rückkehr über der Thür eine in Stein gearbeitete Verzie-rung von Rosen anbringen, mit der Inschrift: „II „'erl rase rm>, eepino", wel-che« eine Anspielung auf den Ruhm und die Gefahren s. Reise sein soll. Übrigenswar s. oben erwähmeSWerk lange Zeit nur theilweise der Nachwelt bekannt, indemdie dem Papste davon übergebene Abschrift bei der großen Feuersbrunst in Rom (1521) verloren ging, und die an die Königin von Frankreich gesendete in die Hän,be eines gewissen I. A. Fable siel, der, wie Ramusir im I.Bde. s. 1563 herausgek.Samml. berühmter Reis-beschreibungen bemerkt: „per liiF^ir l-, lutica" (umMuhe zu sparen), dieselbe nur i n Auszuge übersetzte: eine Gewaltthat, die sichübrigens Ramusir nicht weniger in Betreff P.'S hat zu Schulden konimen laffen.In neuerer Zeit hak jedoch der Abbä Amoretli in der ambrosianischen Bib'iolhek inMailand eine vollständige Abschrift von P.'S Werk entdeckt, die in einem seltsamenGemisch von Spanisch und Italienisch (und dieses meist in venetiamscher Mund-art) geschrieben, und von Amoretti sowol in gutem Italienisch als auch in franz.Eprache herausgeg. worden ist. Einige dabei befindliche Charten sind nach P.'S«ignen Zeichnungen angefertigt, der den Werth s. Buche«, in welchem ihn ftezlich-ft Leichtgläubigkeit zu manchen seltsamen und ungegründeten Behauptungen hin,