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Lobredncr Cicero von dem Tribun ClodiuS in die Verbannung geschickt wurde: in-biß bewirkte er später, als er sich niik ClodiuS entzweit hatte, Cicero'? Zurückberu-suna. Die gesetzwidrige Ernennung Cäsar? zu einem 5jühr. Oberbefehl in Gallien unterstützte er n>it allen Kräften: eine sssachgiebigkeit, deren verderbliche folgen sichspäter zeigten. Um ihre Macht aufrecht zu ctchalten, bewarben sich Crasius und P.zum zweiten Male um daeConsulat; sie erhielten es nicht ohne Clewaltthätigkeiten(55, v. Chr.). Nach Verlaufdes Jahres begab sich Crasius in s. Statthalterschaft imOrient, während P., dem Spanien zugetheilt worden, in Rom blieb und dem VolkeSchauspiele gab. Dennoch traute er der Gunst des Volks nicht ganz, sondern hieltes durch ein eigenmächtig ausgehebertes Heer in Furcht. Des Crasius Niederlage inParlhien ließ nur noch 2 Herren der römischen Welt übrig, und diese wurden, alshalb darauf Julia im Kindbette starb, ar.S Freunden Nebenbuhler. Dennoch hatteP. noch so viel Wohlwollen für Cäsar , daß er ihm, zum Ersatz« s. verlorenen Mann«schafien, 2 Legionen zuschickte. Da die Unruhen in der Hauptstadt zunahmen, sowünschten Mehre, daß P. dieDictatur erkalten möchte: aber Cükö schlug als ver-fassungsmäßige Maßregel vor, ihn zum alleinigen Consirl zu ernennen, welches 52v. Chr. geschah. Da indeß Cäsar'« Ruhm als Feldherr und dessen Liebe beim Volkeimmer höher stiegen, so suchte P. das Interesse angesehener Familien mit dem sinni-gen zu vereinigen. In dieser'Absichk vermählte er sich mitCornelia, kerWittwe deszungen Crassns und T. des Meiellus Scipio, und machte diesen zu s. Mirconsul;auch bewirkte er, daß Cäsar'S Begehre», seinen Oberbefehl in (Gallien zu verlängern,vom Senate verworfen wurde. D'e wichtigsten Ämter besetzte P. mit Cäsar'S Fein-ten; endlich t iefer die 2 ihm geliehenen Leg'onen zurück, welche Cäsar sogleich ent-ließ. Nun wurden Vorschläge gemacht, daß Beide zugleich ihr Cvmmando nieder-legen sollten; aber P.'s Anhänger wandten dagegen ein, daß für Cäsar die Zeit ab-gelaufen sei, sür'p. hingegen nicht. Es zeigte sich bald, daß Einer aus den Andernargwöhnisch war, und Keiner von Beiden Lust halte, in denPrivalstcmd zurückzu-treten. Lucan, der aus (Grundsatz ein Pompejaner war, sagt, daß P-Niemand nebensich, Cäsar Niemand über sich dulden konnte. Indeß hatte P. die Formen der Ver-fassung auf s. Seite, denn der Senat hatte Cäsar zurückberufen, den P. aber bestä-tigt. An wahrer Macht waren beide Nebenbuhler einander sehr ungleich; P. hatteniemals an Talent den Cäsar erreicht und war jetzt nur der Schalten f. großen Na-mens. Er selbst aber nahm dieses Sinken s. Ansehens nicht wahr, und als Cicero,der ihn für jeden Vergleich taub fand, ihn fragte, wie er dem Cäsar zu widerstehengedenke, amworiele er prahlerisch! „Wenn ich mit dem Fuße stampfe, steigt «inHeer aus der Erde heraus". Cäsar lagerte schon bei Ravenna (4Lv. Chr.), da er-klärte ihn der Senat für einen Feind des Vaterlandes und übertrug dem P. dieVertheidigung des Staats; aber zu spät. Cäsar ging über den Rubicon (s. d.)und näherte sich Rom ; in K0 Tagen unterwarf er sich ganz Iialien. P., in Brun-dusium belagert, entsteh nach Griechenland , wo er ein zahlreiches Heer sammelte.Cäsar folgte ihm, erst einen Vergleich, dann eine Schlacht anbietend. P. vermiedBeides und lagerte sich vor Dvrrhcchium. Hier schloß ihn Cäsar ein: P. oberbrach durch und entkam, wiewol mit großem Verlust. Endlich stießen (48 v. Chr.)in Macedonien bei Pharsolus beide Gegner aus einander. P. hatte den Kampf aufdas Dringen seiner Ofsiciere angenommen, zeigte sich aber s. Ruhmes unwürdig.Als'er s. Heer in Unordnung sah, begab er sich in s. Zelt und blieb daselbst in gefühl-losem Hinsiarren, bis die Annäherung der Sieger ihn aufschreckt« und an s. Rettungmahnte. Er steh über Larissa nach der Küste und schiffte sich nach Lesbos ein. Hierfand er seine getreue Cornelia, Mit der und einigen Freunden er nach bei Küste vonAsien weiter ging» Aus Cypern wurde über die zu nehmenden Maßregeln Berath-sch lagung gehalten» P. wollte nach Parthien gehen; auf des Griechen TheophanesVorschlag aber zog er Ägypten vor, wo ervon dem jungen PtoleMäuS, dessinVater