Ü15
Plautus
Kvhlenschachte sich sammelnde Wasser herausvumpt. Durch diese Maschine wird e«möglich, die Kokken aus der Tiefe zu gewinnen und ungeachtet des Wassers fortzu-arbeiten. Auch ist ein großer Atollen zur Elbe gefübrt worden. Der Windberq istder höchste Berg dieser Gegend. An s. Fuße vorbei kommt man durch das s. LWst-baumzucht wegen bekannte Denken; hier beginnt das Thal wieder steh enger zu schlie-ßen, das Dörfchen Hainsbach li-gt maler sch vor uns, und rechts kommen wir dichtbei dem Riesenbette, e ner in einem schroffen Felsen sich wölbenden Höhle, vorbei.Nicht weit davon entsteht die Wcißeriß, aus dem Zusammenflüsse der wilden undder rothen Weißeritz. Das Thal, wo die wilde Weißeritz herausströmt, ist tief unddüster. Es ist so eng, daß die Breite des Wassers und Fahrwegs zusammen kaum24 Ellen beträgt. Zu beiden Seiten erheben sich Tannen über einander, stelle undnackte Klippen ragen dazwischen hervor, und brausend schäumt der Waldbach durchdies einsame Thal, wo man nur das Rauschen des Wassers und das Krächzen der Ra-ben hört; selten sieht man in der finstern Schlucht etwas Lebendiges, als etwa einenhochschwebenden Geier. Ganz verschieden ist der Charakter des letzten DritttheilSunsers plantschen Grundes; reich an romantischen Abwechselungen leitet er durchdas liebliche hestsberger Thal vollends bis zu dem Anblicke der Ruinen vonTharant.Dem Botaniker bietet der plauische Grund die mannigfaltigsten Kräuter, Pflanzenund Flechten; auch ^er Entomologe wird sich hier sehr befriedigt finden. Sonst fa-belte man von Schätzen an Gold und Silber, die in diesen Gebirgen zu finden wären;doch fand man nie eine Spur von edeln Metallen. In einer so romantischen Ge-gend kann es nicht an alten Sagen fehlen; am bekanntesten ist das Märchen vondem Zauberschloffe im Innern des Windberg. S. Der schief gegenüberliegende Burg-wartsberg macht dem Zauberschloffe die Größe des Reichthums noch streitig; dennvon ihm erzählt die Sage, daß eine ganze Kraupfanne voll Gold darin verzaubertliege, und daß bisweilen nächtlich blaue Flammen um seinen Gipfel tanzten. Soverknüpft rege Phantasie das Geheimnißvolle mit dem Tiefen, geahnete Schätze,einen innern deutungsvollen Kern, mit den sichtbaren Naturschönheiten. ^V>.
Plautus (Marcus AcciuS), einer der ältesten römischen Schausp'el>sichter,geb. aus Sarfina in Umbrien, lebte um 200 v. Chr. in Rom als Vorsteher einerSchauspielergesellschaft. Aue GellmS wissen wir, daß er sich wenigstens eine Zeitlang in einer sehr dürftigen Lage befand, die ihn nöthigte, sich s. Unterhalt miteiner Handmühle zu verdienen. Dabei scheint er jedoch eine unverwüstlich froheLaune gehabt zu haben; denn selbst in jener eben nicht zur Poesie einladenden Lagesoll er einige Lustspiele verfertigt haben. Noch sind uns 20 seiner für echt gehal-tenen Komödien meist vollständig erhallen worden. Die Namen sind theils von'Personen entlehnt, die in dem Stücke eine Rolle spielen, wie LniplOirno (der Ge-mahl der Alkmene, Mutter des Hercules), (änionlio (d. h. Kornwurm, Nameeines Schmarotzers), lIü'lien?. LseuN»!»,,, tltialni? (Namen von Sklaven),ll->oolncle!> (Name zweier Buhlerinnen), Urmwoliun (Name eines Zwillingsbrü-derpaares), äliler Iviiosu; (der großsprecherische Soldat), (äipiUi (die beidenGefangenen), äloioutnr (der Kaufmann), l'»e»i,l>i- (der Punier oder Carrha-ginenser), stiu,-, (der Perser), Irumilentu; (der Trotzige oder Wilde); theilsvon gewissen Dingen, die dem Ganzen zur Grundlage oder Entwickelung dienen,wie äulnOuiii, sÜ5lelIi>ria, älu.-Uellm ia, so. baluil-, (der Tops oder der Schatz,das Kästchen, die Gespenster). P.'s Verdienst besteht darin, daß er die griechi-schen Komödien des Diphilus, EpicharmuS u. A. theils übersetzend, theils nach-bildend, in die lat. Sprache übertrug, und dadurch diese selbst mit ausbilden undbereichern half. Die Alten können seine kernhafte, alterthümliche Sprache nichtgenug rühmen, und nach Barro meinte Jemand, die Musen, hätten sie latei-nisch reden wollen, würden sich der Plaurinischen Sprache bedient haben. Nichtweniger rühmte man den schalkhaften Witz und den Senrenzenreichlhum des alten