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Achter Band. O bis Q.
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PortugiesischcS Thecite^ (ital: Oper) ^58

ital. Opern nusgessthrt. In Pcrnambuco hat kürzlich eine Gesellschaft pp« Kauf-lcuten ein schönes Ti>epter errichten lassen, .wo eine miltelmHige Truppe portug.Stuck« aufführt. SamLm'z de Maranhao besitzt s tt b-b20 ein prächtiges, nachdein Mujlvr des lissabontt' «.-Carlos entworfenes, lssewol kleineres Theater, DieGesellschaft von Kaufleuten, die es hat errichten lassen, berief aus Portugal undRlchIanmo djechefi,is -«chauspieler, um portug. Stücke aufzuführen; auch be-soldet f,> seit 1W eine ital. Truppe, um Opern vorzustellen. Villarica, Hauptortder,Provinz Minos-Geraes, besitzt das älteste Theater in Brasilien . Die «chau»sptz'.'er; daselbst halvn in-Brasilien den Ruf, dass sie sich besser auf Declamation ver-stehen, als äussre >md eine reinere Aussprache haben; daher war es sonst die Pflanz-schu/o der Bühnepon Rio Ianeirv. Montevideo besitzt ein ziemlich schönes Thea-ter,, »voraufspan. Stücke gespielt werden.

Die jsal. Opc.r war bisher das Hauptschaulpiel in Portugal und hatte diegilpsitm Künstler puszuweiseii. König Joseph war für die Musik leidenschaftlich ein«geiromnreii und selbst ein grosser Keiner. Das kbnigl. Theater desSchlossesAjuda,und ^ezivatiez-va« in der Cvmarca Santarem waren auf einen glänzenden Fuß ein-gerichtet; jedoch-.bestanden die Truppe» nur aus von: Hose besoldeten Castraten.Ersteres ging durch -den Brand, der den konigl. Palast Ajuda zerstörte, zu Grunde;letzteres. steht seit langer Zeit leer. König Joseph ließ auch zu Liffäbon ein kostbaresHaus für,die ital. Op r errichten und die berühmtesten Sänger, Componisten undTonkünstler verschreiben. Die Unterhaltung dieses konigl. Theaters war kostspieligerals.irgezrd eine ähnltche in Europa . Unter den Künstlern, die hier und in der königl.Ca^elle sangen, bezogen Egizieli und Caffarelli einen Iahrgehalt von 12,000 Fr.,wiewps fiLMr 2-—ff,Monate im Jahre spielten, und erhielten nach wenig Dienst-jahren ei»x starke lebenslängliche Pension. Zu den berühmtesten Tonkünstlernjener Zechgehörkew.Perep und Iomelli, und Zu den Dekorateurs Dibrena. Zomellibezog einen lebenslänglicheii Gehalt vom König Joseph; er sollte ihm eine Origi«na/parfttur aller Opern zuschicken, die er für den würleinbergischen Hof, an dem eraiigesttellt.rvar, setzte. Das Theater, worauf die Opern vorgestellt wurden, lag amUser des Tsjo-;, wenn man den Vorhang des Hintergrundes aufzog, hatte nian denna?ü- lichrzi, Anblick ücs-Meeres. Pcmbal, welcher gern die Zügel der Regierungin Hgnden behalten woljte, gab dem leidenschaftlichen Hange seines Herrn nach,damit'dizftr „tir aiz,sein Vergnügen dacht«. Auch nach Josephs Tode wurde stetsei,:e beträchtliche 7lnzahl iral. Sauger besoldet, welche in der Capelle sangen undbei grosse» Feicrlichkctien aus dein Hoftheator l >p,>rv inssi-'oder buii'e aufführten.Seit der Thronbesteigung der Königin Maria und der Ausschließung der Frauenvon der Bühne mußte, auch das ital. Theater unter der allgemeinen Vernachläs-sigung dzr Bühne leiden. Erst nach Errichtung des schönen S.-CarlogtheaterSblühte die :ral. Oper wieder auf und zog die vortrefflichsten Stimmen Italiens herbei, u. A. Crescenrini, Naldi, Mombelli, Mad. Catalani (s. d.), Gasoriai.Auch die Pallete wurden sehr vervollkommnet durch stanz. Tänzer, welche die sonstherrschend gewesenen Grotesken fast ganz verdrängten und unter Anleitung guterital. Componisten, und mit Hülfe geschickter Mimiker derselben Nation, oft einGestimmtes von der herrlichsten Wirkung bildeten. Der ausgezeichnetste Ballet«componist in Ponugal war der Italiener Rosst. Auch die Decorationen warensehr schön, besonders die von dem römischen Maler Mozoneschi, welcher zu Lissabon blind gestorben ist. Die Folgen der Abwesenheit desKömgs und des Einfalls derFranzosen mußte die ,tal. Oper hart fühlen; seit dem Frieden fing sie an sich zuerholen, aber neuerdings ist sie wieder gesunken. Dagegen hat sich die ital. Operzu Oporio erhalte» und die besten Opern Cimarosa's, Paisiello'S , Moicr's, Rvsssim's, Coccia's u. A. aufgeführt. — Noch fehlt ein Conservakorium zum Unter-richt im Gesänge; ital. Meister sind beinahe die einzigen, weiche im GesängeCvnverjations-Lerirvii. Bd. VUI. 4bs > e.a