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Achter Band. O bis Q.
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704 PoniatowSki (Haus — Stanislaus— Spaniel. 11. August)

legen und nur die zur Handhabung der Polizei erfoderliche Anzahl vcn Truppendort zu unterhalten.

Poniatowski,ein poln. Fürstenhaus, ursprünglich ein Zweig des altenital. Geschlechts der Torelli, Abkömmlinge der Grafen v. Guastalla und Mome-chiarvgolo, welchen Joseph Salinguerra V., geb. 1612. stiftete, als er von Ra-nueiuü I., Herzog v. Parma , seiner Güter beraubt, sich allein bei der Ermordungs.Familie gerettet hatte. Er benutzte das s Vorältern bewilligte flndigeuat, um stehin Polen niederzulassen, wo er s. Familiennamen Torelli gegen den gleichbedeuten-den Eziolek vertauschte und gegen 1666 starb. Seine Gemahlin Sophie. eine T.Alberts P. und der Anna Lesczinska, war als Erbin des Lehns Poniarow die Ver-anlassung, daß er den Zunamen PoniatowSki annahni. Die Familie P., we'che1164 in den Fürsienstand erhoben wurde, gehört noch jetzt tu den 86 römischenherzogl. und fürstl. Familien, hak jedoch nicht die Vorrechte der 36 übrigen. Be-rühmt sind folgende Sprößl nge dieses Geschlechts: I. PoniatowSki (Stanis-laus, Graf».). Enkel des Joseph Sal nouerra, Kronschatzmeisier von Polen, geb.1618, starb 1162. Er ist bekannt durch st Verbindung mit Karl .XII .. dem er nachder Schlacht bei Pultawa in die Türkei folgte, wo er als dessen Gesandter in Kon-stantinopel die Pforte zum Kriege mir Rußland bewog. Karl ernannte ihn zumStatthalter von Zweibrücken , nach dessen Tode aber unterwarf er sich dem KönigeAugust II. und ging nach Polen zurück. Er schrieb „Ile,».-,, ,,n, ^ ,1'«» .<oP„c»rp>olui>!>>L -wir 1'Iiiiil. <le t'.liarles XII pai- Voltaire" (Haag 1141). II. Sein äl-terer Sohn, Stanislaus II. August, geb. 1182, poln. Gesandter in Pe-tersburg und Günstling der KaiserinKarhariua II., ward auf ihren Vorschlag unterdem Schutze russ. Massen (1. Sept. 1164) zum Könige von Polen gewählt. Erwar einer der gebildetsten und liebenswürdigsten Männer s. Ziir, geistreich, beredt,muthvoll, edel als Mensch, Bürger und Fürst. Die Nation hätte auch bei völligfreier Wahl keinen Würdigern gesunden; aber bei einer aufgeklärten Denkart undbei deni reinsten Eifer für das Wohl seines Vaterlandes, für weise Gesetze undgute Gerichtspflege, fehlten ihm Willenskraft und iLdcelenstärke, uni sich auf einemwankenden Throne zu behaupten, einen unbändigen Adel zu zügeln und die Stür-me aller Art, die von Innen und Außen über ihn hereinbrachen, zu zerstreuen.Er halte nicht jenen politischen Scharfblick, Kaiharinens Politik zu durchschauen,noch die Erhebung des Gemüths, um mit dem Schicksale zu kämpfen. Ein weich-licher Luxus zog ihn ob von dem Ernste seines Berufs. Die Familie Ezartorpski,mit derer durch seine Mutter verwandt war, hatte ihn nach Petersburg geschickt,um daselbst die Wahl des Prinzen Adam Ezaitorvskl zum Könige von Polen zubefördern; als aber Kaiharinens Gunst ihn selbst zum Köiug erhoben hatte, suchtesie wenigstens durch ihn zu herrschen. Als dies nicht der Fall war, klagte man ihnan, daß er Günstlingen und fremden! Einflüsse folge. Da er nun der Herstellungder Disfideuten (s. d.) in die a'te Gleichheit der Rechte geneigt schien, so ent-stammte dies den Zorn des Büchofs Soltvk von Krakau. Rußland, Preußen,Großbritannien und Dänemark federten jene Wiederherstellung, zugleich arbeiteteder König selbst an einer Verbesserung der polnischen StaatSsorm. Dies machteihn verhaßt. Eine mächtige Partei schloß eine Conföderation. Zwar unterdrücktenruss. Truppen den Auebruch der Unruhen; sie nahmen die Eiferer gefangen, undder russ. Botschafter erzwäng einen für die Dissidenten günstigen, für Polens Un-abhängigkeit nachtheiligen Vergleich, 1161; aber bald entzündeten neue Eonföde-rationen' zu Bar (s. Polen), Halicz und Lublin den wildesten Bürgerkrieg1168. Die kathol. Eonföderirten erklärten den Thron für erledigt, und einigeVerschworene entführten den König in der Nacht pom 3. Nov. 1111, als er vons. Oheim, dem Fürsten Ezartorpski, bei dem er zu Obacht gespeiset, nach f. Palästezurückfuhr, aus Warschau . Die Räuber verbargen sich mir ihn, in einem Walde.Als er sich jedoch mit einem derselben, Namens Koczinski, welcher ihn im äußersten