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gleich zurück und verwarf jedes Concordat mit Frankreich , da« »ich» alle Strei-tigkeiten beilegen würde. Er ward nun wieder als Gefangener behandelt ; aber esist nicht wahr, daß ihn Napoleon gemißhandelt habe. Nach Napoleons Abdankungfreigelassen, zog er, begleitet von engl, und östr. Soldaten, den 21. Mai 1811in Rom wieder ein und nahm aufs Neue Besitz von allen Ländern des Kirchenstaa-tes, mit Ausnahme von Avigno > und Venaissin , sowie eines kleinen, jenseits desPo gelegenen Landstriches von Ferrara . >Lw bestieg der Greis, dessen Schicksalund apostolische Einfalt im Leben Europa Achtung geboten, aufs Neue den ältestenThron der Christenheit. (Er war in der Reihe der Päpste, die von ^er Kirche fürorthodox gehalten werden, der 255ste.1 Schon dieser außerordentlich Umschwungder Verhältnisse mußte die Hoffnung einer völligen Rückkehr in die alte hierarchischeOrdnung der Kirche und der Staaten erzeugen, wenn auch das Streben dahindem Geiste der ausgeprägtesten und sölgerechiesten Staatskunst — dem Systemder römischen Curie — nicht natürlich gewesen wäre. Rom griff nach allen Rech-ten wieder, die es seit längerer Zeit verloren hatte, und es erlangte deren viele, weiles die Gunst der Umstände ohne Leidenschaft und selbst das leidenschaftliche Ent-gegenkommen der alten Ansichten nur mit Mäßigung benutzte. So geschah es, daßunter allen Reactionen und Restaurationen, dte in der letzten Zeit manchen nein»Keim politischer Gährung erzeugt n, der von P. VII. befolgte Restaurationsplander Kirche — die einzige Wiederherstellung der (Jesuiten d. 1. August 1811 ausge-nommen — am wenigsten zu heftigem Widerspruch reizte, ja daß er selbst dann nochfortschritt, wenn ihm offener Widerstand entgegentrat. Rom schien die neue Zeit zuverstehen, und wollte lieber sie gewinnen als bekämpfen und erdrücken. P. t li. waraber auch persönlich, obgleich während der letzteit Jahre seine« Lebens von streng-hierarchisch-kirchlichen Ideen befangen, jenem Geiste politischer Mäßigung nichtabgeneigt, kenn er war ein frommer Mann; allein, was s. Regierung diese ausge-zeichnete Stelle in der neuern Geschichte gab, war s. Freundes, des Cardinal« Con-salvi, Weisheit. Be<de Männer hatte persönliche Zuneigung und ihr gemeinschaft-licher Gang durch das öffentliche Leben aus das innigste verbunden. Der geistvolle,hochgebildete, welikluge Cvnsalvi besaß 23 I. hindurch das volle Vertrauen P.'sVl!., dessen Stütze er in den verhängnisvollsten Zeiten war. In der innern Ver-waltung derKirche gelang dem römischen Stuhle Alles, was P. VII. mit Beharr-lichkeit wiederherzustellen suchte; denn er betrieb es nach und nach, Vieles mir vor-bereitend, Manches, wie die Inquisition außerhalb Rom , scheinbar gar nicht.Er erfuhr daher bloßvon Leiten des CabinetS von Rio-Ianeiro unbedingten Wider-spruch durch die berühmte Note vom 1. April 1815, welche die Rückkehr der Ge-sellschaft Jesu in die Staaten Sr. allergetreuesten Maj. bestimmt ablehnte. Wiefest üA tgens P. VII. dem alten System der Kirche anhing, beweisen mehre Bullenund Breven desselben, z. B. die gegen die Verbreitung der Bibel, ferner da« Ver-fahren Roms gegen Wessenberg (s d., gegen die kath.Schweiz , u. A. m. In derVerwaltung der äußern Angelegenheiten derKirche wäret, die mit Frankreich , Bai-ei n und beidenSicilien abgeschlossenen Concordatcss. d.), sowie die Übereinkunftmit Preußen, fast ebenso viele Triumphe der römischen Staatskunst. Das Con-cordal mit Frankreich vom 16. Juli 1811 aber fand so viel Widerspruch in denKammern, daß eü nur theilweise vollzogen wurde, ohne StaatSgesetz zu sein. Dage-gen nahm der geheimere Einfluß Roms m Frankreich zu wie die nichtssagende Er-widerung des Hwzogs v. Blacas beweist, welche er am 15. Juli 1817, auf dieBeschwerde P.'s VII. über einige dem römisch-kath. Glauben widersprechendeGrundsätze der franz. Charte, gab; auch das Schreibe» des Cardinal« Erzbisch.von Toulouse über die gallicanische Kirchenfreiheit 1821, welche« jedoch die franz.Regierung mißbilligte, läßt sich aus jenem Einfluß erklären. In der weltlichen Ver-waltung des Kirchenstaats ist zu bemerken, daß P. V II. gegen die wiener Congreß-