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Achter Band. O bis Q.
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Pittacus von Mytilene Pittoresk

harten Kampf mit der Opposition anfs Neue. Er vermehrte die Streitkräfte desReichs, widersetzte sich der Emancipation der Katholiken, federte Spanien zumoffenen Kriege gegen England heraus, und schloß im April 1805 dasBündniß mitRußland, Ostreich und Schweden, welches, ohne seine Schuld, nur zu Frankreichs Machtvergrößerung beitrug. (Die Hauptbeschlüsse des wiener Congresses von, I.1815 waren zum Theil die Ausführung der Ideen, welche P. damals in einer Notean den rmss. Botschafter vom 1 9. Jan. 1805 entwickelte.) Unterl essen halte» An-strengung, Schmerz über vereitelte Entwürfe und chronische Übel feine Gesundheitgänzlich zerstört. Der Friede von Presbui g schlug jede Hoffnung in ihn, nieder.Seine Schwäche nahm zu, und er ahnte selbst s. Tod, auf den er sich mit christl.Fassung und Frömmigkeit vorbereitete. Seinem ehemal. Lehrer, dem Bischöfe vonLincoln, dicririe er s. letzten Wünsche, welche die Versorgung s. Nichten b. trafen.Er starb den 23. Jan. 1806 und ward in der Westminsterabtei begraben. P. warnicht reich; das Parlament bezahlte s. Lchulden, 40,000Pf., und im Aug. 1815ward das ihm von, Parlament errichtete Denkmal in der Westminsterabiei aufge-deckt. Noch jetzt feiern Freunde sein Andenken an s. Geburtstage. P. war im ver-trauten Umgänge, der auf wenige Freunde sich einschränkte, sehr liebenswürdig, leb-haft und munter, bescheiden und einnehmend. Öffentlich erschien er feierlich undkalt; S chmerz und Freude konnten seinen Gleichmukh nicht erschüttern. Klarheitund strenges Denken, ein fester und gerader Wille, eine nie wankende Treue gegendie Verfassung und das Glück seines Vaterlandes, und die beharrlichste Richtungseiner ganzen Thatkraft auf ein großes Ziel bezeichnen stillen öffentlichen Cha-rakter. Als Redner ward er, ungeachtet seines nicht gefälligen Ansehens, allgemeinbewundert. Er sprach leicht und gewählt, klar und gedrängt, rasch und mir steigen-dem Feuer, wenn er Unrecht bekämpfte, und besah eine große Geistesgegenwart.Z» seinem Hause lebte cr einfach und sittlich. Gifford hat die Geschichte seines po-litischen Lebens in 6 Bdn. geschrieben. Francis Thackerav schrieb cim „lll-.t.upr>l »ill. l'lii" in 2 Bdn. Die Parlamentsreden von P. sind zu London t» 3Bdn. herauegeg. worden. Die Stadt London hat P.'r Starue, sieh.nd, 12 Fußhoch, m Bionze von Chamrey 1829 verfertigen lassen. Vgl. das Leben von FopUNdPitt, von Hasse, im l. Hefte der „Zeitgenossen".

P > l t a c u s v o n M y l i I e n e, s. Sieben Weise .

Pittoresk, malerisch, ist m Hinsicht des Stoffs alles Dasjenige, wassich für malerische Behandlung eignet. Dies sind die sichlbaren Gegenstände, inso-fern sie von emer Seite (als Fläche) angesehen, eine Manmgfaliigkeit von Farben»tönen für einen iss erblick entfalten, und durch diesen Farbemeiz einen Schein vonBewegung und Freiheit empfangen (nicht das Starte, Unbewegliche, Todte fürsich), oder sich erst durch Licht und Farbe in höherer Bedeutung zeigen. Leichtläh, sich dieser Begiiff aus die malerische Darstellung selbst übertragen. Erfindungund Anorinung sind maleirsch, wenn sie dielen Bedingungen entsprechen. Alannennt aber auch gewisse Gedichte oder Beschreibungen pittoresk, welche die Ein-bildungskraft zur vollkömmen lebendigen Vorstellung malerischer Gegenden undAnsichten, gleichsam zur innern Vergegenwäi tigung der faibigen Welt, leicht undangenehm anregen. Auch Reisen werden pittoresk genannt, in welchen Beschrei,düngen dieser Art, vorzüglich mit bildlichen Darstellungen begleitet, enthaltensind. Das Pittoreske, oder vielmehr das Malerische im eigenilichen Sinneaber wird auch dem Poetischen und Plastischen entgegengesetzt. Man unterscheidetnämlich die poetische Erfindung und Anordnung, welche sich auf Bedeutung,Charakter und die darzustellende Grundidee eines Gemäldes bezieht, von der ma-lerischen, welche auf obigen Bedingungen ruht. Du Bos nennt eine malerischeCompbsition diejenige Anordnung der ju einem Gemälde nothwendigen Gegen-stände, welche mit dem Totaleindrucke desselben in Beziehung stehen. Eine gme