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Achter Band. O bis Q.
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622 Plymouth

ziemlich regelmäßig gebaut. Dock ist eine neue Stadt; seit 1760 sind ihre meistenGebäude entstanden, und gegenwärtig übertrifft sie Plymouth weit an Zierlichkeitder Häuser und Straßen. Seit 1821 heißt sie Devonport. hat 33,000 E., eink. Se»hospual und Handel. Sein schnelles Wachsthum verdankt Dock dem Dock-Pard (Schiffswerft) und seinen Arsenalen. Jenes Werft, nebst dem in PortS-mvuth das vollkommenste in der Welt, ist von der Lüadt durch eine hohe Mauerabgeändert, und keinem Unbefugten wird der Zutritt verstattet. Stadt undWerft werden durch starke Festungswerke vertheidigt. P. hak 2 Häfen, einen ost-wärts, Catwater genannt, und einen westlich, der Ham-Quze heißt. In letztermliegen die Kriegsschiffe zum Ausbessern und die abgetakelten; auch pflegen die »achOsten bestimmten Schiffe hier zu ankern, um den Voriheil des Windes zu erhal-ten, sowie die nach Westen bestimmten, aus eben dem Grunde, in Catwater an-kern. In der Nähe beider Häfen sind gute Magazine für die Kauffahrer. In Kriegg-zeiien ist P. ein Sammelplatz sowol der Canalfloite als auch der Convoyen, undeine Niederlage fürPriftngüier. Einwärts kommende Schiffe laufen hier gewöhn-lich ein, um sich mit Loossen, den Canal hinauf, zu versorgen. Kriegsschiffe von100 Kanonen und darüber werden von Ponsmouth hierher gebracht, weil dasWasser eine beträchtlichere Tiefe hat. P.'S Verkehr mit Neufundland hat sehrabgenommen. Der Antheil an der Sardellensischerei ist nicht unbeträchtlich. NachWestlndien führt P. viel Kalk aus. Die^iabriken beschränken sich auf eine großeGerberei, einige Seilerbahnen und eine -Legeltuchfabrik, bei welcher Flachs undHanf ebensowie Baumwolle und Wolle durch Maschinen gesponnen wird. Beidem Eingänge in die große Bai, an welcher P. liegt, befindet sich die Klippe Ed-dystone mit einem Leuchlkhurme, vor dessen Erbauung viele Schiffe in dieserv erend verunglückten. Der jetzige steht seit 1759 und ist ein Meisterwerk desberühmten Smeawn. In der Nahe liegt der schöne Landsitz des Lord Edge-cumbe auf dem Berge gl. N. Der Hafendamm vonP. (l'h,»-.>ni!> I„oMter, Wellenbrecher ) wurde 1812—20 erbaut. Seitdem England, bei s. See-kriegen, Frankreichs Haftn fortgehend blockiren mußte, um s. Seefahrt ruhig aufdem Meere fortsetzen zu können, empfand man den Mangel eines nahen Hafensam Canal, in den die kreuzenden Flotten bei heftigen Stürmen sicher einlaufenkönnten. Die Einfahrt in den Hafen zuFalmouth tst zu enge und erlaubt nur lang-sam aus- und cinzusegeln. Mehr Raum hatte die Rhede von P., aber sie war zuoffen, deßwegen zog man das Einlaufen zu Torbai vor, obgleich auch diese Rhede vorNordost- und Südostwinden nicht sicher ist; die Hauptarsenäle der Marine zu P.aber eigneten diesen Ort mehr zu einem Scherheitshafen. Daher baute man end-lich hier, nach deni Vorschlag der Herren Whidby und Rennie, einen Hafendammvon 1700 Parts (beinahe 1 engl. Meile, oder 4200 F.), der nebst 2 anschließen-den Dämmen das Meer, in der Entfernung von 3 engl. Seemeilen von der Küste,zu einem ter größten und sichersten Häfen einschließt. Zu dem Mitteldamm alleinverbrauchte man ungefähr 4060 Mill. Pf. Steine in Blöcken, an Gewicht jeder10,000—20,000 Pf. Z»n> Fundament verbrauchte man mehre 100,000 Ton-nen, jeden Stein zu 2000 Pf., von hartem Dcvoi shircmormor. Bei diesemRiescnbaue geschah das Sprengen der Felsen unter dem Wasser, an der Stelle derEinfahrt, duich Taucher. (Die Glcck« ist 7 F. hoch, 6 F. lang und 5 F. weit;2 Mann lassen sich nieder aus lcn Felsen, der zur Aussprengung angebohrt, dannabgehämmert und abgemeißelt wird.) Die Brück stücke wurden in die Höbe ge-wunden, oder man ebnete damit in der Tiefe.. In Bovelands-Bai, nahe bei P.,sieht man noch einen ankern Kunsitamm im Meere. Hier legen Kriegsschiffe an,um ihr süßes Wasser an Bord zu nehmen. Röhren fühi en das Quellwasser in eingroßes Becken, und aus diesem füllen durch Druckwerk Schläuche die W asscrtcnnenauf dem Schiffe, ohne daß diese von» Lager gerückt werden.