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Achter Band. O bis Q.
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638 Polarkreis Polemik

ist. Die welkere Ausführung dieser Andeutungen gehört in die Naturph^E^k-,S. Schelling'S „Ideen zu einer Philosophie der Natur", und Steffens s , K-n Züge der Philosoph. Naturwiffenschaft" (Berl. I8t.6); insbes. Prohaska'such einer empirischen Darstellung des polar. Naturgesetzes"; Wildrand'Gesetz der Polarität", und Neumann's „Krit. Unters, der alig. Polarüa S(Lpz.1822).

P o l a r k r e i s, s. Erdstrich.

P o l a r st e r n ist der Stern, welcher dem Nordpol am nächsten steh" Kl-ein Fipstern zweiter Größe am äußersten Ende in dem Schwänze des k>e>ren, und dient als Zeichen, die Mitternachtsgegend und die Lage des N^rdpzusinden, daher auch der Name Leitstern. Dem Südpole steht das vCaille entwoi fene Sternbild des Seeoclanten am nächsten. Weil dieses s ihetSterne fünfter Größe hat, so wird das /Z der kleinen Wofferschlange,

11° betragenden Abstandes voni Pole ungeachtet, als südl. Polarstern ^ Mtig''

Polemik (von 7r-,Xk-a->e, d. ii Krieg, Kamps, Streit), die K«E> stÜkeit oder Slreilkunst. Man hat den Ausdruck insbesondere von einem! leifrig behandelten Theile der theolog. Wissenschaften gebraucht, und Pose" ^ielvauch durch Streittheologie übersetzt. Die Theologie ist an sich zwar keinede, sondern geht nur daraus aus, die religiöse Wahrheit zur ErkenntÜberzeugung zu bringen; weil aber dieselbe vielfach angefochten und mit M >minder scheinbaren oder wichtigen Gründen bestellten worden ist, wußte!eine streitende werten, und die Kirche besonders bedurfte ihrer , um

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sich

Feinde und Gegner des Christenthums und der Kirchenlehre, gegen Zw^ ^Li rlehrcr zu vertheidigen und zü verwahren, Auch ist der Friede auf'Esbenach religiöser Ansichr, nicht ohne Streit zü gewinnen. Ein mildernder e ftkden man Lasur erfand, Elenchnk oder elenchtische Theologie, änderte ^wesentlichen Bedeutung eigentlich nichts. Ln neuerer Zeit Hai man AU-?lp ologetik dafür beliebt, und damit im engern Sinne die wisscnsch«si"^M^Iheidlgung des Christenthunis, s. Wahrheit und Göttlichkeit bezeichnet,

das Wort Polemik sich m, hr auf die Dektheidi'guäg der eigentlich sog<n.K-r<?^.irgendeiner der christl. Parteien zu beschiünken schien. Der Name Apowg^r.tdie frühesten Kirchenvater insofern für sich, als Liese ihre gegen Ludengerichteten Derchenigungsschriflen, die ihren Glauben und ihre L'hre d*» -^stzescherlei Einwürfe und Vorwürfe, gegen Beschuldigungen und Zweifel rechsollten, Apologien nannten. Da aber die in der Kirchenlehre nusgelrWahrheit sich in den Augen dcr K ii chengliöder von der Wahrheit desselbst nicht entfernt, und die Kirchenlehre eigentlich noch mehr als dasthum Dasjenige ist, dem widersprochen wird, fo g»lt die Apologetik auchder von der Vertheidigung der Knochenlehre^ ivosür sonst der Ausdruck , hxavlüein wart Es würd dieselbe ouc!, bis wir ckiülske des 18. Zahrh- >0 st,,

gstnein warf Es ward dieselbe auch bis zür2, Hülfte deü lfl. Lahrh- !i m HaüPtlheil der lheolog. Wiss- nschasktn behandelt,, daß nicht bloß zähst ^,,zie"lehrte Werke über die Polemik erschienen , sondern auch auf deutsche» Üs"s zssB'dieselbe in besondern Dörirägen abg. handelt tvard., Sie kam durch theoleg-^scchicr ist Verachtung, und die neuere Zeit, die nur zu schrDür, ^liche DogUiatik oder Kirchenlehre nennt, hat fallen lassen, gab dennlemik auf, aber mehr, als gut ist

„ - >!)»-au---W i-dern es ffemf dem Theologen

logischer Und wissenschaftlicher Methode die Feste s. Überzeugung r.nl'.der ^,,,dcsbei enBekenntniß er sich verpflichtet, zu vertheidigen, und wenn es Noth nSl»;

diesem defensiven auch einen offensiven Kampf zu führen wisse, einen A

iich, der nicht ohne Liebe, aber mit Wahrhcüseis. rauch die Gründe he.si^ ^ h'sdie eine andre als die allein mir Wohl heil auftretende Lehre sich siEs 'Magreift sich, daß jede kirchliche Partei eine eigne Polennk haben muß, obwo