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Pope
Es verräth ausgebreitete Belekenkeit, Schärfe des Urtheils, mid verbindet äußereAnmuth mit mannigfacher Belehrung; dock ist es als kritische Autorität im Gan-zen nu doch angeschlagen worden. P. griff in s. Gedichte den furchtbaren KritikerJohn Dennis an, welcher seine Hirtengedichte getadelt hatte, woraus ein offenerKrieg zwischen Beiden erfolgte, der nur durch Denniü'S hinfälliges Alter geendigtwurde. Ein andrer Feind, den er sich zuzog, war Ambrose Philips. Dieser hatteebenfalls Hirtengedichte verfaßt und dadurch P.'s Eiferfuckt erweckt, welcher nichtnur in dem „tUu>,eine ironische Dergleichung der Gedichte s. Nebenbuhlersdrucken lieb, sondern auch Gap bewog, s. „Mc-plwi ü'z-velck" zuschreiben, umPhilipS'S Manier lächerlich zu machen. 1111 schrieb P. s. c>n au iulor-
I,n>>iv I.j,!>", s. „'H-u>,)Ie l>s laiuo", ein allegor. Gedicht, nach Petrarca undChaucer , und s. „stapu »l ll>e link" Lockenraub"). Ersteres ist eins s. vollembersten Gedichte und fast das einzige von hohem Pathos. Unwahrscheinlich ist es,daß P. die Unglückliche, den en Tod er in jener Elegie feierte, geliebt habe, dennfür den Ausdruck innigen Gefühls ist das Gedicht zu gekünstelt und geschmückt.In dem „Lockenraub", einen, saryrifchen Epos, in welchem s. poetisches Talent sicham vollkommensten zeigt, benutzt, er ein alltägliches Ereigniß zn einer scherzhaftenSatyre gegen den Leichtsinn der Weiber: ein Gegenstand, auf welchen er sehr oftzurückkommt. 1713 gab P. f beschreibendes Gedicht: „äViixI-ior-k'uro-it", her»aus, dessen 1. Theil, schon 1764 geschrieben, allerdings das Geprägt der Jugendan sich trägt. Der letztere Theil hat einen Hähern Charakter und beweist die Fort»schritte des Dichters. Nicht mit Unrecht glaubte jetzt P., der s. Dichte, rühm hin-länglich begründet sah, ein Unternehmen versuchen zu können, das ihm außer perEhre auch einen ansehnlichen Gewinn verschaffen sollte. In dieser Absicht kündigteer eine Übersetzung der „Iliade " aufSubscription an. Einige Freunde, vornehm-lich Swift, empfahlen das Unternehmen, und 1715 erschienen die 4 ersten Bücherder „Iliade ". Ein förmlicher Bruch mit Addison ging dieser Herausgabe vorher.Neid von der einen, Eifersucht und Besorgniß von der andern Seite waren die Ur-sachen davon. Der reichliche Ertrag der Subscription setzte P. nun in Stand, da« lHaus Twickenham zu beziehen, das durch ihn so berühmt geworden ist. Weine Al-tern folgten ihm dahin. Wahrscheinlich um diese Zeit schrieb er s. Epistel „I'.loU»to iVbel.utl". Er gesteht selbst, daß er bei s. Arbeit die vorhandenen Briefe benutzthabe; aber er hat es auf eine Weise gethan, wodurch diese Epistel unter allen s. Ge-dichten, die von Liebe handeln, das vorzüglichste geworden ist. Dabei ist es auchim Äußern, in Sprache und Versbau, eins der vollendetsten. 1717 gab P. ineinem O.uarkbande s. bereits verfaßten Gedichte heraus und schrieb eine sehr zier-liche Vorrede dazu; 1720 vollendete er die Herausgabe s. „Iliade ", in welcher andie Stelle der alterihümlichen Einfalt des Originals Eleganz und äußere Abrun»düng getreten ist. Der Beifall, den sie im Allgemeinen sank, brachte die einzelnenTadler zum Schweigen. 1721 gab er einen Band ausgewählter Gedichte von s.verst. Freunde ParneU heraus und eignete sie in einer poetischen Epistel dem Gra-fen v. Oxford zu, einem in der Zurückgezogenheit lebenden Staatsmanne. P. lebtejetzt, durch den Gewinn, den er von s. „Iliade " gezogen halte, in gemächlichenUmständen; aber eben dadurch wurde der Wunsch, noch mehr zu haben, erzeugt.In dieser Absicht ging er an ein Werk, dem er keineswegs gewachsen war, an dieHerausgabe von Shakspeare'S Werke». Zwar setzte er dem Ganzen eine wohlge-schriebe»? Eharuk:erisiik des Dichters vor; aber die Eigenschaften eines Kritikersfehlten ihm gänzlich, und so stellte er sich dem Tadel des in dieser Hinsicht ihm weitüberlegenen Theobald bloß, mit welchem er senden, beständig Krieg führte. Erwurde überhaupt, wie Johnson sagt, ein Feind von Herausgebern, Sammlern,Erklärern und Worikritikern, und hoffte die Welt glauben zumache», seine Unter-nehmung sei nur darum gescheitert, weil s. Geist einem so kleinlich!n Geschäfte