Band 
Achter Band. O bis Q.
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Podagra Poelemburg 625

Arabischen, aus dein er n-ehre übersetzte, und ging 1636 als Pros. dieser Sprachenach Oxford . Auf die Einladung s. Freundes Z. Greaves aber, ihn nach deinOrient zu begleiten, nahm er 1637 Urlaub und reiste nach Konstantinopel . Seindortiger Aufenthalt war ihm für s. weitere Vervollkommnung in den Morgenland.Sprachen ungemein nützlich. Er kam 1640 zurück. Die Zerrüttung s. Vater»lautes beunruhigte auch ihn auf mancherlei Weise'. 1648 ward ihm die Professurder hebr. Sprache zu Oxford übertragen. P. lebte ganz s. Pflichten und Studienund gab 1650 s. „8peoin>tui IIi.-itoii.io e4r.ibun>" mit gelehrten Anmerkungenheraus. Bedeutenden Antheil nahm er an der Walton'schen Polyglotte. Von s.Schriften nennen wir ferner: „O>r,»en >41, u Irinaäli? '1'ox, arab. und lat.;„(!ii;-;o>H >4bul bur.ijii llirtoria 11v».i5ti» »rn", arab. und lat. (1663 — 74);„I'orls bivsis etc-.". Er st. d. 10. Sept. 1601. — Pococke (Richard), einVerwandter des Vorigen, war 1704 geb., studirte zu Oxford , bereiste mehre Län-der Europas und besuchte von 1737—41 Ägypten, Palästina, Syrien, Meso-potamien, Cypern, Kandia, Kleinasien und Konsiantinopel. S. s. „vo o>>-piion os tlic: 1-A-it u»ck some otbei countrie»" (2 Bde., Fol., 1743 und 1745).Dieses Werk ist noch jetzt von großem Werthe, besonders in Hinsicht auf Gebäude,Zuschriften u. a. Überreste des Alterthums. Er st. 1765.

Podagra (-->§---, Schmerz, Fuß), diejenige Art der Gicht,

welche durch weinen, nach gewissen Zeitabschnitten regelmäßig eintretenden Anfallmit Schmerz in den Gelenken des Fußes, besonders in der großen Fußzehe, sichauszeichnet, Fußgicht. Die Schmerzen sind so stark, als wenn eine glühendeKohle auf der großen Fußzehe läge, oder das Gelenk derselben mit einem glühendenEisen aiiseinandergeiriebcn würde. In einem hohen Grade der Krankheit ist derganze Fuß so äußerst empfindlich, daß der geringste Druck, die leiseste Berührung,selbst die Erschütterung von einer starken Bewegung der Luft, die Schmerzen aufeine unerträgliche Weise vermehrt. Die erste Periode ist besonders schmerzhaft,indem die Entzündung der Gelenkflächen vorherrscht, wodurch die Nerven heftigangegriffen und jene schmerzlichen Gefühle erregt werden. Nach 8, zuweilen erstnach 14 Tagen läßt der Schmerz »ach, indem die Entzündung allmälig verschwin-det, und Geschwulst sich bildet. Diese enthält das Erzcugniß der gichlischen Ent-zündung, Auoschwitzung von lymphatischer, zäher Feuchtigkeit, mit erdigenThei-len vermischt. Sie setzt sich allmälig, allein es bleiben doch hier und da knotigeAnschwellungen auf dem Fuße zurück. Die Anfälle kommen gewöhnlich des Jah-res 1 Mal, im Frühling oder im Herbste, bei Manchem auch 2 Mal, selten öf-ter. So lange der Anfall regelmäßig-erscheint, ist er von keiner Gefahr, weil dieNatur noch so viel Kraft hat, den Gichtstoff gleichsam an die entferntesteGrenze des Organismus zu treiben und ihn daselbst auszuscheiden. Die Meinung»daß gegen Podagra nichts anzuwenden sei, und Zeder, wer einmal einen Anfalldavon habe, nicht wieder frei davon werden könne, ist ungegründet. Durch Ab-kürzung der Periode ''er Entzündung kann der kritische Absatz des gichtischen Stoffsbefördert und der schmerz in kürzerer Zeit gelindert werden. Zn der Zwischenzeitdir einzelnen Anfälle kann die Gichtkrankheit selbst durch Verbesserung der Lebens-weise und Diät, durch den Gebrauch einfacher Mittel und durch Vermeidung derveranlassenden Ursachen allmälig vermindert und gehoben werden; durch Vernach-lässigung dieser Maßregeln hingegen nimmt die Krankheit zu und veranlaßt endlich,wenn die Kraft schwächer wird, unregelmäßige Gichtanfälle, das Podagra schlägtzurück, nach dem gewöhnlichen Sprachgebrauchs und der Kranke kommt immerin Lebensgefahr. (S. Arthri tisch.) U.

P o d a l i r i u s, s. Äskulap. ^

Poelemburg (Cornelius), Maler, geb. zu Utrecht 1586, war eir.Schü»ler von Abr. Bloemaert, und ging sodann nach Rom , wo er Adam Elzhaimer'SEonversarionö-Lericon. Bd. VIII. 40