Band 
Achter Band. O bis Q.
Seite
558
JPEG-Download
 

558 Pilory Pinakothck

melt. ?luf der b.öchsten Spitze des Bors^erge«, wohin man auf diesem schattioenWege in einer Lt^nte gelange, liegt die Eremitage, eine in kiimllichen Felsen per,stelle Ereile mit iial. und sranz. Inschriften und umgeben van dreiernen Zel-ten. Über ihr steht ein 2lkran, von welchem man da« Elbihal von Meisentu« Kenigstem, umgrench von den Gebirgen des nieißner Hochlandes, Böhmen »und des Erzgebirges übersehen kann.

In Ptllnitz wurde eine denkwürdige Fürstenversammlung, vom 25.— 27.2lug. 1791. zunächst wegen der polnischen Anaelegenheiien, geha'wn. Kaiser Leo-,pold !l., der König von Preußen, Friedrich Wühc'm!>., und der Gras v. ?lriois,außer welchen noch der jetzt regierende Kaster Franz l. und der jetzige König vonPreußen, sowie der Prinz von Nassau, der Erminister Calonne und der Marglusde Bouillr zugegen waren, unterredelen sich kier ü'>er die gegen die franz. Revo-lution zu ergreifenden Maßregeln. Kein Offensivbündnß gegen Frankreich warder Zweck dieser piilniher Convention; man beschloß jedoch grinelnschaft-lieh, jedem Angriffe von Leiten Frankreichs und der Revolution entgegenzuwirken.Da« früher zu Älen (25. Juli) vorläufig geschlossene und nachher zu Berlin (7,Febr. 1792) zwischen Preußen und Ostreich abgeschlossene Schutzbündnis wwdhier nur besprochen. Die Brüter des Königs von Frankreich erhielten von Preu-ßen und Ostreich bloß folgende Erklärung (d. 27. ?lug.): „Daß Ostreich undPreußen die jetzige Lage des KonigS von Frankreich als einen Gegenstand des ge-meinsamen Interesse aller Souverame in Europa betrachten, daß sie hoffen, daßdieses Inte, esse von den Machten werde anerkannt wei den, deren Hülfe rcclamirtworden, und daß sie demzufolge sich nicht weigern warten, gemen schafllich mitdie'e» Mächten und nach Verhältniß ihrer Kräfte die wirksamsten Mittel zu ergrei-fen, uni d.nKonig von Frankreich m den Stand zu setzen, in der vollkommei.stenFreiheil die Giuudlage einer den Rechten der Souverame und dem Besten derstanz. Ration gleichmässig zuträglichen mouaichsichen Regierungsform zu befesti-gen. Dann und »i dem Falle sind der Kaiser und der Kenig von Pi euß» entschlos,sin, schleunig ini gemeinsamen Einverstänknisse mit der nöthigen Macht zu Han-den, um gemeinschaftlich den voreeletzten Zweck zu erreichen. Inzwischen wollensie ihren Ti uppeu die nöthigen Bef.h'e geben, damit sie im Stande seien, sich inAel.vltäi zu setzen'. — Roch sollen 6 g> Heini« Art. unterzeichnet worden s in. (S.Sa cll's „l.u-i. lies ttailös >lo fachst', !z , 189 sg.) Diese Elkstärunf, welchedie Fiaiizescn ale den Grund der Coalanon Euiopas gegen Frankreich bewachteren,kNlf.sse.le zaerfi alle Leidensch aften in Frankreich gegen dasAittland.- K.

Pilo r v, der Pranger der Engländer. Kops und Hände des Verurlheiltenwerken dergestalt euig.zwäng», daß alle freie Bewegung unmöglich ist. Aber einejener vernünftigen Ci iminalgesetzgebuiig w dei sprechende Eigeiithün lichleit dieserStiüse .st t°e unbeschränkte Fieih-ii, nur welcher der Pöbel tobet seine Gesinnungärßein darf. Ist der zur Schau Ausgestellte dem Pöbel verhaßt, so ist er nichtnur >n Gel, hr, seine Gesundheit, sonkern selbst sein Leben einzubüßen. Ist ihm da-geg n da» Vo k gewogen, oder ist deisilbe wol gar als Marirrer semei Publicitätuiit Fieia üthigkeu zur Piloiy verurtheilt worden, wie dies in neuerer Zeit beson-der? mtt ren Truckern freimmhiger pol lisch«» Schriften geschah, so wird die Strafezu e.ucm Triumphe für ihn. Der Veit»theilte selbst hat dieFieiheik, von der Piloryhe, a Reden zu halten, sich zu verih idigen und siine Feinde mit dcn gehässigstenFarben zu schi der». Durch ein Gesih von 1816 ist diese Strafe m allen Fällen,nur ten Meineid ausgei'cmmcn, akg schafft. Es soll statt dessen auf Geld oderGes.mgiuß > > konnt werten. (Vgl. SchaNbpfahl.)

Pilpai, s. Bikpai,

Pilze, s. Schwämme.

Pinakothek (von V,»«T, Gemälde, und Zlusbewohrvngckort), eine