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Portiers (Diane de)
zeichnet sich der ehemals mit einer Bildsäule des Königs Ludwig XI V. gezierte Kö-nigSplatz aus. Merkivürdige Gebäude sind die Kirchen (vor der Revolution eineHauptkirche, 22 Pfarrkirchen und eine Menge a. Kirchen, Capellen und Klöster).Die von Kar! VII. 1431 gestiftete Universität ging während der Revolution ein;statt derselben befindet sich hier eine Akademie mit 2 Faculräten und ein Lyceum ;auch sind daselbst e. öffentliche Bibliothek, e. botan. Garten, e. Athenäum, e. 8u-,-iö!c ,1 ö»>nln!ic>» und e. Ackerbaugesellschaft. P. hat Fabriken in wollenenMützen und Strümpfen, Gerbereien und Branntweinbrennereien. Noch siehtman Überreste römischer Alterthümer. — PoitierS (Schlacht bei). Dassalische Gesetz, welches in Fr^ikreich die weibliche Linie von der Erbschaft des Lan-des und der Krone ausschloß, war die Ursache zu einer Menge blutiger Kriege zwi-schen Frankreich und England, dessen Könige theils aus Frankreich herstanmUen,theils aus Verheirarhung mit sranz. Königstöchtern Ansprüche herleiteten. Indiesen Kriegen, die mehr als 200 Jahre fortdauerten, wo nur immer kurze Zeit-räume des Friedens neue Kraft zum Kampfe gewähren sollten, kommen mehreSchlachte» vor, die Frankreich oft an den Rand des Verderbens brachten. Nament-lich gehört dahin die aus dem nahen Felde Maupertuis vom schwarzen Prinzen,wie man den Sohn des engl. Königs, Eduards III., wegen s. schwarzen Rüstungnannte, am 10. Sept. 1358 gelieferte Schlacht. Das Heer, das übers Meerherübcrgekommcn war, betrug kaum 8000 M., während das des sranz. Königs,Johann, gegen 80,000 gezählt haben soll. Aber wenn auch die Tapferkeit derRitter, die in diesen Heeren dienten, gleich war, so hatte das engl Heer doch vordem feindlichen mehr Ordnung und Gehorsam voraus, und daher kam es, daßgleich die Vorhut der Franzofen geschlagen, und fast im ersten Zusammentreff n derMittelpunkt derselben gesprengt wurde. Die franz. Großen sorgten nur für ihreSicherheit, und so endigte der Tag damit, daß der König Johann allein mit seinenScharen aufs tapferste focht, bis endlich ein Geschwader deutscher Reiter, das inder ersten Linie stand, s. Führer im heißen Kampfe verlor und anSeinanderstäubte.Da drang Alles auf den König selbst ein, und er ward von einem sranz. verbanntenRitter , dem er sich ergab, zu dem schwarzen Prinzen gebracht. Der LSieger behan-delte ihn echt ritterlich für die Person und wartete ihm selbst bei der Abendtafel auf,vertrat die Stelle des Stallmeisters, als er s. Gefangenen in London einbrachte;allein um s. Freiheit wiederzuerhalten, mußte Johann dem König Eduard III.,nach Verlauf von 4 Jahren, mehre Provinzen abtreten und sich mit einer großenGeldsumme lösen. Merkwürdig ist es, daß in den Berichten von dieser Schlachtder Kanonen keine Erwähnung geschieht, obwol man sich derselben schon in derSchlacht vonCrecy, die der Vater des Königs Johann auf gleiche unglückliche Artverlor, 1346 bedient haben soll. Dadurch wird dieser Umstand zweifelhaft, oderaber man hatte den Nutzen der Kanonen nicht bedeutend gefunden.
PoitierS (Diane de), Herzogin v. Valentmois, geb. 1500, T. von Jeante P., Grafen v. cLaim-Ballier, aus einer alten und angesehenen Familie derTDauphinö. Von der Natur mit allen Reizen der Gestalt und des Geistes aus-gestattet, ward sie Ehrenfräulein der Königin Claudia und benutzte ihr Ansehenzum Vortheil ihrer Famlie. Als ihr Vater, weil er die Flucht des Conretable vonBourbon begünstigt haben sollte, zum Tode verurtheilt worden war, wirkten vor-nehmlich ihre Bitten ihm Gnade aus. Sie haue sich schon 1514 mit Louis deBrej'i, Großsenechal der Normandie , vermählt, und gebar demselben 2 Töchter,deren eine sich mit dem Herzoge v. Bouillon, die andre mit dem Herzoge ».An-male verheirathete. 1531 starb ihr Gemahl, und geraume Zeit danach, als siewenigstens 40 Jahre alt war, faßte der 18jährige König Heinrich ll. die heftigsteLiebe für sie, und sie wußte ihre Herrschaft fast 20 Jahre lang, bis zu des KönigsTode, zu behaupten. Heinrich verlor in Dianens Umgang die Rohhcit des Cha«