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Achter Band. O bis Q.
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Porlngi,fische Theater (in Brasilien )

Platze Pozo novo für Bereiter und sonstige Volksbelustigung. Sonst hatte Lissa-bon auch Liebhaberkyeaier in großen Häusern, alsz. B.bei den Grafen Sampajound Almada , bei der Gräfin Anatia, beim Baron Quintella ic. Das schönstewar das im Hause des Morgado v. AssintiS; es wurden hier mehre Jahre lang,vor der Abreise des Königs nach Brasilien , und auch nach dieser Abreise, Vorstel-lungen gegeben. Die Dekorationen waren von den besten Malern Lissabons , be-sonders vom berühmten da Tosta, verfertigt. Eine vornehme Liebhabergesellschaftspielte die besten porliig. Stücke, und fast alle Dichter ließen hier ihre Dichtungenaufführen, um den Erfolg beurtheilen zu können, ehe sie dieselben vorstellen ließen.Oporto besitzt an seinem Theater San-Zoao die zweite Anstalt dieser Art im König-reiche. Es ist ein großes Gebäude, das gegen das Ende des vor. Jahrh, von Ma-zoneschi nach dem Muster des lissaboner, wiewol nach kleinerm Maßstabe, erbautwurde. Wechselseitig werden portug. Stücke und ital. Opern daselbst aufgeführt.Seit seiner Entstehung hat es fast immer eine ziemlich wohlbesetzte ital. Truppegehabt. Merkwürdig ist es, daß hier die Frauen lange Zeit, ehe sie zu Lissabon dieselbe Begünstigung erhielten, auftreten durften. Einige der vorzüglichstenSchauspielerinnen des lissaboner Nationaltheaters hatten sich zu Oporto gebildet.Die Regierung bewilligte dieser Bühne für 1822 die Summe von lOMill.Rees.Setubal hat ein fast ebenso großesTheater als die Rua dos TondeS ist, aber keinestehende Truppe. Auf der Bühne zu Elvas, die man mit der Boa-Hora zu Lissa-bon vergleichen kann, spielt im Sommer die spanische Truppe von Badajoz ihreNarionalflücke. Einige Städte, als Coimbra , haben gar kein Theater, andre, alsEvora und Lamago, noch schlechtere als Elvas. Zu Dillareal, Almeida, Bragaiwa,Moura und anderswo pflegen Liebhaber die besten Nationalstücke aufzuführen.Was die Theater in den portug. auswärtigen Besitzungen betrifft, so haben dieazorischen Inseln gar keine Bühne. Madera hat eine sehr schöne zu Funchal .Es hat sich daselbst eine Gesellschaft Literarvren und Liebhaber u. d. N. 8oeio, ckobom xost» gebildet, die ein Theater unterhält; hier wird Deklamation studirtund Dramatik eingeübt. Das auf den Bühnen Portugals so vernachlässigteTrauerspiel erscheint aufder Bühne zu Madera mit aller ihm gebührenden Würde.Zuweilen läßt diese Gesellschaft auch Schauspieler aus Portugal kommen. —Brasilien besitzt mehre Bühnen, wovon einige die Dergleichung mit dem lissa-boner S.-Tarlos aushalten können, und wovon andre vorzüglicher sind als dasS.-Zoao zu Oporto . Das erste brasilische Theater, S.-Ioao zu Rio-Ianeiro,wurde am 11. Oct. 1813 eröffnet. Es ist nach dem Muster des lissaboner S.-Tar-los, auf Kosten einer aus den vornehmsten Kaufleuten jener Lüadr bestehenden Ge-sellschaft, errichtet worden. Länger, breiter und besser gelegen als das lissaboner,hat es 4 Reihen Logen, die wegen der zu Rio- Ianeiro herrschenden Hitze sehr hochsind. Die Dekorationen von dem berühmten Maler da Tosta lassen Nichts zu wün-schen übrig. Auf dieser Bühne werden von einer portug. und einer ital. Truppewechselseitig portug. Stücke und ital. Opern gespielt. Ein kleines Liebhaberrkeater,o 'I'beutriiilio. war 1815 mit großem Aufivandevon einerGesellschaftKaufleuteauf dem Rocioplatz erbaut worden. Eigens dafür gedichtete Stücke wurden hiervon ausgezeichneten Liebhabern aufgeführt; die Dekorationen harten die bellenKünstler Rio Ianeiros verfertigt. Auch das Orchester bestand ganz aus Lieb-habern. Da manche Personen die Aufführungen daselbst denjenigen des benach-barten großen Theaters vorzogen, so wußte der Direktor des letztere! 1817 die Auf-lösung der Gesellschaft des Theatrinho zu bewirken. Ein kleines elegantes Prwat-theater baute 1820 der stanz. Baumeister Grangeant auf Kosten des KaufmannsLui; de Souza Diaz. Hier werden vor einem aus der besten Gesellschaft be-stehenden Publikum die schönsten Stücke ausgeführt. Bahia-besitzt seit 1810 einprächtiges Theater; eü ist nach dem Muster des S.-Zoao zu Oporto entworfen,nur etwa« größer als dieses; es werden hier portug Stücke, und dann und wann