Pleuresie Pliniug (der Ältere) L17
Pleuresi» (>>ts>n>!>->), die Entzündung der Pleura oder der Brustfelles,einer seröse» Haut, welche die innere Oberfläche der Brusthöhle umkleidet und sichauf die äußere Oberstäche der stanze fortsetzt. Die Pleuresie entsteht am häufig-sten von Erkältung, unterdrückter glicht, Rheumatismus und Blutungen. Sieverräth sich durch einen lebhaften, Meist stechenden Schmerz der -Beile (daher dieKrankheit im Deutschen Seitenstich genannt wird), durch kurzes beschwerliches,den Schmerz vermehrendes Achemholen, Husten und fieberhafte Symptome. ImAnfange ist der Husten trocken, später wird bisweilen unter kritischen Aus-leerungen, welche das Fieber entscheiden, eine große Menge von Schleim mit Er-leichterung ausgeworfen. Dann zertheilt sich die Entzündung, welche aber in an-dern Fällen auch in Eiterung und Ausschwitzüng übergeht, und es auch veranlaßt,daß die stinze mit dem Brustkasten verwächst. Ist die Krankheit zum ersten Malvorhanden, ist sie neu entstanden, wird sie frühzeitig genug erkannt und gehörig be-handelt, so ist die(ääefahr nicht groß. Blutegel und minder antiphkogistische Mittel,Ableitungen durch Veücatorien sind bei einer guten Behandlung vorzüglich wichtig.
Pleyel (Ignazä, ein wegen s. leichten Compositionen bele bter Instrumen-talcomponist, geb. im Östreichischen 1757, studirke die Compositwn unter An-leitung des großen Haydn bis 1786, wo er eine Reise nach Italien und Frankreich machte. Räch einem kurzen Aufenthalte in Paris warb er 1787 zum Kapell-meister am Münster zu Strasburg, mit einem Iahrgehalte von 4000 Fr., ernannt.Als aber während der Revolution die Kirchen geschloffen und alle Kirchendienerverabschiedet wurden, flüchtete sich P., der zwar, den Umständen nachgebend, eineHymne auf die Freiheit eomponirt, aber die Aufmerksamkeit der mit andern Sor-gen beschäftigten Regierung damit nicht gewonnen hatte, 1793 nach London , geradezu der Zeit, als Haydn sich ebenfalls daselbst befand. Er gab Concerte und wandtesich darauf wieder nach Paris , wo 1796 sein Name unter den Componisten deszweiten Ranges, welche seit derEroberung der Freiheit zur Verschönerung derNa-tionalfeste durch ihre Talente beigetragen hatten, feierlich mit ausgerufen wurde.Beitdem hat er eine Musikalienhandlung angelegt, welche sich zu einer der ansehn-lichsten in Europa erhoben hat. Zu besonderer Ehre gereicht ihm seine seit 1801 un-ternommene Ausg. einer „DibliotlnIno „m-W-ilr", in welcher er die vornehm«sien Werke der ersten ital., deutschen und franz. Meister zu liefern versprochen hat»Seine eignen Werke, die größtentheils in Offenbach und dann in s. Osficin erschienensind, zeichnen sich sämmtlich aus durch Leichtigkeit, Anmuth u. Gefälligkeit; doch sinddie spätern nicht mit gleichem Beifalle aufgenommen worden. Meistens sind sie fürInstrumentalmusik: Sinfonien, Sonaten, Duette, Trios, Quartette, Quintette:c.
Plinius (CajuS PliniuS Secundus ),, der Ältere, röm. Ritter, aus Novo-comum(Como )geb. 23. n. Chr.; einer der größten Gelehrten Roms. Er widmete sichder Rechtsgelehrsamkeit, machte aber auch als Unterbefehlshaber einen Feldzug inDeutschland mit und bekleidete späterhin mehre öffentliche Stellen, u. a. das Amteines Procurakors in Spanien . Seinen unzemeinen ForschungSzeist unterstützteein unermüdlicher Fleiß. Jeden Augenblick, den ihm seine Amtsgeschäfte freiließen, benutzte er zum Studiren. Überdies stand er sehr früh auf, selbst im Win-ter, legte sich oft gar nicht zu Bette und las selbst während des EffenS und Ba-dens, oder ließ sich vorlese». Dabei zeichnete er sich änisig Alles auf, was ih nmerkwürdig schien, und äußerte öfters, kein Buch sei so schlecht, daß man nichtEtwas daraus lernen könne. Konnte er selbst nicht schreiben, so dictiere er. Aufdiese Weise lieferte P., ungeachtet seiner vielen öffentlichen Geschäfte, bedeutendeWerke, die von seiner vielumfaffend-m Gelehrsamkeit zeugen. Endlich warder ein Opfer seiner Wißbegier. Er befand sich nämlich im I. Chr. 79 in der Nach-barschaft des Vesuv , als ein furchtbarer Ausbruch dieses Vulkans, ungeachtet derdrohenden Gefahr, ihn bewog, diese Erscheinung in der äinhe zu beobachte!».