Band 
Achter Band. O bis Q.
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Plebejer Plej;

Komikers. Allerdings läßt sich für die Spräche des Umgangs und des gewöhnlichenLebens viel aus P. lernen, obwol sich vieles Alterthümliche und Veraltete beiihm findet, das nicht nachzuahmen ist. Auch an Witz und origineller Laune ge-bricht es den Plautüüschen Komödien nicht; aber die Sprache ist oft gemein, derScherz bisweilen unedel, ja schmuzig. Nicht selten ist der Gegenstand s. Stückeeine höchfl obscöne Geschichte, die spaßhaft behandelt wird. Im Allgemeinen hatsein Dialog größere Verdienste als die dramatische Entwickelung. Eine trefflicheAuS;. sämmtl. Plautinischen-Komödien hat Lrnesti besorgt (Lpz. 1760, 2 Bde.).Eine neuere AuSg. mit e. fortlauft Eomm. erschien Zweibrücken 1788 (3 Bde.);von Schmieder (Gott . 1801 — 5, 2 Bde.), und die neueste von Böthe (Berl.1808 — II) in 4 Bdn. Metrische Übers. lieferten Küffner (Wien 1808 — 1),Köpke (Berl. 1809 — 20 2Bde.) und Rost in Leipzig , der ihn auch durch mehreProgramme erläutert hat. 8.

Pl ebejer, Plebs, bei den Römern diejenige Volksclasse, welche nichtzu den Senatoren (s. Patrizier) und Rittern gehörte; in den letzter» Zeitender Republik auch alle Diejenigen, welche keine öffentliche StaatS.Miier bekleideten,sondern als Privatleute von ihrem Vermögen lebten, und überhaupt alle Diejeni-gen, deren Vermögen nicht wenigflenS 400,000 Sestertien betrug; sie mochtenübrigens Handwerker, Kaufleute, Unterbeamten, Soldaten, Bettler ic. sein. Vor-nehmlich nannte man Plebejer die ärmere Dolksclasse, die meist von den Spenden,welche ihnen der Staat oder die Reichen und ihre Patrone machten, und von dem(gesetzlich verbotenen) Verkaufe ihrer -Stimmen lebten. Man unterscheidet LWO.,rn-itica und Liebs urbiinn, und rechnet zu dieser alle in der Stadt lebende Hand-werker, Krämer, Bettler, Müßiggänger rc., zu jener die auf dem Lande lebende»,den Ackerbau treibenden Bürger, welche überhaupt der angesehenste und beste Theilder römischen Bürgerschaft waren. Über die Kämpfe der Plebejer mit den Patri-ziern ft Rom. In der blühendsten Zeit der Republik , nach dein Tode Sylla's,zählte man ungefähr 450,000 römische Bürger; davon lebte etwa die Hälfte inRom und der umliegenden Gegend, und bildete, nach Abzug der Senatoren undRitter, daselbst den dritten Stand.

Plectru m, das Instrument, womit die Alten die Lyra gewöhnlich spielten.Wahrscheinlich war es ein dünnes Stäbchen von Holz oder Elfenbein. Späterwurde es Sitte, die Saiten mit den Fingern anzuschlagen. Die Lacedamonier, dieimmer an der alten Sitte hingen, hielten dies für so unziemlich, daß sie einst einenLyristen deßhalb zu einer Geldstrafe verurtheilten.

Plejadcn, die 7 Töchter des Atlas. Die Fabel erzählt, Orion habe sieerblickt und liebend verfolgt, sie aber die Götter um Rettung angefleht, woraufJupiter sie in Tauben verwandelt habe. Daher das Siebengestirn.

Pleonasmus (Überfluß), in der Redekunst derjenige Fehler, wein, einund derselbe Begriff oder Gedanke ohne Grund und Nachdruck wiederholt ausge-drückt wird. Dies geschieht durch Wiederholung oder Gebrauch gleichbedeutenderWorte, oder solcher, deren Sinn in andern wenigstens zum Theil enthalten ist. Soist es pleonaflisch, zu sagen: „Der großmüthige Fürst, welcher gern dle Großmuchübt". In diesem Falle ist freilich der Pleonasmus seyr sichtbar; es gibt aber eineverborgenere Art desselben, gegen die selbst gute Schriftsteller nicht immer aufihrer Hut sind.

Pleß, Standesherrschaft, im Juni 1827 vom Könige von Preußen zueinem Fürflenthum erhoben, und Kreis in, schlesischen Regierungsbezirk Oppel»,hat 19 und 36,500 Einw. Die Stadt gl. N. (241 Häuser, 2080 Emw.)mit einen, Schlosse und der Regierungsbehörde, hat Leder - und Tuchhandel.Das Fürstenthum gibt seinem Besitzer, dem Fürsten Heinrich (geb. 30. Juli 1778),dem Bruder hes regierenden Herzogs von Anhalt-Köchen, 90,00'). Gld.Einkünfte,