Band 
Achter Band. O bis Q.
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Plutus Plymouth 621

und die ihm Nächsten fabelten Innerhalb der Erdscheibe des Asches Reich, worin dieTodten, gute unk döse, wie hier die Lebenden, durch einander schweben, und nurwenige Götterfeinde Qualen erdulden; verschieden war der Tartarus. Als hieraufdie Philosophie durch kühnere Vermuthungen von derErdscheibe und endlich durchBekauptung einer schwebenden Erdkugel den uralten Tartarus verdrängte, und derGlaube an Vergeltung nach dem Tode sich ausbreitete, ward daS Tottenreich, zuerstallein innerhalb der Scheibe, dann auch von Einigen um die Mute der Kugel, inElysium und Tartarus gesondert. Solche Veränderungen hatten auch auf die Vor-stellung von dem Herrscher der Unterwelt Einfluß. Er gewann nicht nur an äuße-rer Macht und Herrlichkeit, auch die Idee von ihm gestaltete sich anders; er wardder Wohlthätige, der ,.e.Schlüssel der Erde i» f. Hand hakte und das Jahr mitFrüchten segnete: denn aus der nächtlichen Tiefe kommt aller Reichthum, alle Fülle.Kein Wunder daher, wenn die Spätern den Hades, ihn mir PlnkuS (s. d.) ver-mischend, Pluto nannten, und über die in den Eingeweiden der Erde verborgenenSchätze gebieten ließen. Er kämpfte mit seinen Brüdern gegen die Titanen underhielt' von den Cyklopen, die er befreit hatte, den unsichtbar machenden Helm, dener im Gigantenkriege dem Hermes, dem Perseus gegen die Gorqonen lieh, und dernachher aufMerioneS kam. DieErinnyen und Charon dienen ihm. Er richtet überjede bekannte und verborgene That, und ihm sind die 3 Richter, ÄakuS, Minos undRhadamanthus , untergeordnet. Bacchus, Hercules. Orpheus und Ulysses durftenlebend sein Reich betreten; den TheseuS lind PirithouS aber, die, nach Einigen,s. Gemahlin entführen wollten, ließ er darin fesseln; doch soll Ersterer späterhinvom Hercules wieder befreit worden sein. P.'S Dienst war unter den Griechen undRömern weit verbreitet. Heilig waren ihm Typresten, Buchsbaum, Narzissenund die Pflanze Adiantum (Frauenhaar); geopfert wurden ihm Stiere und Zie-gen in dem Schatten der Nacht, und seine Priester waren mit Cypreffen bekränzt.Abgebildet wird P. in düsterer Majestät, die Stirn von dem Haupthaar beschattet,und mit dickem Barte. Auf dem Haupte trägt er das Maß als Symbol, daß erohne Unterschied richtet. Zuweilen ist auch sein Haupt verschleiert. Ost auch trägter jenen Helm, oder eine Krone von Ebenholz, oder einen Kranz von Adiantum,oder von Narzissen. In der Hand hält er den zweizackigen Scepter, einen Stab odereinen Schlüssel; neben ihm ruht CerberuS. Er sitzt entweder aus einem Thronevon Ebenholz, oder fährt auf s. Wagen. Veine Beinamen sind der unterirdischeZeus, der swgische:c.

Plukus, des Iasion und der Ceres Sohn, der Gott des Reichthums. DieseAbstammung erklärt den Sinn der ganzen Allegorie, welcher kein andrer ist als:Ackerbau gibt Reichthum. Anfangs war P. sehend; da er aber mit s. Gaben nurdie Guten beglückte, so machte ihn Jupiter blind, damit er ohne Unterschied anGute und Böse s. Reichthum austheile. Sein Wohnsitz war tief unter der Erde.Er ist schwach, unvermögend und hinkt, wenn er zu Jemandem komme» will, aberschnellfüßig oder leichtbeschwingt eilt er von bannen. Das Glück (Tyche) trägt ihnauf den Armen, auch ist er inMinerva'S Gefolge. So allegorisirten die Dichterüber den Reichthum. Mit welchen Attributen er abgebildet wurde, ist unbekannt.Zuweilen wird er mit Pluto (s. d.) verwechselt.

PluviaIe, bei den Römern ein Regenmantel. Jetzt versteht man darunterein große? Meßgewand der kathol. Geistlichen, welches um den ganzen Leib gehtund vorn mit 2 Haken befestigt wird.

PluviuS, ein Regengeber (griech. Ombrios), ein Beiname des Jupiter .

Plymouth, Festung und Seestadt in Devonshire , zwischen dem Plymund Taniar, da wo beide sich in den britischen Tanal ergießen. Plymouth . Stone-house und Dock oder Plymouth -Dock bilden zusammen Eine Stadt. Die eigent-liche Stadt Plymouth (mit Llonehouse 4536 H. '0,000 Einw.) ist offen und