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Leber des Königs, der in der Nacht vorn 3.—4. Sept. 1753 auf einer nächtlichenFahr- vonV>eucheli.->ördern verwunde:, ihren Schüssen nur durch die Treue seinesKammerdieners oder durch die cLcheuseinerMa»!th,ere entgangen war, lieferte ihms ine Todfeinde in seine Gewalt. Drei Monate nach der That lies Carvalho, der in-deß Clles erforscht, die Thäler aber absichtlich sicher gemacht baite, in der Nacht desHockzeiksestes seiner Tochter, welchem der hohe Adel beigewohnt halte (12. Dec.),den Margnis v. Tavora und dessen Familie, den Jesuiten Malagrita und den Tagdarauf auch den Herzog v. ?lveiro u. A. m. Verhafien. Der Äliinister und ein Mit-glied d,s höchste» Gerichtshofes führten die Umersichung, und nach einem kurzenkftiukwen ward ein gräßliches Bliuunheil (13. Jan. 1758) vor dem Schlosse z»Belu» vollzoacn. Der Herzog v. Aveiro und der Vlarg. v. Tavora wurden als dieHäusler der Verschwörung gerädert, die Söhne lind der Schwiegersohn des Erster»sowi - die Bedienten als Theilnehmer erdrosselt, die Gemahlin des Marguis ent-hauktel, und ein Bedienter des He> zogs nebsi allen ädlngei ichtelen vei brannt. Einschwerer 2lerdackt siel aus die Jesuiten , daß sie den Plan des Königsmortee geleitet;aber der Marguis v. Tavora halte seine frühere Aussage gegen sie nachher schriftlichwtdu rufen. Dennoch klagte der Muusler sie als Urheber dieses Plans beim Papsteen, :nid als er die Erlaubnißbulle, die Verhafteten vor den weltlichen Richter zu stel-len, nicht sog'eicb erhielt, ließ er Einige im Gefängnisse hinrichten; der Pater Ma-lagnda aber, welcher den Tod des Königs prophezeit halte, wurde von der Jngui-sinon als Ketzer zum Feuertode verurtheilr, und dieses Auto da Fe ward 1761 voll-zogen. Sämmtliche Jesuiten hatte P., als Rebellen und Feinde des Königs, schonsrül er durch ein königl. Decret vorn 3. -L'pt. 1758 aus dem Reiche verwiesen, undda se demselben sich nicht fügten, durch Soldaten auf Schiffe bringen und, 1854an der Zahl, nach dem Kirchenstaate abführen lassen. Hieraus entstand ein langerZwist niir dem Papste. P. schickte 1768 den päpstl. Nuntius über die Grenze undwollte schon Portugal von Rom losreißen, als Clemens XIU. starb, und mit des-sen Nachfolger, Clemens XI V. , der den Jesuitenorden 1773 aufhob, die Aussöh-nung bald zu Stande kam. Bald darauf wai d Portugal mit Spanien in einen kur-zen Krieg verwiclelt, und in der Folge noch einmal durch des Ministers unbesonne-nen Stolz gegen Spanien. P. übergab einem deutschen Feldherrn, dem Grafen v.Schaumburg-L ppe, den Oberbefehl. Das poi tugies. Heer ward gänzlich umgeschaf-fen, und die Grenze besser befeüigt. Ebenso thätig sorgte P. sür alle Zweige derLandeseu'lur und verbesserte insbesondei e das Schulwesen; auch richtete er die Cen-sur liberaler ein und empfahl durch das Gesetz von 1778 den alten Christen Duldunggegen die neuen. Man hielt nämlich bisher die netten Christen für heimliche Judenunk entzog ihnen viele bürgerliche Rechte. Von P. selbst ist ein wichtiges Manu-skript, eine Art (lcnnpw reinln über seine 'Verwaltung, vorhanden, das aber Nichtbekanntgkiiiachl worl en ist. Ehrgeiz und Rachsucht gegen seine Feinde, die mehr alsein Mal ihm nach dem Leben irachnlen, und der Plan, dem Prinzen v. Beira, demEickel der Königin, die Thronfolge zu verschaffen, füllten sein übriges öffentliches Le-ben aus. Da liarb Joseph l. d. 24. Febr. 1777, dessn Tochter P.'s heftigste Fein-din war; er mußte seine Entlassung nehmen. Die von ihm eingekerkerten Staats-verbrecher, 8888 an der Zahl, wurden freigelassen, und die meisten seiner Einrich-tungen aufgehoben, sodaß Portugal in den vorige» Zustand von Schwäche zurückfiel.P. hatte der junge,> Königin einen Schatz von 78 Mist. Crusaden und einen wohl-geordneten Staat übergeben. 'Allein der Haß seiner Feinde war mächtiger als fernVerdienst. Die portug. Großen versuchten Alles, um ihn auf das Blutgerüst zubringen. Die Königin ließ den Proceß der Königsmörder untersuchen, und P. ret-tete sich nur d-adurch, daß er dieOriginakbeweise jener Verschwörung, die nicht öffent-lich bekanntgemacht worden waren. vorlegte. Der gehaßte und verfolgte Mann be-hielt daher seinen Titel und seine Einkünfte. Zurückgezogen in den Flecken Pombal ,