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Achter Band. O bis Q.
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Pluto

und um 120 odeb 130 als Priester in seinem Vaterland? starb. Er soll gegen 300Philosoph, und histor.Schriften verfaßt haben, wovon wir noch 125 besitzen; abermehre führen mit Unrecht s. Namen. Die erstern, die man gewöhnlich u. d. 0!.„I'.lbii--," oder „»or.ilu," begreift (in der letzten Ausgabe von Dan. Wyktenbach,Öxford 1195 —1810, 6 Bde., 4., 8.u. 12., und wieder abgedr. Leipz. in 10 Bdn.,deutsch von Kaltwasser, Frank. 1183— 1800, 9Bde.), in welchen er platonischeLehren erläutert, die Stoiker und Epikuräer bestreiket und sich besonders über mehreprakt. Gegenstände aufeine populaire Weise verbreitet, zeigen einen lebendigen Den-ker (z. B. die Schriften über Kindererziehung, über Muük :c.), der seine Delesinheitglücklich anwendet, um s. Gegenstand anziehend zu machen. Weine histor. Schrif-ten sind noch ausgezeichneter und für die Geschichte des Alterthums sehr wichtig,vorzüglich s. berühmten (44) Biographien und Parallelen berühmter Griechen undRömer (berausgeg. von Bryan, London 1129, 5 Bde., 4.; Leipzig 1812—14,9 Bde., I2.;von Korai«, Paris 1809—11, 6 Bde.; deutsch von Wchirach, Leipz.1116—19,1 Bde., und von Kaltwasser, Magdeburg 1199—1806, 10 Bde.);ferner römische und griech. Untersuchungen, Isis und Osiris , oder über ägyptischeAlterthümer und Apophihegmen. Die für die Geschichte der Philosophie brauchbareSchrift: „Über die Lehrmeimmgen der Philosophen" (hcrauögeg. von Cassini 1751und von Beck 1186), trägt wahrscheinlich mit Unrecht s. Namen. Weine Behand-lungsweisc ist leicht, oft bis zum Oberflächlichen, und ebenso sein Styl, dem manjedoch auch zu große Ausschmückung durch Sentenzen der ältern Philosophen undDichter vorwirft. Unter den Ausgaben aller seiner Werke sind nach denen vonHenr. StephanuS (Paris 1512, 13Bde.), von Rualdus (Paris 1624, 2 Bde.,Fol.), und den frankfurter Aurg. (1599 und 1620, 2 Bde., Fol.) die von Reiske(Leipz. 1114 —82,2 Bde.) und von Hütten (Tübingen 1191 —1805, 14 Bde.)die besten, Bon Iacg. Amyoi's Übers.: „l.o, vie>, ,1os iun,u,,<-, i!l>o>ties, im>I.ein ^roc-cks 9iulun,>„b erschien zu Paris 1825 eine neitt Ausgabe in 10 Bd».mit einer „diotwo ,ur lünt.irguo", von Korais . Bgl. Heeren über P.ültarchrni 3. Th. s. „H'stor. Werke". — In England, Frankreich, Italien, Rußland ,Östreich und Schweden gibt e« Sammlungen vaurländ. Biographien, die manPlutarche nennt. —r.

Plutos bei den Griechen Ais, Aides, der Unsichtbar'?), des Kronos (Uranus )und der Rhea dritter Sohn, ein Bruder Jupiter '« und Neplun'S, welchem bei derTheilung die nebelvolle Unterwelt zuflel. Dort, unter der Oberfläche der Erde,thront er als Herrscher über die Verstorbenen. So w it unter seiner Wohnung,als der Himmel über der Erde erhaben ist, liegt der Tartarus, zu welchem einevonihm selbst bewachte Pforte führt; dahin müsien nach ihrem Tode alle Menschenhinabsteigen. Mächtig, schrecklich, durch Bitten und Schmeicheln nicht zu er-weichen , ist der dunkelgelockte Gott. Dennoch entführt Hercules ihm seinen Hund,den furchtbaren Cerberus, der vor Pluto'« schauervoller Wohnung liegt, und ver-wundet ihn selbst in die Schulter. Er fährt auf einem Wagen von 4 schwarzenRossen gezogen, die er mit goldenem Zügel lenkt. Sein Helm macht unsichtbar.So viel erzählt von ihm die „Ilias ". Die „Odyssee" hat schon M mcheS anders.Weine Wohnung ist hier nicht ganz bestimmt unter der Erdoberfläche angegeben.Ulysses segelt von Aäa mit dem Boreaswinde einen ganzen Tag, schifft durch denOkeanos und landet bei den hohen Felsen und dem Haine der Persephone, P.'sGemahlin (s. Proserpina ), wo im ewigen Dunkel die Cimmerier wohnen. Beidiesen angelangt, geht er den Okeanos entlang und kommt so zu dem nächtlichenDunkel, des A,s Behausung, wo die Todten wohnen. Bei Hesiod führt amewig umnachteten Westrande der nördl. Erdhälfte eine Kluft in die Höhlung inner-halb der Erdscheibe zu den Todten hinab, eine andre in den Tartarus. Doch kom-men bei ihm zutter lehterm Namen auch beide unterirdische Abgründe vor. Homer