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guan (s. d.), das Betragen der Ordensbrüder bei dem Erdbeben in Lissabon 1755und die Verschwörung gegen das Leben des Königs (1759) führten den Fall desOrdens berbei. Er verlor 1757 die Beichivaterstelleii in der königl. Familie undden Zutritt bei Hose. Zwei Jahre nachher wurden alle Jesuiten aus dem ReicheV-rbannt, und die Güter des Ordens eingezogen. Der tapfere Graf v. Schaum-burg-L ppe. teni Portugal in dem Kriege gegen Spanien (1760) so viel verdankte,machte zu gleicher Zeit in dem portug. Ki waswesen große Verbesssrungeii; aber baldnach s Abreise verfi l das gut begonnene Werk. Als Maria Francisca slsabella,^osphg älteste, seit 17kl) mit ihr s Vaters Bruder, Don Petro III., vermählte T.,1777 den Thron b,stieg, verlor Pombal sogleich eine Gewalt, die er 25 Jahrelangbesessen haue. Portugal verdankt ihm sein Erwachen. Zwar fielen mit ihm manches. nützliche Einrichtungen; aber d e Aufklärung, die er angezündet, lind die Rich-tung, dje ,r der D'iikw.lse und den Sitten, sowie das Selbstgefühl, das er demCharakt r der Nation gegeben, konnt,n nicht ausgelöscht werken. Unter MariasRegierung war alle Gewalt getheilt zwischen einem unaufgeklärten Adel und un-wissenden Mißlichen. 1792 'elMaria in Gemüthskrankheit; daher wurde derPrinz v. Brasilien (dies wa, "7, 1816 der Titel d>s iedesnia.'igen Kronprinzen),H ua n Maria Joseph, geb. 1767, Regent, der sich 1791, nachdem die Krankheitder Kön'gin in wirk!. Wahnsinn ausgeartet war, zum unumschränkten Regentenerklärte, übrigens ab-r die Regicrungsgrundsätze s. Mutter befolgte. Wegen s. en-gen Verbindung mit England mußte er Theil an dem Kriege gegen Frankreich neh-men. Seine Klieqer fochten n cht ohne Ruhm gemeinschaftlich mit den Spaniern.Allein die gi oßen Verluste, die der Handel während des Krieg? erlitten, die gehäufteS taalSschu'd und d:e Drohungen, wozu Spanien durch Frankreich getwungen ward,sühnen 1797 zu Unterhandlungen mu Frankreich . Das Unglück der fronn Waffen1799 gab jedoch d,m Regentni Muth, s. Bündnis, mit England zu erneuern undeinen Bund mn Rußland abzuschließen. Ale aber Bonaparle s. Macht befestigthakte, ward Spanien gezwungen, den Krieg gegen Portugal (1801) zu erklären,den indeß noch in dems. Jahre der Friede von Badajoz (s. d.) mit der Abtretungvon Olivenza endigte. P. mußte s. Häse» den Engländern verschließen. Seitdemerholte?, immer bedroht und gehöbni, nur durch große Opfer, die es dem (Gewalti-gen brachte, einen Schatten von Selbständigkeit, bis endlich, als Napoleons Heerimt,r Iunot schon über die Grenzen gerückt war, und der „Mouiteur", in Folge ei-ne« über Portugals Theilung mit Spanien abgeschlossenen geheimen Vertrags, dieAbs tzung des Hauses Braganza (weil sich der Regent geweigert habe, die engl.Waaren weozuuekm n) ausgesprochen hatte, der Regent sich ganz in die Arme derEngländer warf und mit s. Fanul e am 29. Nov. 1807 sich einschiffte, um s. Sitzzu Rio-Ianeii o in Brasilien zunehmen. Tags darauf rückte Zunot in die Haupt-stadt, und P. ward als erobertes Land behandelt. Doch bald landete ein engl. Heer; zu-gleich bildeten sich zahlt eiche Kri gerkausen in den nördl. Landschaften, voll Muth. fürdes Vaterlandes Befreiung zu kämpfen, und in Oporio versammelte sich schon 1808die poriiig. Junta , um die gemeinsamen Angeb genheiten zu leiten. Nach heftigenKämpfen an der Westküste entschied Welbsley's Sieg (21. Aug. 1808) bei Vi-meira und die iOereinkunfk von Eintra (22. Aug.) die Räumung P.'s, indem Iu-not« H>-er (25O00 M.), nach der Convention zu Lissabon (1". Aug), aus brit.Schiff n nach Frankreich geführt wurde. S. des Generallieut. Thiebault (Chef desGeueralstabes in dicfeni Feldziige) „11>9--I on ele 17 ep<-eliti«» elc ?niiu>;,il, i-iitoen 1807 c> 1808" (Paris 1817). Jetzt nahmen die Portugiesen thätigen Antheilan den, spanischen F> e heitskrieae. Sie di angen unter Welkes! y (Wellington ), Be-resford und GomezFievre als tapfere Hulfttruppen bis nach Toulouse in Frankreich vor. llniekd ssen bl ed die königl. Famisie in Brasilien . Hier bestieg der Regent,nach dem Tode Marias i.,den 20.März 1816 als König Iohannä 1. den Thron