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Achter Band. O bis Q.
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Portugal (Mittclalter bis 1495)

del Ala. Alfons 1.starb 1185. Unter seinen Nachfolgern verlor Sancho II. in denStreitigkeiten mit der Geistlichkeit durch den Ausspruch Innocenz >4. (1245) denThron. Assonso !II. (reg. 1245—79) beendigte die schon von Sancho I. ange-fangene Eroberung Algaroiens und erhielt den Namen : der Wiederhersteller (o re-^u>,no,lo>). Er behauptete die königlichen Rechte gegen die Kirche. Münzendstrahlt unter d'nKönig'n Portugals König Dionys (1279—1325) hervor, derruhmvollen Peinamen werth, die ihm die dankbare Nachwelt gab, der (Gerechte,der Anbauen (I Annilc»), der Vater des Vaterlandes. Mit Klugheit und Muthwidersetzte er sich den Anmaßnngen der Geistlichen, welche unter seinen Vorfahrenden innern Frieden gestört halten und die Best emrig von allen Abgaben verlangten.Er bewahrte d<>n Frieden mit dem anmaßendsten c'-'er Pri.ster, NicolauS I V., un-geachtet seine Verordnungen, wodurch er d'e Anhäufung d'S Landeigentbums inden Händen der Geistlich keif zu vei hindern suchte, ihm nicht die Freundschaft desrömischen Hofes erwerben konnten. Selbst gelehrt und Dichter, war er unter al-len gleichzeitigen Fürsten der freien bigste Fl eund der Gelehrsamkeit und hinterließin der von ihm gestifteten hohen Schule zu Lissabon . die 13> 8 nach Cd mbra ver-legt wurde, ein Denkmal seiner Liebe zu den Wissenschaften. Er berußte zuerst dieglückliche Lage siines Landes, um es zu einem Handelsstaale zu machen, und legte,die Betiieblamkeit seines Volks weckend, den erst-n Mund zu der Grösse, welchedie Portugiese» im folgenden Jahrhunderte erreichten, obgleich er 1295—97 mitCastilien, ferner 1299 und besonders sin 1320 mit feiner eignen Familie bürger-liche Kriege führte. Die DerwaltungSgkundsätze des Königs hatt.» die wohlthätig-sten Folgen fürG.werbe, Handel, Ack.'bau und Schifffahrt, und die Aufnahmeder Städte bewirkte hier wie in Spanien daß die Bürg r sich »eben dem Lehnadelund der Geistlichkeit als Reichsstand erbeb n. Der Chnstort n, dem 1319 dieGüter der aufgehobenen Templer zufielen, verdankt ihm den Ursprung. s)hm fo'qteAlfons IV.; diesem Pedro I. , Gemahl der (V»es de Castro (s. d.), 1357. VeitPedros des Strengen Sohne, Ferdinand dcm Artigen, erlosch 1388 der Manns-stamm des burguiiöischen Hauses. Seine Tochter Beatrip,, des castilischen KönigsGemahlin, war die rechtmäßige Thronerbin; aber die Portugiesen waren einerVer-bindung mit Castilien so abhold, daß Pedros unehelicher Sobn, der tapfere Jo-hann I. , von den Stänken als Konig begrüßt ward. Er behauptete den Thron,als er, durch seinen Feldherrn A'varo Nunez Pereira unterstützt, die Castilier beiAljubaroita 1385 geschlagen hatte. Mir ihm begann die unechte burgundi-sche Linie. Nach dem Frieden 1411 mit Castilien wandte der wackere König seineSorgfalt auf di? Verbesserung seines Landes. Mit weiser Mäßigung herrschte erüberfein unruhiges Volk und die stolzen Ekeln des Laut es, deren Macht sich sihrgehoben hatte, weil cr bei seiner Thronbesteigung ihre Gewogenheit durch mancheOpfer hatte erkaufen müssen. Er verlegt ' dü' Residenz vom Coimbra nach Lissabon .Zu seine Regierung fallt der Anfang auswärtiger Eroberungen, durch welche Por-tugals Größe gegründet ward. Treffüche Sohne vollendeten, was der Vater (erstarb 1453 un der Pest) rühmlich begonnen. Nach der Eroberung von Centa aufder Nordküste von Afrika 1415, wo die tapfern Prinzen Eduard, Heinrich undPedro sich den Ritterschlag von ihres Vaters Hand verdienten, gab Heinrich derSeefahrer (s. d.) die erste Anregung zu de» Länderentdeckungen und HantelSui:-ternehmungen, welche Portugals Macht üb r alle Zeitgenossen crhobm. Er grün-dete die ersten Colonien der Portugiesen : Pcrto-Santo 1418, Madeira 1420,die Azoren 1433, und die aus der goldreiehen Guineaküste. Nicht so glänzend alsJohanns Regierung war die Herrschaft «eines Sohnes Eduard (bis 1438) undseines Enkels Alfons V. (bis 1481); > ber glößer noch als der erste, war Jo-hann IV. der kraftvollste König, den Portugal je besessen. Unter ihm begann derheftige Kampf mit dem Adel, dessen Macht unter seinen nachsichtigen Vorfahren