Band 
Achter Band. O bis Q.
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106 Pöniteiikstirius Pentifcx

er gegen die Russen, zeigte anfangs wel Eifer und Einsicht, ließ sich aber nachher,mehr durch die Befehle des Hofes als durch die Fortschritt des Feindes, muthlosmachen. Nachdem sein Oheim der Consöderaüou von Targowicz beigctreten war,nahm er Mit dem größten Theile der besten Ofstcicre s.Abschied; als aber 1194 diePolen die Russen zu vertreiben suchten, begab er sich wieder in das poln. Lager undnahm Dienste als Freiwilliger. Lein biederes Betragen erwarb ihm die Achtungund Liebe der Polen. Kosciuszko vertraute ihm eine Division an, mit welcher erwährend der beiden Belagerungen von Warschau Dienste leistete. Bald nach derNb-rgabc dieser Stadt ging er nach Wien und schlug die Anerbielungen Kalhari-nens und Pauls, welcher Letztere ihn zum russ. Generallieutenant ernannt halte,aus. Hie, auf l> bte er als Privatmann aufs. (Eutern bei Warschau , big die Errich-tung des Herzog'.hums Warschau die poln. Patrioten mit neuen Hoffnungen er-füllte. Da trat er als Kriegsminister in die Dunste seines Vaterlandes. 1809 be-fehligte er das poln. Heer gegen die tur Besetzung des Heizogthums Warschau be-stimmten, an Zahl weit überlegenen Ostreiches unter dem Herzoge Ferdinand , undzwang dieselben noch vor Ankunft der Russen, mehr durch geschickte Bewegun-gen als durch Waffengewalt, zur Räumung des Herzoglkums, worauf er in Gali-zie» bis Krakau vordrang. Nach diesen, ehrenvollen Feldzuae lebte er s. Berufe alsMinister, bis in der Mitte 1812 der Krieg gegen Rußland ihn wieder an tieSpitzedes pol». Heeres l ies. Nachdem er an allen wichtigen Ereignissen dieses wechsilool-len Kriegs Tkuil genommen und zuletzt in der Schlacht von Leipzig , währendwelcher ihn Napoleon zum stanz. Marschall ernannte, oft hart bedrängt, die glän-zendsten Probn, seiner Tapferkeit und s. Feldherrntalente gegeben haue, erhielt eram 19. Oct. den Befehl, den Rückzug des geschlagenen Franzosenheeres zu decken.Er sammelte daher s. Polen zu neuen Angriffen gegen die andringenden Sieger.Schon waren diese in den Vorstädten Leipzigs und hatten leichte Truppen auf dasandre Ufer der Elster geworfen, als der Fürst mir einen, nicht zahlreichen Gefolgean dein Flusse ankam, dessen Brücke von dcn Franzosen gesprengt worden war.Der Augenblick drängte; so ungünstig auch die steilen User zu einem Übergänge wa-ren, sprengte der Fürst, schon verwundet, mit seinem Pferde in den Fluß, der Roßund Mann verschlang. Erst an, 24. !w rde der Leichnam aufgefunden uO an, 26.mit den dem Range des Verstorbenen angemessenen Ehren beigesetzt. Späier warder einbalsamirr und „och Warschau gesuhlt. 1816 erlaubie Kaiser Alexander, daßsein Leichnam in der Domkirche zu Krakau, wo die Könige und die Helden Polens ruhen, beigesetzt wurde. Der berühmte Thorwaldsen hat den Auftrag erhalten, seinDenkmal zu verfcrugln. Auch ist ihm eins im Rcicheubach'schen, jetzt Gerhard'-schen Gari--,, in der Nähe des OrtS, wo er steh errichtet worden. Er hat nur einennatürlichen Sohn Hin-erlassen, geb. 11!H>. Noch blüht tiefes fürstliche Geschlechtin einer Seitenlinie des Königs xtdtanislaus, der des Fürsten SranislauS, geb.1164. Ein Fürst P. lebie seit länger er Zeit zu Rem, wo er 1826 seine schöne, ander Vin llaniln '1 gelegene Villa, nebst bei, darin befindlichen Werken alter Bild-hauerkunst, an emen Engländer, Namens Sokes, verkaufe. 8.

P ö n i t e n r i a r i u s heißt in der römisch-katholischen Kirche Derjenige,welchem ein Bischof die Gewalt ertheilt hat, in gewissen vorgeschriebenen FällenAbsolutionen zu ertheilen. Zu Rom heißt ein Tribunal l,a bon, !,->,/l rn>, wel-ches in ganz besondern Gewisseiisfäüe» i»! Namen des Papstes Dispensation er»weilt. — Pdnitenz (eigentlich Reue) bedeutet die Strafe oder Buße, welcheein Polster in der römisch-katholischen Kirche seinem B-üchtkmde wegen begangenerVergebungen auferlegt, z. B. Wachen, Fasten, Wallfahrten u. dgl. — Pöui-tenzpfarre ist eine solche geringere Pfarre, welche ein Pfarrer wegen Vergebun-gen zur Strafe erhält.

Pont 1 fex, ein Priester, welcher keiner besondern Gottheit diente. Unter