Band 
Achter Band. O bis Q.
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Pinbar (Dichter)

Gemäldesammlung. Unter tiefem Namen ward ein Prachtgebäude in München am 1. April 132tz, dem Geburtstage Rafael'», gegründet, uni die besten Gemäldeau» den Galerien von München, Schleißhemi, Augsburg, Nürnberg , Bamberg rc.darin aufzustellen.

Pinda r, einer der kräftigsten und erhabensten griechischen Sänger. Zneinem Epigramm der griech. Amhologie heißt es voin ihm:

Wie die knöcherne PftAe den schmetternden Nus der Drvmmele,

Also beilegte dem Ned jeglicher baute Getön.

Er besang die Sieger in den öffentlichen Wulkämpfen der Griechen, und '»sofernsind sein, Oden wahre Gelegenheitsgedichte, aber freilich in einem höher» Sinne,als man diesen Ausdruck gewöhnlich ninin t. Jene LLetikämpfe wäre» ösientl cheVolksfeste, an welchen die angesehensten Männer (selbst Könige) Th.il nahmenund um die Ehre des Sieges wetteiferten. Solche Tnumpde zu besingen, durstedemnach der größte Dichter s.iiier nicht für unmurdig achte»; denn nicht um ftilenLohn sang er: er veiherrückte das Ftstund den Sieg durch s.Gtsang, und nahmso selbst an dem Glänze des Triumphs und an der öffentlichen Ebre The.l. Undeben durch die Art, w°e P. dies lbat, offenbart sich der grose Dichter. Nicht nurdie Sieger lind ihre Mitbürger wurden geehrt und verherrlicht durch die erkabencnHymnen des Dichters, da» ganze versammelie Griechenland nahm daran Tyeil,und so verbreiteten sich diese Gesänge bald dui ch ganz Hellas und all.nkhalien hm,wo die hellenische Sprache geredet wurde. Und eben weil es nicht gewöhnliche,nicht auf den flüchtigen Augenblick berechnete Lieder sind, weil in ihnen ein hoherschöpferischer Geist lebt der Mit der Gegenwart zugleich die Zukunft, mit dem Be-sondern zugleich das Allgemeine umsaht, sind die Pmdar'schen Gesänge für alleZcdrhunde,,e, fieilich nicht zur fluchtigen UnteiHaltung, gle ch Anakieon'S leichtbewegliche» Lieterchen, aber wol ein heillicher Genuß für hieben, t>r i ie Spiackeund den Geist des alten Hellas sich genugsam zu eigen gemacht hat und ch hmitasiegenug b'sitzr, um dem oft kühnen und doch siebn» Fluge kes Llchleis nnt uiiver-wandiem Blicke folgen zu können. Aber eb.n kaher, daß, um das Schöne undHerrliche der Piutar'ichen Oden ganz zu empfinden, eine ina.i grimme Bekannt-schaft mit dem Griechischen und eigne, T ichnrgeist cisoderr nirk, kciiiiiil ,s un-stieilia, daß Diele »nin eder eine sihr geriige Ku»üt.is> od r auch eine ganz ver-letz« le Alisichl von unseini Dichter I;ab,n. Nicht n> ltihuui Sprui g»n u, t hoch-trabenden Phrasen cfltNdari sich der in'cr sei c Hrmnue; ei gle.cpi ost un,mklaren und lusen Stron e, der m ,ud g>i Mufti a> tahnstliön k, uiik in testen Flu-ten sich der Himmel tun fein n Sreniu, u, t tle Eide Um ihren Blumen ip-ieaelt;die Ode wird zum Epos. und w.i sih,n die Heuen d.r ulien Bcli >n ihiei Kiasteinherschreiren und veinehme» ihre Nede. Iiichi Alle? n d ß, nas w» , e-ck lcndiesem grofun Dichter haben, ist gleich vor,r>si,'ich uick ar ziehend. Das ^us 11 Snicht feees Gedicht teils,Iben Eindruck mach.> Iai>ii, n e ^us die Zillaenesten, istwol gewiß. Genug, tuß nach dem. Unheüe tel giöft i Duirner > >e'p in ai'sck»Gesänge zu dem Schönsten g.hörui, nas uns aus dun Aitulhun e ubri.g bli>k,nist. Obwol die Zu, auch viel, dieser u csängr veuu.a le: hat, so sn d doch > och 45Oden oder Siegeshymne» uvriagcblnben, un> zwai, da de: effuttlichen leleilictuiWellkäiupfe bei dui Hell nen 4wa>en— die olynpckch n, pyibsclcn »ui,eschen,isthmischen — und ker Dichler bei oll n se ne Ly.a enöncn ließ. 14 aufo'y" p scheSieger, 12 aiif pythische, 11 auf n,n .ifche ul.c b auf >sihn ifche. Sie sind saMmi-lich im dorischen Dialekie gesungen. D.n den /.usgaben kes ff ii dai vuliei.ei, n >tAuszeichnung genau,» zu werden die ro» West und Lclste» (Ozfvid Ikbl, Fol.),von Heyne ,neuesie Lpz. i811, 3 Bde.) und von Böckh (Lpz. 18kl sg-, 8 Bde.,4.). Von Gedike haben wir die olympischen und pythisch.n Oden in Piosu ver-deulscht; die olympischen von Gurlilr und von Boche. Sämmtliche Oden hat