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Achter Band. O bis Q.
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Pollux Polnische Literatur

tisch ist. Er schrieb es in 2 Tagen, achtete es aber so wenig, daß es ohne die Sorg-falt s. Freunde vielleicht verloren sein würde. (Beste AuSg. Padua 1749.) SeineItalien . Canzonen, Canwnetten, Balladen u. dgl. zeichnen sich aus durch Eleganz undJdeenreichthum. Die Verschwörung derPazzi wurde von ihm der.stcachwelt in einerkleinen Schrift erzählt, die als Muster der historischen Darstellung und einer schönenLatinität anzusehen ist, wiewol er selbst nicht ruhig und unbefangen genug in dieserSache erzählen konnte. Florenz begrüßte den neuen Papst Jnnocenz Vill. durcheine feierliche Gesandtschaft, an deren Wpitze Lorenzo v. Medici stand, und der alseine Zierde P. beigegeben ward. Der Papst empfing ihn mit Auszeichnung undtrug ihm auf, die noch unbearbeiteten griech. Geschichtschreiber ins Latein, zu über-setzen. Dem gemäß unternahm P. nach s. Rückkunft die Übersetzung des Hero-tian, welche der Papst, Zu ähnlichen Arbeiten aufmunternd, mit 200 Goldduka-ten belohnte. Zugleich empfahl er ihn auf das Angelegentlichste dem Lorenzo, aufdessen Wunsch P. das Enchiridion des Epiktet, die Probleme des Alerander vonAphrodifium, die Lebensgeschichte des Plutarch, ei» Werk des Athanasius zur Em-pfehlung der Psalmen Davids und den Eharmides des Plato ins Latein, übersetzte.Bon Letzter»! ist uns nur ein Bruchstück übrig geblieben. Ganz verloren ist uns abers. Übersetzung des Homer und der Aphorismen des Hippokrates, welche letztere be-weist, daß er auch auf die Medicin ein mehr als oberflächliches Studium wendete.Eine so seltene Gelehrsamkeit verschaffte dem P. den Lehrstuhl der griech. und latein.Sprache an dem florentinischen Lyceum, dem er mit so großem Beifalle vorstand,daß aus allen Ländern Europas , wo die Wissenschaften auszublühen begannen, ihmZuhörer zuströmten, ja selbst die gelehrtesten Männer s. Zeit unter s. SchülernPlatz nahmen. Die vielfachen Anfeindungen und Verleumdungen, welche iymseine gelehrte Wirksamkeit und die Auszeichnungen von Seiten Lorenzos zuzogen,der nie aufhörte, ihn zu lieben und hochzuachten, trotz der Gegenvorstellungen s. eig-nen Gemahlin, deren Abneigung P. sich theils durch s. äußere Mißgestalt, theilsdurch s. rauhen Sitten zugezogen haben mochte, hatten in P. Trübsinn und Le-bensüberdruß erzeugt, welche nach dem Tode s. Beschützers Lorenzo und (.FreundesP>co della Mirandola seinem Leben 1494 ein Ende machten. 51.

Pollup, s. Kastor.

PolnischeLiteratur. Ungeachtet die Derheirathung des Miecislawmit der böhmischen Königstochter Donibrowka schon im Z. 985 die Veranlassungder Einführung des Christenthums in Polen war, so vernichteten dock die steten in-nern und äußern Kämpfe die Wirkungen, welche dieses Ereigniß auf die Entwilde-rung des Landes hätte haben können. Das „(Ibroncko» 88,vo-8nl nintwuo, l'ro-ousii (angeblich der erste Bischof von Krakau, gest. 986) ot,-.", Warschau 1827,ist eine historisch unechte, obwol literarisch merkwürdige Compilation. Erst vom 12.Jahrh. an beginnt die polik.Literatur mit den latein. geschriebenen vatei länd. Chro-niken des Mart. Gallus (um 1109), Nicvl.Kadlubek (gest. 1223) und Boguphalus(gest. 1255) und der Chronik der Päpste und deutschen Kaiser desMart. Slrzempski(oderPolonus, gest. 1279). Von Dincenz Kadlubek's „lies geslne l'riiwPou, ,->oIlepmni l'vlo, IN,«-" erschien zu Warschau 1824 eine neue Aufl., mit Dzierswan's„(18,0,na«» l'oloiioi»»," (a. d. 13. Jahrh.) verm. Nach einem geraumen Still-stände bereitete Cassmir III. oder der Große (reg. von 1333—70) eine bessere Zeitvor. Er ließ nicht nur viele Städte erbauen, sondern auch 1347 ein eignes Gesetz-buch abfassen, hielt zuerst Reichstage, begünstigte den Ackerbau und die Gewerbe,und stifteie 1347 die Universität Krakau, welche 1400 von Neuem gestiftet wurde,aber erst im 16. Jahrh, aufblühte. Der von ihm gelegte Same keimte jedoch nurlangsam und still fort, und da« Vorwärtsschreiten der Bildung wurde erst in Joh.Dlugosz, Bischofs zum Lemberg (gest. 1480), gehaltvoller und an Actenstücken rei-cher poln.Geschichte, und in der Errichtung der ersten poln. Druckerei in Krakau um