Plieuina Pochwerke 623
Pneuma, der Wind, Haue-, Meist, auch der heilige Meist (s. d.).
Pneumatik: 1) derjenige Theil der Aörometrie, welcher von dem Ge-wichte, dem Drucke und der Elasticität der Luft und den daraus hervorgehendenWirkungen, z. B. von der Bewegung luftförmiger Stoffe in Gefäßen und Röh-re,!, handelt; 2) so viel als Pneumarologie. «L. Karsten'« „L-Hrbegr. der gefanun-ten Vlarhemattk" (6. Bd.). ?luch verstand man sonst unter Pneumatologiein der Wölfischen Philosophie einen Theil der Metaphysik, der von den Meisternhantelt; an die Stelle derselben ist die Psychologie oder Seelenlehre, nämlich diemetaphysische, die auch vorzugsweise rationale genannt wird, getreten. Pneu-matisch-chemischer Apparat (von Priestley in s. „Versuchen und Beobacht,über verschiedene Gattungen der Luft", 1. Bd., beschr.) ist eine Geräthschaft, inwelcher man lustförmige Stoffe erzeugen oder auffangen und ihre Eigenschaftenuntersuchen kann. Man lheilt ihn in den gemeinen Wasserapparat und in denQ, ecksilkerapparat, je nachdem das Behältniß, worin die Luft sich befindet, mitWasser oder Quecksilber, um die atmosphärische Luft abzuhalten, gesperrt isl. Letz-teres wird bei denjenigen Lustarien angewendet, die sich mit dem Wasser vermi-schen winden. — Pneumatische Plüsch ine, die, uni einen luftleerenRaum als bewegende Kraft zu benutzen, ist eine Erfindung, die Samuel Brownin London vor einigen Jahren gemacht und, durch Patente begünstigt, in England,Schottland und Nordamerika angewendet hat. Ein Cylinder wird mittelst Ver-brennend von Wasserstoffgas in demselben, inte», die verdünnte Luft durch Klap-pen einströmt, luftleer gemacht, lusidichr verschlossen und durch Wass-r kühl erhal-len, der forkwäb'-nd luftleer erhaltene Raum aber mittelst des Drucks der Atmo-sphäre aus dcnülben (9 Pfund aus 1 Quadrarzoll), als bewegende Kraft zu ver-schiedenen Zwecken bei Maschinen benutzt, z. B. um Räder oder Stämpel in Be-wegung zu setzen, oder Lasten zu heben ic. Der Auswand für das dazu nöthigeGas (,Zo vom Cubikinhalt des Cylinders) ist geringer als der für das zur Fort-treibung eines DampsbooteS nöthige Brennmaterial. Diese leichte und tragbareMaschine nimmt, bei gleicher Kraft als eine um s schwerere Dampfmaschine, we-niger Raum ein und ist ganz gefahrlos. Auch sind die Kosten des Baues dersel-ben wie die der Unterhaltung und Ausbesserung minder beträchtlich als bei derDampfmaschine. Sie ist mit wenig Kosten vorzüglich anwendbar zur Hebung desWassers, z. B. bei Trockenlegung von Sümpfen, AnsuUung von Wasserdehält-nissen :c. Die von Cecil erfundene epplodirende Maschine ist von der pneumatischenganz verschieden. Dort wird ein verschlossener Cylinder mittelst Explosion einerMischung von Wasserstoffgas und atmosphärischer Luft luftleer gemacht.
P o, der größte Fluß m Italien , w-lcher inP emont an den, zu den cottischenAlpen gehörigen Berge Viso, in einer Höhe von 6090 Fuß, bei dem Dorfe Plandel Re, an der franz. Grenze entspringt, von W. nach O. stießt, Piemvnt durch-strömt und von Pavia an die südliche Grenze des lon-barlisch venelianischen König-reichs gegen die sardinischen Staaten, Parma, Modena und den Kirchenstaat bil-det. Er nimmt aus seinem 10 Meilen langen Lause links die Dona, Sesia, denTessino, die Atta, den Oglio und Mlncio, und rechn? den Tanaro mit dem Siura,die Scrivia, Trebia , Taro, L-nza, Crvstolo, S-chla, den Panaro und Renoauf und ergießt sich in einer -lfache» Mündung in den venelianischen Meerbusen.Er ist für Obernalien die Haupthandelsstraße; doch richtet er auch durch Über-schwemmungen öfters großen Schake» an und verändert sogar von Zeit zu Zeit s.Bette, wo dann die verlassenen Sumpfstellen zum Reisbau benutzt werden. Anvielen Orten ist er mit Dämmen eingefaßt. Der Canal Gran Naviglo verbindetin einer geraden Linie den Tessinofiuß mit dem Po.
Pochwer k e, Maschinen, mittelst welcher Erze, auch Materialien zuder Bereitung des Porzellans und des Steinguts rc. zerkleinert werden. Ihre