Band 
Achter Band. O bis Q.
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PoinpejiiSsäiile Pondicheri ^03

von P. begünstigt worden, eine freundliche Aufnahme erwarten durste. Sobald inÄgypten s. Annäherung bekannt wurde, fassten die verächtlichen Minister des un»mündigen König? den Beschluss, den P. ermorden zu lassen. Demzufolge wurdeihm bei f. Ankunft eine Barke mit deni ägyptischen Feldherrn Achillao und einigenrömischen Flüchtlingen entgegengeschickt, mit der Einladung, anS Land zu steigen.P. ähnele Verrath, konnte aber nicht mehr zurück. Nach einem zärtlichen Abschiedevon s. Meid und s. Sohne stieg er in die Barke. Auf der Küste erwartete ihn eingrosses Gewühl; ehe er sie aber noch betreten hatte, stießen ihn die Meuchelmördernieder. Er hüllte sein Gesicht in die Toga und starb ohne einen Schmerzenelaut.Der Kops wurde vom Körper getrennt, und letzterer blieb nackt an derKliste liegen.Ein t> euer Freigelassener und ein röm. Krieger, der unter P. gedient, trugen einigesHolz zusammen und verbrannten die traurigen Überreste des einstigen Gebietersvon Rom. Als Cäsar nach Ägypten kam, zeigte man ihm das Haupt s. Feindes;er aber wandte sich mit Thränen von diesem Anblick ab, rächte die Mordthat anDenen, die sie vollzogen, ließ den Kopf feierlich bestatten und über dem Grabe einenTempel der Nemesis erbauen. P. erreichte ein Alter von 59 Z.; sein Name gehörtzu den berühmtesten des Alterthums (>M>i»i>> v> v,>><inlnle >»»i>ei> ^eniibne).Er war mäßig u» Vergnügen, frei von Ausgelassenheit und prahlerischem Lupus,auch im höchsten Glücke gutherzig, Mild und menschlich, wenn ihn nicht Partei-wulh hini iß. Seine Talente waren mannigfach, und s. Geist durch Philosophie undWissenschaften gebildet. War er auch kein echter Patriot, so strebte doch s. Ehrgeiznur danach, das Oberhaupt eines freien SecatS, nicht der Zerstörer der Freiheit zusei», oder wie Lucan sagt: „Ikon»» ^l u.iime, reck Unfähig, sich auf

der Höhe, die er erreicht hatte, zu ei halte», sank er schnell herab und verlor einenTheil s.RichmS drnch du Art, wie dies geschah. Die Statue des P. ist im Besitzedes pul sten v. Spata in Rom . Er hinterließ 2 Söhne, Cnejus nud Seplus. Je-ner verlor s. Leben in derSchlachr vonMunda; dieser machte sich noch nach Cäsar'STode den neuen Triumvirn zur See fruchtbar, und wurde zuletzt in Armenien , wo-hin er sich gestüchiel haue, auf Antonius's Befehl (35 v. Chr.) ermordet.

P o m p e j u s sä u l e, s. A lepandria.

Pondicheri, seit 1610 Hauplst. eines franz. Bezirks in Ostindien, aufder Küste Koromandel, in der Provinz Karnaiik, liegt an der Ausmündung desAriankupan in den bengalischen Meerbusen, in einer sandigen und dürren Ebene.S ie ward erst in spätern Zelten von einigen Vertriebenen auö Wirapatnam erbautund wuchs nach und nach zu einer Siadt heran, die 1161 über 10,000 Einw.zählte; jetzt ist sie so herabgesunken, daß sie nur 25,000 E. zählt, die »ach den Na-tionen (Europäern, Muhammedanern, Zndiern ic.) in abgetheilten Stadtviertelnwohnen. Es werten hier sehr ferne baumwollene Zeuche gewebt, womit sich >nder Stadt und ihrem Bezirke an 5000 Personen beschäftigen. Die Stadt, sonsteine wichtige Festung, hat ansehnliche, nach europäischer Art erbaute Häuser, Mehreröniisch-kathol. Kirchen, unter denen sich dieZesuirenkirchcauszeichnet,einigeHindii-temxel, Moscheen, europäische Lehranstalten, und eine vortreffliche Rhede . Zn >hrem 1 OM. großen Gebiete leben 8000 Eingeborene. Wegen seiner vortheilhaftenLage ist P. in Friedenszeiten der Mittelpunkt des indischen Handels der Franzosen .1161 wurde sie von den Briten erobert und zerstört, 1163 zurückgegeben, 1118abermals erobert, im Frieden von Versailles 1183 den Franzosen aufs Neue zu-rückgegeben, bis 1193 der Nabob von Karnatik, in Verbindung mit den Briten,sie in Besitz nahm, und die Festungswerke von den Eroberern geschleift wurde».Zm Frieden von Amiens, 1802, wurden Stadt und Gebiet wieder an Frankreich abgetreten; da aber dieser Friede von kurzer Dauer war, so nahmen die Briten sieabermals in Besitz, bis Frankreich durch den pariser Frieden 1814 Pondicheri zu-rückerhielt, sich jedoch anheischig machte, keine neuen Festungswerke daselbst anzu-