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Achter Band. O bis Q.
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Polnische Literatur

sicher Quellen), Stanislaus Orzechowrki, Mark. Tromer, der staatskundige Ioh.Demelr. SulikowSki, Stau Sl. Kob,erzycki (Geschichte Wladislaus IV. in classi-schem Latein), der freimüthige Paul Piasecki, der vvrurtheilsfreie Vespafian Ko-chowski, und vor?lllen der hochverdiente Jesuit Naruszewicz (s.d.), durch tiefeForschung, kritischen Scharfblick und würdevolle Darstellung gleich ausgezeichnet.Letzterer fing die Universalgeschichte von Polen an, deren Fortsetzung mehre Mit-glieder der königl. warschauer Societät der Wissenschaften im Namen der Gesell-schaft übernahmen. Dcr als Staatsmann, Krieger und Dichter geachtete Niem-cewiez (s. d.) hat 1815 bistor. Nationalgesänge hcrauSgeg. mit Kupf. und Musik(5 Thle.). Außer den Gesängen enthält das Werk eine gedrängte polnische Ge-schichte als Erklärung zu >emn Gesängen. Dieses meisterhafte Werk ist nach 6 Mo-naten zum zweiten Maie aufgelegt worden. Der Graf Potocki hat sich um die Ge-schichte der schönen Künste in s. „Polnischen Winckclmann" (Warschau 1816,

4 Bde.), durch s. „Rhetorik", wie auch durch s. , Staats.und Gelegenheiksredcn"(Warsch. 1815, 5 Bde.) verdient gemacht. Graf Seb. Sicrakowski hat einPn chlwerk über die Baukunst berauegeg. z dcr um die Austrocknung der Sümpfeim Pinskischen verdiente und durch seinen Emwurf zur Bereinigung der schiffbarenFlüsse in Polen b> kannte Braiymowicz, ein Werk über die Landwirthschosi: Barth.Paprocki, Okolrki, und der nicht genug von Manchen gewürdigte Kasp. Niesiecki lieferten wichtige genealogische und heraldische Werke. Als polit. und pädagogischerSchriftsteller zeichnet sich Stanisl. Konarski aus, und )l»tr. Zanioysk'(1777)durch ein poln. (ä-rfi-tzbuch, da« aber vom Reichstage, dcr es selbst veranlaßt hatte,unklug verworfen wurde. Dir Naturgeschichte bearbeiteten Kluk, Ladowski undIundzill. Das äl .sie und schönste Denkmal der poln. Dichtkunst sind die Werkedes Job. Kochanowski (geb. 1550, gest. 1584), durch reinen und edeln Styl,schönen Versbau, Sanftheit und Empfinduna gleich ausgezeichnet. Sie bestehenin einer Übersetzung ter Psalmen, in einem Lehrgedicht über dos Schachspiel, Lie-dern, Elegien und Sinngedichten. Sim. Sin onowicz bleibt noch jetzt ein Musterin der Idvlle, und Stanisl. Grochowski in der empfindsamen lyrischen Poesie.Vespasian Kockowski und Job. Twardowski (t,n 17. Jahrh.) haben nicht immerden besten Geschmack, doch zeichnet sich Letzterer durch sein Feuer aus. Unter denNeuern verdienen Erwähnung: StaniSlauS Trembecki Franz Kniaznin, FianzZablocki, Kajetan Wenqierski, Valer. Gorski, Franz Wenzyk, Dysma Tonia«-zcwski, der begeisterte Kajet. Kozmian, Trniowski, Ludw. Osinski, Reklewski,der feurige Kasimir Brodzinski, der geschn'.ackvolle Ioh. Kruszynski, der epigram -nienreiche und fiießende, aber uncorrecle Ant. Goiecki, dei äußerst correcte AloisFeltnski, Franz Marawski, der echt nationale und zugleich pinlansche Ioh. Wo-lvtncz. Franzisczek Karpinski empfiehlt sich durch edle und reine Sprache und tie-fes und zartes Gefühl (lvrisch? und elegische G> dickte, Warschau 1790, 2 Bde.).Seldst der große, aber unglückliche König Ltanisl. Lesczinski dichtete mit Glück.Einzig aber ist der Fürstbischof Ignaz Krasicki (s. d.) (gest. 1802), classisch alsDichter und Prosaist, vorzüglich witzig, r S atynker und der einzige epische Original-dichter (Woyna Chocünska) der Po cn, arich Übersetzer des Ossian. 1817 gabDyrma Tonmscewski ein heroisches Gedicht in 12 Gesängen heraus u. d, Tit.:„Icgellonida" (Vereinigung Lithauens mir Polen ). Von Paul Woronicz (Erj-bitchof von Warschau und Primas), Vf. der „Erscheinung der kleinen Emilie"(Krakau 1818), erwartet man ein Natienolepos: „Die Lechiade". An Volks-liedern ist die poln. Literatur reich („Salanski Polske", Warsch. 1778 fg.), undauch an dramak. Jlrbeiten, unter denen sich vorzüglich auszeichnen die des Ios.Biclawski, Fianz Aablocki, Ios. Kossakowski, Iüemcewicz, Diozdowski, Ludw.Dmuscewski, Franz Wenzyk, Felinski, Ludw. Osinski, Alb. Boguslawski, Ant.Hoffmann u. A. Die von 1770 bis etwa 1794 gedruckten dramat. Werke sind