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Poin^ejus
des P. besiegt. Letzterer bekam daraufvom Senat» den Befehl, gegen M. JuniusBrutus (den Vater des berühmten M. BruteS) zu ziehen, welcher im cisoalpinischenGallien eine Heerabtheilung für die Sache des Lepidus besihliate. P. bewog ihnzur Übergabe, ließ ihn aber, mit Verletzung des versprochenen sichern Geleites, hin-richten. Jetzt trat ein Zeitraum der Ruhe ein, in welchem Catulus sein Ansehenanwendete, um den P. zu nöthigen, seine Kriegsmacht zu entlassen. Dieser Maß-regel wich er jedoch unter mancherlei Dorwänden aus, bis die Fortschritte des Ser-torms, eines ehemaligen Feldherrn des MariuS, in Spanien , einen Scnatsschlußveranlaßten, daß der jetzt 30jährige P. mit proconsularischer Gewalt zur Uulerstü-tzung deö Metellus, der sich in einen« zu ungleiche» Kampfe g-ge» diesen geschicktenAnführer befand, abgehen solle. Anfangs wurden beide Feldherren, die von ein-ander unabhängig, jedoch in vollkommenem Einverständnisse handelten, durch dieThätigkeit und KriegsersahrenheikdesSerionusüberwunden. P.verlor 2Schlach-ten und kam in pei sittlich» Gefahr, Auch ward der Krieg, so lange Sertorius ledte,nur mit geringen« Erfolge gegen ihn geführt. Nachdem er aber von s. eignen Ossi-eieren ermordet worden, und Perpenna ihm gefolgt war, brachte P. denKamps baldzu Ende. Bei s. Rückkehr war der Skkavenkrieg i-mer Spai tacuS in Italien aus-gebrochen, CrassuS hatte bereits den Haupischlag ausgeführt, uudP. fand nichtsweiter zu thun als die Überreste des Rebellcnheeres aufzureiben. Dennoch maßte ersich den Ruhm des Sieges an und zeigte übe« Haupt so «veing Mäßigung in s.Glücke,daß er in Verdacht kam, in der Splla Fußst.'pfe» treten zu wollen. Er triumphircezum zweite» Male und wurde zum Consul gewählt (70 vor Chr.), obgleich er nochkeins der unlergevrdneien Staaköämttr verwaltet hatte, durch welche man sich bis-her den Weg zum Consulake zu bahnen pflegte. Sem College war CrassuS , undBeide bewarben sich um die Gunst des Volks: CrassuS durch reiche Spenden, P.durch Wiederherstellung des Tribunals und andre Einrichtungen zum Vortheile desVolks. Als in demseld,» Jahre die Censoren auf dem Forum, dem Gebrauche ge-mäß, solchen Rittern Befr.iung von« Ki«egsdieuste verwilligten, «reiche die be-stimmte Zeit gedient hatten, erschien auch P. vor ihnen, im cousularifcheu Geivandund sein Pferd am Zügel führend. Der Censor fragte ihn: „PompejuS Magnus ,hast du alle im Gesetz bestimmte Feldzüge gemacht?" und er antwortete: „Ja,und alle unter meiner eignen Anführung". Dieser Antwort folgte ein allgemeinesBcifalljauchzen; die Censoren aber standen von ihren Sitzen aus und begleitetenihn unter den« Jubel der Menge nach Hause. Zwei Jahre nach s. Confulai hattendie Seeräuber, begünstigt durch den Krieg mik MithridateS , in« mutelländ. Meereso sehr überhandgenommen, daß sie, im Besitze von 1000 Galeeren und 700 Släd-ten, auf einer weit ausgedehnten Küste einen regelmäßige» Krieg führten, DerTrjbun Gabinius , ein den« P. crgebenerMaun, schlug vor man solle Zeniand (des-sen Namen er jedoch nicht nannte) auf 3 Jahre mtt außerordentlicher Gewalt zuWasser und zu Lande bekleiden, um dem Unwesen der Le.räuber ein Ende zuniacknn. Mehre Freunde der Verfassung sprachen mit Nachdruck gegcn diesenVorschlag; dennoch ward er mit großer Slimmennichrheit durchgesetzt, und deinP, mit dem Titel eines Proconsul? diese Gewalt >,'theilt. In 4 Monate» rein g«ejetzt P. die Meere von den Schiffen der Seeräuber, b, meisterte sich ihrer -Ltädteund Festungen, befreite eine Menge Gefangener und nahn« 20,000 Seeräuber ge-fangen, denen erebcnso menschlich als klug die verlassenen Zns.lstädte Cilic cns undandre Provinzen zu Wohnplätzen anwies, wodurch er ihnen t>e Gelegenheit»ahm, ihre vorige Befchäfttgung wied.rzucrgreiftn. Unterdessen war der Krieggegen MithridateS mit wechselndem Glücke geführt worden, m«d obgleich LuculluS seinen Gegner hart bedrängte, so fand dieser doch immer neue Hülfeguellen. Daschlug der Tribun Manisius vor, den P. sowol über den LucuII in Führung desKriegs gegen den MlthrldaiiS und Tigranes als auch über die andern römischen