Band 
Achter Band. O bis Q.
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Pontos Pontus

Privaterzieher in einer adeligen Familie, und erlangte einen solchen Ruf, daß er1840 als Dichter gekrönt wurde. Darauf besuchte er das Aueland, wurde beis. Rückkehr 1642 Magister und dann Führer eines jungen Edelmanns, der zuSoroe studirte, 1673 ward er zum Bischofvon Drontheün ernannt, erhielt 2 Jahredarauf die theologische Doclorwürde und starb zu Dronkheim d. 12. Juli 1678.Er ist der Vf. vieler geschützter Werke, z.B. ,,-4ucoziium 8c>l-inckias",inatum slloorum Centurios tres", „Lueolica incra", „I41,-„A«ri>.i täiiusii ic^",und besonders einer „6,,!„,in->Iic.', u.A.m. — Eric Pontoppidan

der Jüngere, ebenfalls ein berühmter dän.Bisichof(zu Bergen) und Schriftsteller,geb. den 24. Aug. 1698 zu Aarhuus, gest. den 20.Dec.1784, gabzahlreicheWerke überdie Geschichte und die Theologie, auch die norwegische Sprache und Naturgeschichteheraus. Der von ihm begonnene dänische Atlas („Danske Atlas") ist nach s. Todevon Hoffmann fortgesetzt worden. Ein besserer wird bald vollständig erscheinen,nachdem der ganze Staat seit 60 Jahren mit Sorgfalt .'ermessen worden ist.

Pontos, Pontus , ei» Sohn der Erde und älterer Bruder desDkeanos.Die Alten verstehen darunter die Tiefe, den festen Grund, der mit den Bergen dieErde ausmachte. Er erzeugte mit s. Mutter den PhorkhS, Thaumas, Ncreus,Keto u. s, w.

Pontus, in Kleinasien , von dem Meere, an dem es lag, also genannt, dasLand vom HalvS w. bis Kolchis , oder auch das pontische Kappadocicn, weil es sonstmit Kappadocien verbunden war. Von den Persern wurde ganz Kappadocien in2 Satrapien getheilt, woraus unter den Macedoniern 2 besondere Reiche einstan-den. Die ältesten Einw. waren Tibarener und Ehalyber (nicht Ehaldäer). Ritter ins. ..Vorhalle ' hält die ältesten Bewohner für Abkömmlinge aus Indien , insbeson-dere der Buddhisten aus der vorbramanischen Zeit. Ein Sohn des persischen Kö-nigs DariuS, Artabazes, erhielt diese Satrapie als Vasall, mit dem Rechte, sie aufs. Nachkommen zu vererben. Einer s. Nachfolger, MilhridateS, stand dem jüngernEprus bei und weigerte dem Arta.rerxeS den Tribut. Sein Sohn Ariobarza-»es I. machte sich bei der allgemeinen Empörung der Statthalter in Unterasiengegen Artaxerxcs ll. unabhängig. Mithridates ll,(von 337 v. Ehr.) trat s. Reichfreiwillig an Alexander ab. Nachher bei der Theilung (322) ward es dem Anti-gonus gegeben. Als dieser aber den Mithridates ermorden wollte, fleh derselbe nachPaphlagonien , fand Anhang und behauptete sich glücklich. Sein Nachfolger, Mi-thridatcs III., vergrößerte sein väterliches Reich durch Eroberungen. Sein Sohn,Mithridates l V., trieb die Gallier zurück, den Krieg mit Sinope aber mußte er be-endigen , weil die Rhodier dieser Stadt Hülfe leisteten. Pharnaces I. nahm indeßendlich Sinope weg und machte es zur Residenz. Mithridates Evergeta , Vater desberühmten Mithridates, unterstützte die Römer im dritten punischen und im per-gainenischcli Kriege; daher er nicht bloß Freund und Bundesgenosse der Römerward, sondern von ihnen auch Großphrygnn erhielt. Er ward ermordet (124).Ihm folgte si. Sohn, Mithridates d. Gr. (s, d.), der bis an s. Tod blutigeKriege mit Rom führte, endlich dem Pompejus unterlag und sich 64 v. Ehr. ausVerzweiflung selbst ermordete. Sein Sohn Pharnaces erhielt nur den Bosporus,und wurde, als er das väterliche Reich wiederzuerobern versuchte, von Cäsar be-sieg« und von Aftnder, der sich zum Könige von Bosporus gemacht hatte, gctödtet.Doch erhielt s. Sohn Darius durch AntoniuS einen Theil von Pontus ; ihm folgtePolemo, der zugleich den Bosporus, Kleinarmenien und Kolchis besaß. Nach demTote s. Witwe, Pythodoris, folgte Polemo I I. als König von Ponlus (39 n. Ehr.);den Bosporus nahm ihm Nero, und auch Pontus ward nach Pokemo's Tode einerömische Provinz. Als die Lateiner (1204) Konstantinope! wiedereroberten, stifteteAlerius Komnenus ein neues Reich in Pontus , welches sich bis Mohammed ll. er-hielt, der eö 1461 mir s. großen Eroberungen vereinigte. (Vgl. Trapezuu t.)