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Achter Band. O bis Q.
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Pinienbairm Piombino LK3

die besonders unter Lalande so berühmt gewordenen „Onnnai^onc«! st«-, ten>,"nurals Fortsetzung zu betrachten sind. 1756 ward er wirkliches Mitglied der Akademie,und jeder Band ihrer Denkschriften von 1153 — 70 enthält Abhandlungen vonihm. 1757 warf er sich in eine der allerschwierigsten astronomischen Arbeiten, dieTheorie und Berechnung der Kometen. Er allein berechnete mehr Kometenbahnenals alle übrige Astronomen Europas zusammen. 1766 berechnete er die -Lonnen-und Mondfinsternisse auf 2000 Jahre, für die zweite Ausgabe der berühmten„l?-iit «le G,ili«.-I le» stall-!,", und v'el genauer als la Caille vor ihm. 1767 beglei-tete er den Marquis Courtanvaup zur Prüfung der Seeuhren von le Roy und machteeinen Bericht darüber bekannt. 1769 beobachtete er abermals (1761 hinderte dieWitterung seine Wahrnehmungen anf der Inse'Rodrigue ini indischen Meere) aufCap franaois den Lorscherganq der V nus und beschrieb 1773 die Resse in 2 Bdn.,

4. 1771 machte er in Begleitung Bocda's eine neue Seereise zur Prüfung derBerthoud'schcn und le Roy'schen Längenuhren. Ihre Beschreibung, fast ganz vonihm, erschien 1778. 1785 gab er seine „<le,ii><''l>>-,-,as,bie" hu-aiis. 1790 vollen-dete er seine „Geschichte derSternkunte des 17. Jahrh."; 1786 erschien zum erstenMale i» franz. Sprache durch ihn die schwere Übersetzung des astronomischen Ge»dichrs desDianiltus. Erstarb den 1.Mai 1796.

Pinienbaum, auch Zirbelbaum, wächst im südlichen Europa undgleicht der gemeinen Fichte, nur daß seine Nadeln 5 — 6 Zoll lang sind. SeineZapfn enthalten 15 — 20 Nüsse, deren Kerne u. d.N. der Pinien- oder Zir-belnüsse in den Apotheken gebraucht werken. IhrGeschmack gleicht dem dersüßen Mandeln. Sie sind sehr ölieich.

Pinke (jüiigut), auch Tartane, eine Art Lastschiffe, hinten und vorngleich rund, mir stachen» Boden und dickem Bauche. Sie führen ungefähr 300Tonnen und werden vorzüglich zum Srockfisctfange gebraucht.

Pi » turicchio (L> onardo), ein berühmter Maler der römischen Schul«.Erfühlte gewöhnllch Tomposilionen von Piet. Perugino und Rafael aus, und be-kam dafür von diesen den traten Theil des Honorars. Er starb 1513. Der Grundseines Totes ist seltsam. Man erzählt, daß er im Kloster des heil. FranciScuS zuS iena habe malen sollen, unk daß er von den Mönchen zu diesem Behufe eine Woh-nung verlangt; als ihm aber die Mönche ein Zimmer angewiesen, habe es ihm »re-gen eines alten Kastens, der darin gestanden, mißfallen. Er habe daher ungestümdie Wegschaffung desselben verlangt. Als man ihm dies bewilligt und die Kistewegschaffen »vollen, habe man sie unerwartet schwer und bei Eröffnung derselbeneinen großen Schatz von Gold gefund-ii; P. sei vor Ärger, daß er diesen Schatznicht heimlich selbst gefunden habe, erkrankt und gestorben. Merkwürdig ist es, daßnian in seinen Gemälden eine große Vorliebe für goldene Bortirungen und Franzenerblickt. In Rom und in Liena find Mehre Werke von ihm; sein bestes Werk aberbefindet sich in dem Dome zu Sospello.

Piombino , Fürstcnthum, mit der festen Stadt gl. N. (von 4000 E.),liegt in dem toscanischen Gebiete Siena am Canal Piombino, der es von der InselElba (s. d.) trennt, deren größerer Theil zu diesem Fürstenthume gehört. DasGanze hat auf 10 20,500 Einw. und gibt 80,000 Gld. Eins. Ursprünglich

war dieses Fürstenihum ein kaiserl. Reichslehen und gehörte der Familie Appiani;herauf kam es an Ludovist. Als Philipp II., König von Spanien , der.HerzogCosinus l. v. Florenz mit Siena belehnie, trennte er davon den Srato dei Presidj,zu welchem Piombino als Lehen gehörte, und verband ihn mit Neapel . 1801 tratKönig Ferdinand I V. von beiden Sicilien den Stato nebst Piombino , über welcheser aber nur die Lehenshoheit besaß, an Frankreich ab. Das Fürst-nihum gehörtedamals dem Hause Buoncompagni. Diese Familie stammt von einem natürlichenSohne desPapsies Gregor^ßlll. (Hugo Buoncompagni) ab. Lie hatte Piombino

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