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aber ihre Rehe verblühten, and sie sich nur dadurch in der Gunst des König - erhol-ten konnte, daß sie ihm andre Schönheiten zufükrte, entschädigt? sie sich durch denEinfluß, dessen sie sich auf die Regierungsgcschäfte anmaßte. Sie ließ die wichtig-sten Ämter mit ibren Günstlingen besehen und trug durch ihre Einwirkung wesent-lich zu dem Unglücke bei, welches zum Theil schon damals Frankreich traf, nochmehr aber vorbereitet wurde. Die Theilnahme Frankreichs an dem Kriege gegenFriedrich II. fall hauptsächlich ibr Werk gewesen sein. Die Kaiserin Maria Theresia hatte durch ein eigenhändiges Schreiben sie zu gewinnen gesucht. Alles Unglück,das in und durch diesen Krieg Frankreich traf, wird ihr zur Last gelegt, indem sieden Cardinal Bernis, welcher den Frieden wünschte, entfernen und durch Choiseul ersetzen ließ, bei dem Heere aber die Absetzung desMarschalls d'Zstrks im Augen-blick« seiner Triumphe bewirkte und unfähige Anführer begünstigte. Sie starb 1164,von dem abgestumpften Könige wenig bedauert, von der Nation aber verabscheuetund verspottet. Die unter ihrem N. erschienenen Memoiren und Briefe sind nichtvon ihr, sondern angeblich von dem jünqern Cräbillon. Dgl. über sie den 4. Bd.der Mem. der Mad. Campan, und die Mem. der du Hausset.
Pompeji , eine ehemals wegen ihres Handels berühmte Stadt in Cam-panien, wurde 63 n. Chr. größtentheils durch ein Erdbeben zerstört und 19 n. Chr.wie Herculanum von einem Lavastrom oder vielmehr von einem Aschenregen desVesuv verschüttet, aber 1148 wieder entdeckt. Die Höhe von 18 Fuß Asche, diesich fast durchgehends zeigt, ließ wahrscheinlich die Spitzen der Hähern Gebäude nochsichtbar, bis endlich die Zeit Alles bedeckte. Obgleich minder groß alsHerculan um(vgl. d.), hat sie doch viele Kunstwerke und,ansehnliche Gebäude besessen. Die Stra-ßen sind enge, die Häuser klein; nur das Öffentliche scheint vorzugsweise schön undreichgeschmückt gewesen zu sein. Seit 1812 führt die sogen. Gräberstraße, wo diealten Denkmäler noch unversehrt stehen, in das Innere. 1825 deckte man einschönes Privatgebäude auf: die 0->5.-> <Ie! z.uela tr:,°ss-o, 3V Metres lang, bis15 breit, mit 19 Gemächern, dem Atrium und Peristyl, worin man trefflicheWandgemälde und Mosaik fand, z. B. das Luve aaucn am Eingänge neben den,Hunde. In dem bereits auSgegrabenen (5.) Theile des Ganzen stehen ein Amphi-theater, 2 Theater, 2 mit Porticus umgebene Plätze, ein Forum, e. Basilika,Theiinen und 8 Tempel. In diesem Theile zählte nian 110 Personen, als Opferjenes Ausbruchs. Die Wandgemälde, z. B. das des Aktäon, und der Musiv-Fußboden schienen von ihrer ursprünglichen Frische nichts verloren zu haben. — V.W.Gell'S und Gandy's „?»ii,j>ojai>.n, or tnpo^r.'ikv, cililiuc.« OI x.nnoul; okpviozwji" (Lond. 1811—19); Henr. Wilkins's „Vic»5 nk I'ennpej," u. Cooke'g„Dcliiieatio»«" (Lond , 1821, 2 Bde., Fol., I». 90 Kpf. und dem Texte vom Archi-tekten Donaldson); Ludw. Goro's v. Agyagfalva „Wanderungen durch Pompeji "(Wien 1825); des »erst. Mazois Werk über die Ruinen von Pompeji (1825, 2Bde.), fortges. von Gau , mit Unterst. von Clarac und Letronne; des französ. Archi-tekten Bibern Plan von Pompeji (8 Bl. gr.Fol., Paris 1826, zeigt die Ergebnissealler Ausgrabungen von 1163—1825); W. Huber'S „Vm-L ssitoirzg. <lo 9»,»-x> >" (Zürich , 3 H. seit 1824); Romanelli'ü „Venogo ä I'„m>>ei", o. d. Ital.Übers. (Paris 1829), und die ,Meuentdeckken Wandgemälde in Pompeji ", ge-zeichnet von W. Zahn, bei Cotla, 40 Bl. Fol.
Pompejus (Cnejus), der Große (Magnus), geb. 101 vor Chr.. Sohndes CnejuS Pompejus Slrabo , eines geschickten, aber wegen seiner Härte unk s.Geizes wenig beliebten Feldherrn, war mit einer glücklichen Bildung und einerIvürdevollen Anmuth des Betragens begabt und entwickelte früh Talente, die ihmgleichen Erfolg auf dem Forum und im Lager versprachen. Die ersten Kriegsdienstethat er unter s. Vater, der in der Nähe zwn Rom ein Heer gegen Cinna in denBürgerkriegen des MariuS befehligte. Hier entging er kaum dem Tode von der