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den. Mit diesem Gewaltschritte unzufrieden, gaben 4 Mitglieder der Junta, Bran-caamp, S.-Luis, Fernande; Thomaz und Ferreira de Souza, am 14. Nov. ihreEntlastung; dasselbe thaten 150 Osficiere. Die Gremios, der Handelsstand unddie Obrigkeiten bezeigten ebenfalls ihre Unzufriedenheit; endlich faßte am 14. eineVersammlung von Offneren, vorzüglich auf den Rath des Obersten Castro «epul-veda, den Beschluß, daß die spanische Constitution in keinem Punkte, mit Ausnah-me der Wahlform, eher, als bis die CorteS die Grundlagen derselben angenommenoder abgeändert hätten, in Vollziehung gesetzt werden könne, und daß die 4 abge-gangenen Mitglieder der Junta ihre «kellen wieder einnehmen mochten. Diesgeschah mit allgemeiner Zustimmung des Volks, und der Viceprästdenk «ilveira,welchen man für den Urheber des Aufstandes am 11. hielt, mußte s. Entlassungnehmen und ward aufs. Landgut verwiesen. Damit hörte jede unruhige Bewegungin der Hauptstadt auf; die Wahlen gingen gesetzlich vor sich und fielen meisten«günstig für die Geistlichen, Advocaten und Osficiere aus, weil der Adel wenig Theilnahm. Am 26. Jan. 1621 ward die erste Sitzung der außerordeml. CorteS, unterdem Vorsitze de« Erzbischofs von Braga , eröffnet. Unterdessen war schon am 16.Dec. ein Beschluß desKonig? in Lissabon angekommen, der die Berufung veraltenCortes genehmigte und die Rückkehr des Königs od r eines Prinzen meldete. Nachder Ankunft des Grafen Palmella in Rio-Janeiro aber beschloß das dortige Cabi-net, den Erfolg der Sendung des Marschalls Beresford abzuwarten und dann mitGroßbritannien und andern europ. Höfen das Weitere zu berathen. Allein auch dieTruppen in Brasilien erklärten sich der neue» Ordnung der Monarchie geneigt, undin den Provinzen Pernambnco und Para entstanden Unruhen, welche nur mit Müheunterdrückt wurden. Die außerordentlichen Cortes in Lissabon ernannten zuerst eineRegentschaft und die Minister (Brancaamp für die auswärtig. Angeleg., BarradaSfür da? Innere, Duarte Colelho für die Finanzen, Teiiero Rebello für das Kriegs-,und Maximien de Souza für das Seewesen). Am 28. März bestätigten sie denAusstand voni 24. Aug. und vom 15. Sept. 1620, als übereinstimmend mit denBedürfnissen und dein Willen des Volks; am 24. hoben sie die Inonifirion auf.Die am 9. März angenommenen Grundlagen der neuen Verfassung: Freiheit derPersonen, des Eigenthums und der Presse, Gleichheit vor dem Gesetz, Abschaffungder Privilegien, Fähigkeit zu allen Ämtern nach dem Verdienst und die Souvwaine-tät der Nation, wurden fast einmüthig ausgesprochen. Lebhaftere Verhandlungenfanden statt über die Frage, ob eine oder 2 Kammern sein sollten? und über dasVeto des Königs. Endlich entschieden 59 Stimmen gegen 26 für Eine Kammer,und 48 gegen 4, daß der König kein absolutes, sondern nur ein lemporaireS Vetohaben solle. Noch ward durch die Mehrheit einer einzigen «Minne (4 2 gegen 41)und durch die Stimme des Präsidenten entschieden, daß der König keinen StaatS-ralh brauche, weil die Cortes und die permanente Deputation derselben den natür-lichen Rath des Königs bildeten. So wurde die Verfassung Portugals noch demo-kratischer als die spanische. Ohne'Widerstand erfolgte die Revolution in demselbenSinne in Brasilien , zu Para, den 1. Jan. 1821, zu Pernambnco den 3. März, undin Bahia, nach vergeblichem Widerstände des Gouverneurs, am 10. Febr., zuMadeira , ohne Widerstand der obersten Behörde, am 28. Jan., und auf den In-seln des grünen Vorgebirges am 18. März. Überall ging die erste Bewegung vonden Truppen und den Kaufleuten aus. Zu Rio-Janeiro riech zwar im Cabinetedes Königs der Graf ArcoS, das System der Tortes anzunehmen; allein auf desGrafen Palmella Vorschlag erließ der König am 24. Febr . eine Erklärung, daß erden Kronprinzen nach Lissabon schicken wolle, um durch ihn die Wünsche des Volkszu vernehmen, und danach zu beurtheilen, welche politische Verfassung er dem Kö-nigreiche geben könne; zugleich beriefen eine Versammlung von Bevollmächtigten(?rc>Luractoi «) der Provinzen Brasiliens, der Azoren , Madeiras und der übrigen