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Achter Band. O bis Q.
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680 PolykrattS Polnpen (KlankkeitSerscheinung)

zu Arges) auch in Elfenbein und Gold, und zwar entschleiert, Nlit großem,gewebtem Auge, einen goldenen Kranz auf dein Haare, der von den Hörengezielt war, in der linken das Scepter mit dem Kukuk, in der rechten ausge-,streckten Hand den Granatapfel haltend. P. ar beitete auch schon kleinere Bron-zen uid schone Gefäße und Lampen. Es gab »och andre Künstler d. N. —,.

polykrateS, Beherrscher vonSamos, zur Zeit des ältern CyruS und desPythtgoras. Er machte sich gewaltsam zum Herrn der bis dahin seien Saurierund fechte seine Herrschaft auf jede Art zu befestigen, auch durch ein FrcundschaftS-bündruß mit dem ägyptischen Könige Amasis . Das außerordentliche Glück, da«ihn bu allen Unternehmungen begünstigte, bewog, erzählt Herodot , den Amasis, ihnzu wcrnen und ihn aufzufodern, durch irgend eine freiwillige Aufopferung gr»fieresUnherl abzuwenden. P. befolgte diesen Rath und warf sein liebstes Kleinod, einenkostbaren Siegelring, ins Meer, welchen er indeß nach wenig Tagen in dem Mageneines Asches, der ihm wegen seiner seltenen Größe zum Geschenk gemacht wordenwar, wiederfand. Dies soll den Amasis bewogen haben, die Verbindung mit ihmaufzubeben. Zn derThat rächte zuletzt, nach der Erzählung derAlten, dieNeinesigden Übermuth des P. auf eine fürchterliche Weise. Als er nämlich im Begriff war,sich zrm Herrn von ganz Ionien und den benachbarten Inseln zu machen, lockte ihnder p-rsische Satrap Orötes, der sich von ihm beleidigt glaubte, hinterlistig zusich und ließ ihn (522 v. Ehr.) kreuzigen. Obgleich Despot, scheint er dochfür Künste und Wissenschaften viel Sinn gehabt und dadurch die geistige Bil-düng der Saurier sehr gefördert zu haben. Anakreon, sein Liebling und derSänger seines Ruhms, lebte an seinem Hofe.

Polynesien, s. Australien . Das Hauptwerk ist: W. Ellis's„?o1g>,,'rn>i, 1 050,1,Ares" (London 1829, 2 Bde.).

P o l y n i c e S, s. EteokleS und Theben.

Polnpen (KrankheitSerscheiming), sind widernatürliche Auswüchse, welchesich in den Höhlungen des menschlichen Körpers erzeugen. Sie bestehen aus einersehrfesten, faserigen, fleischoder flechsenarrigen Masse, die sich in längliche Plat-ten spaltet und oft mit vielen Blutgefäßen versehen ist. Sie hängen mit einer, oftauch mit mehren Wurzeln, an den Wänden der Höhle so fest, daß sie mit denselbenzusanniengewachsen scheinen. Siesind meistens hohl, glatt, von weißlicher, brauner,zuweilen von dunkelrother Farbe, entstehen langsam, und die Beschwerden, welchesie veranlassen, steigen daher auch nur allmälig. Man hat solche Polrpen in allenHöhlungen des Körpers gefunden, besonders im Herzen, in den Pulsadern, in derNase,in der Gebärmutter. Im Herzen findet man oft auch Massen, diemanfalschePolypen nennt, welche aus geronnener Lymphe und etwas Blut bestehen, und erstin der letzten Krankheit oder im Tode, besonders nach hitzigen Krankheiten, entstan-den sind. Beiderlei Arten haben wahrscheinlich ihren Ursprung aus der gerinnbarenLymphe des Bluts, und die erster» besonders sind das Erzeugniß einer krankhaftenAbweichung des BildungStriebeS der Schleimhaut, welche die innere Fläche der Höh-len umkleidet. Die Ausrottung der echten Polypen ist nur da möglich, wo man vonAußen dazukommen und ihre Wurzeln auffinden kann. Sie geschieht 1) durch dieUnterbindung, indem man mittelst eigner Instrumente eine Schlinge von Seide,übersxonnenem Draht oder Pferdehaaren anbringt, und sie von Zeit zu Zeit immerfester zuzieht. Hierdurch wird ihnen die zufließende Nahrung entzogen, und sie sterbenallmälig ab. Diese Methode ist aber, sowol für den Arzt als für den Kranken, sehrunbequem. Das Anlegen der Instrumente erfodert viele Mühe, und oft kann esnicht tief genug an der Wurzel geschehen. Nach der Unterbindung schwillt der Polypsehr an, erregt Entzündung der benachbarten Theile und heftigen Schmerz, auch istdie Jauche von den« absterbenden Theile höchst unangenehm. Kürzer ist 2) die Curdurch Ausreißen des Polypen mit seiner Wurzel. Man bedient sich dazu entweder