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Pistole Pitcaim-Jnsel
Oute in jedem Geschmack, und bildete sich daraus eine eigne vermischte Manier,die er zuerst als markgräfl. anspachischer Capellmeister, zu Anfange des Ist. Jahrh,aber in s. Vaterstadt in Ausübung brachte. Er errichtete in Bologna eine Sing-schule, aus welcher die berühmten Sänger Bernacchi, Pasi w. hervorgingen. Erist wegen s. neuen Gelsngmetbode, welche nachher von Faustina und Farinelli nochvervollkommnet wurde, als einer der ersten Lehrmeister des neuern ital. Gesang«anzusehen, wobei man ihm jedoch auch Schuld gibt, durch die häufigen kunstreichenPassagen, die er lehrte, den natürlichen Gelang verunstaltet zu haben.
Pistole. 1) Ein Feuergewehr, dessen Namen Einige von dem Worte Pi-stollo ableiten, weil die Pistolen am Ende des Griffs große Knöpfe haben; Andrevon der Stadt Pistoja in Italien , wo die Pistolen erfunden sein sollen. D>e elektri-sche oder die Knalllufipistole ist eine Vorrichtung, in welcher die Explosion der durchden elektrisch m F mken entzündeten Knallluft einen Pfropf mit Gewalt aus einemRohre treibt. Der Versuch dient zum Beweise der Entzündung brennbarer Stoffedurch den elektrischen Funken und der explodiren'een Kraft der Knaliluft. 2) Einespan. und ital. Goldmünze, 4 Aß schwerer als ein Louiedor.
P i t c a i r n- I n se k, im südl. Australien unter 25° 4'L>.B. und 130° 25^W. L., von Felsen umgeben, mit einem Umfange von 5 Seemeile», ist merkwürdigdurch die Art ihrer Bevölkerung (61 im I 1826). Die Mannschaft des SchiffesBounkv unter dem Li ut. Bligh, das 1789 Brotfruchtbäume von Dtahiki nachWestindien bringen sollte, empörte sich und ging, als sie die Officiere in ein Bootgesetzt hatte, mir den. Schiffe davon. Bligh und s. Begleiter kanien nach einer Reisevon 120V Seemeilen glücklich auf der Insel Timor an. Die engl. Admiralitätschickte im folg. I. den Cap. Edwards mit dem Schiffe Pandora nach Atohiti ab,weil man vermuthete, daß di?25 Empörer dahin gessaelt wären. Bei s. Ankunftauf der Insel im März 1791 kamen 4 derselben freiwillig an Bord, und nach ihrenAngaben wurden noch 10 andre, die sämmtlich in Dtahiki lebten, in den nächstenTagen gefangen und, mit Ausnahme Einiger, die beim Schiffbrücke der Pandoraumkamen, nach England gebracht, wo ein Kriegsgericht den Meisten die Todes»strafe zuerkannte. Nach den Aussagen dieser Matrosen segelten die Empörer unterder Anführung Christian Fletcher'S nach Tubuai, wo sie sich niederlassen wollten.Der Aufenthalt schien aber so wenig anlockend zu sein, daß sie nach Dlahiti zurück-kehrten, und als sie hier einen großen Verrath von Fruchtbäumen zusammen-gebracht hatten, steuerten sie in Gesellschaft von 24 Otahitern, 8 Männern, 9Weibern und 7 Knaben, wieder nach Tubuai. Sie bauten hier nun eine Feste,mußten aber, weilst« unter einander und mit den Eingeborenen in Zwistigkeiten ge-ricthen, den Plan einer Ansietlung aufgeben. Christian überzeugte sich, daß er keineGewalt mehr über s. Mitschuldigen besaß, und schlug ihnen vor, nach Otahüi zugehen, wo Diejenigen, die es wünschten, ans Land gesetzt werden, die Übrigen abermit dem Schiffe einen andern Aufenthalt suchen sollten. Nach der Ankunft aufOtahiri im Sepk. 1789 wurden 16 gelandet; Christian aber ging mit den übrigen8 Empörern und mehren Qtahitern, größkeniheils Weibern, wieder unter Segelund steuerte gegen Nordwest. Man hatte aus Christians Äußerung.n geschlossen,daß er eine Niederlassung auf einer unbewohnten Insel stiften wollte; alle Be-mühungen des Anführers der Pandora aber, die Spur her Entflohenen zu finden,waren verg- blich, und 20 I. lang erhielt man in England keine Nachricht von ih-nen. Im Febr. 1808 berührte der amerikan. Capitain Folgen auf ssiner Reise nachSina die Pircairn-Insel, die er nach der in Carteret'ö Reise (1767) befindlichenNachricht für unbewohnt hielt, traf aber, als er sich näherte, einige junge Leute, dieihn in engl. Sprache anredeten. Nach der Landung fand er einen Engländer, Na-mens Alex. Smith, der ihm die Geschichte der Ansiedlung erzählte. Christian hattebald nach s. Ankunft das Schiff Bounty zerstört. Einige Jahre nachher aber wur-