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Pola Pole
rakters die ihm von Natur eigen war, und nahm eine Sanftmnth an, die er fortanbei deiner Gelegenheit verleugnete; zugleich aber gewöhnte er sich unter ihrer Lei-tung an Zerstreuung, äuß rn Prunk und Verschwendung, welche die nachtkcilig-sien Wirkungen hatten. Diane v. P. gehörte zu den seltenen Frauen, deren kör-perliche Rene nie zu welken scheinen. „Ich sah sie", sagt Brantome, „6 Mo-nate vor ihrem Tode noch si> schön, daß ich kein so'steinernes Herz kenne, das nichtvon ihr gerührt worden wäre. Schade, daß einen so schönen Körper die Erdedeckt; sie war sekr gutmüthig, miileidig und wohlthätig. Da« Volk mag Gott bitten, daß nie eine schlnnmere Geliebte des Königs kommen möge". Nach Hein-richs Tode zog sich Diane auf das prächtige Schloß Anet zurück und starb da-selbst 1566.
Pola, Stadt und Hafen in Istrien (tu dem triesterGubernium des östreich.Königreichs Illyrien gehörig), Sitz eines Bischofs, zeigt noch die Spuren seinerBlüthe als Oim-,5 unter römische,' Herrschaft. Jetzt, auf 8 — 960 Einw.herangekommen, sieht man innerhalb seiner allen Mauern ein Amphitheater, dasder Berechnung zufolge an 18,000 Menschen soffen konnte. Diese Trümmergeben dem Orte eine Bedeutung, die den Reiz seiner Lage erhöbt. Durch Spon'SAngaben war nmn aufmerksam auf P. geworden, und Eaffas's geschmackvolleZeichnungen haben dieses Interesse vermehrt. Jenes Amphitheater gleicht im All-gemeinen den andern auf uns gekommenen, doch weicht es durch 4 Strebepfeiler,welche an den 4 Ecken eines in die Ellipse hineingedachlen Vierecks angebracht sind,von den bis jetzt bekannten so sehr ab, daß man in Ungewißheit über die Erbauerund die Zeit der Erbauung geräth. Nach CaffaS'S Angabe ist das Gebäude nichtaus dem festen istrischen Steine erbaut, der von den Baumeistern so hoch geschätztwird. Es besteht aus 3 Stockwerken, deren jedes durch 12 Arcaden oder Fensterdurchbrochen ist. Treppen sind in dem Gebäude, dessen Außenwand beinah alleinerhalten ist, nicht mehr vorhanden. Vielleicht verdankt es diesem Umstände seineDauer. Im Munde des Volkes ist es u. d. N. Orlandina bekannt. Die Liebe zuden Denkmälern der Vorzeit hat auch dort neuere Nachsuchungen veranlaßt, derenuns unbekanntes Ergebniß man in einer Schrift von Stancovich („!)>-!!' gntti-teutro üi pc>! >", Venedig 1822) antrifft. Einer Zeit des reinern Geschmacksgehöre,! die beiden Tempel an, von denen jedoch nur einer vollständig auf unsereZeit gekommen ist. Durch seine Ausschrift: „lt»,»>,e et 4ugui,->t"", verräth erdas glänzendste Zeitalter der römischen Kunst. P. blühte am meisten unter Seve-riis, wo es den stolzen Titel: „I1e5,ml,Iia,> ?»><-,>,i,", in Steinschriften gebrauch-te, wie noch vorhandene Jnschriftfragmente darthun. Don einem Palaste der JuliaDomna , Sept. Severus zweiter Gemahlin, sind nur wenige Steine übrig. Voll-ständiger ist ein Triumphbogen auf uns gekommen, den Salvia Post.una ihremGemahle, dem Serzius LepiduS, Adil und KriegStribun der 29. Legion, errichtenließ, und der jetzt u. d. N. po, tu »urru als Thor der Stadt gebraucht wird. -Ob-gleich der Statuen b-raubt, die einst darauf gestanden haben mögen, fällt er dochno ch durch die Zierlichkeit s. Bauart und durch den Reichthum feines Schmuckessehr inSAuge. Wahrscheinlich steht auch die Kirne, nach ital. Weile Dom ge-nannt, auf den Trümmern eines Tempels, dessen Überr.ste in der Nachbarschaftsichtbar sind. Die gefälligsten und genauesten Ansichten tiefer schönen DenkmälerhalCassaS in der pitloieignv »!>- I'ittrw ot >la lu läulni.Ge" gegeben,
und Spon die Inschriften am besten verzeichnet. 19.
Pole hetßcn die Endpunkte einer Ax e (s. d.). Es gibt aus der Erde 2 solchePunkte: der Nordpol (arktischer Pol) und der Südpol (antarktischer Pol). Indemsich nämlich die Erde um ihre Axe dreht, bleiben dabei diese beiden Punkte ihrerOberfläche in ihrer relativen Ruhe. Über die Bemühungen, bis zu dem ersten die-ser beiden Punkte zu gelangen, s. Nordpolexpeditionen. (Vgl. Südpolar-