Band 
Achter Band. O bis Q.
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Plinthe Plutarch bll)

jünger« Plinius" (Dortmund 1788). Eine deutsche Ubers. sammtl. Briefe gabenSchmidt (Franks, a. M. 1788 — 89, 2 Bde.), umgearbeitet von Strack (ebendas.1818), und Schäfer (Erlangen 18V1, 2 Bde.). Den Panegyrikus lieferten deutsch Schäfer (Ansbach 1784) und Wigand (Leipz. 1796). 8.

P l i n t h c, in der Architektur, ein platter Unterlaß für eiuen architektonischenKörper, der einen Fuß hat, vornehmlich aber der platte Untersatz des Säulenfußes,der Pilaster und der Postamente, auch Tafel genannt. Bei den Griechen bezeich-nete dies Wort einen Flies von gebrannter Erde, dergleichen als Unterlage derSäulen diente. Man nennt es auch dieSohle (stallen, roccolo, franz. rodeoder 5»r!,-), oder Sockel.

Plongeon wird das Bad genannt, wenn man sich mit dem Kopfe zuerstin das Wass r stürzt. Dadurch wird eine momentane Blutanhäufung im Kopfebewirkt, die Lungen das Herz, die Unterleibseingeweide verändern ihre Lage; vorzüg-lich die Haut erfährt einen lebhaften Eindruck. Man hat das Sturz bad in man-chen Badeorten, z. B. in Spaa, als Heilmittel in Gebrauch gezogen und besondereVorrichtungen zu demselben getroffen; auch suchtman die Wirkung aufdie Haut da-durch zu verstärken, daß sie unmittelbar nach dem Bade eine Zeit lang frotlirt wird.

Plot in, der bedeutendste unter den Neuplatonikern (s. d.) zu Lyko-polis in Agrpwn, 205 n. Chr. geb., studirle in Aleyandrien, wie man sagt, unterAmmoniuS, d e Philosophie, reiste 39 I. alt in den Orient, um dort die Wewheitder Magier ke nen zu lernen, und trat in s. 4t). Jahre als Lehrer der Philosophie inRom auf. Er begeisterte seine Schüler durch mündlichen Unterricht und Schriftenund starb an den Folgen einer strengen Lebensart in Campanien 270 n. Chr. Seinenthusiastischer Schüler Porphyr hat sein Leben beschrieben und auch seine Schrif-ten geordnet. MarüliuS FicinuS (s. d.) Hai sie zuerst herausgegeben und über-seht. Creuzer hat insbesondere die Abhandlung, welche von der Schönheit bandelt(Heidelb. 1814), herausgegeben; und Engelhardt die Enneaden des P. ins Deut-sche überseht und erläutert (Erlangen 1820 — 23). Wol drückte auch P.'sSvstemdas Gebrechen der Speculation, das Wirkliche seelenlos zu machen und zu verachtenund dennoch von ihm eine Wesenheit für das Ewige zu borgen; aber das Gemüthwaltet hier dock vor. Da ihm Raum und Materie nichts ist als Schein des Wirk-lichen, Schatten der Geister, so fodert er Gemeinschaft mit Gott und Anschauungdes Unendlichen. Denn die Intelligenz durchdriugk als Lichtwcsen alle Dinge, siesucht das Eine, das Gute als Urgrund von Allem. Dies geschieht nicht durch dasWissen, sondern durch unmuielbares Ergreifen und Schauen und Genießen alseiner Gegenwart. So fällt Anschauen und Angeschautes zusammen, die an-schauende Seele wird, was sie anschaut, wird das Eine, wiesle es war; denn sie,die Inrelbgenz, ist Bild des Einen, der das Eine umleuchrende, aus ihm heraus-leuchtente Lichtkreis. Die Natur des Geistes und des Seienden ist die erste undwahre Welt, nicht verschieden von sich, Nicht kraftlos durch Theilung, noch mangel-haft, noch durch Theile geworden, da ja jedes (Einzelne) nicht dem Ganzen entzogenist, sondern das ganze Leben desselben und aller Geist in Einem lebend und Einzumal ist. Alles ist nur Anschauen. Die Zeit ist ein Bild der Ewigkeit und von ihrausgeflossen. Tas Böse ist entweder scheinbar oder nothwendig; als nothwendigaber hört es aus, böse zu sein.

Pl us, mehr, bedeutet in der Rechnenkunst das Addiren; das Zeichen dafürist ein -s-. .4 -s- li heißt also so viel als 4 zu ll addirt. Auch drückt Plus die po-sitiven, wirklich vorhandenen Größen, als Gegensatz von minus (—) oder demZeichen der negativen aus.

Plutarch , ein gelehrter und fruchtbarer griech. Sck, iftsteller, aus Chä-ronea in Böotien(»m 50 n. Chr. geb.), der unter Trajan , st mein -Lchüler, wie Ei-nige berichten, bürgerliche Ehrenstellen bekleidete, die Philosophie in Rom vortrug