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Portugiesisches Theater (ital. Dper)
unterweisen. Eine Gesangschule für Neger bestand seit langer Zeit in der Umgegendvon Rio-Ianeiro; sie war von den Jesuiten angelegt worden. Dieser Orden be-saß eine Plantage von beinahe 10 Meilen im Umfange, Namens Sauta-Cruz.Naeb seiner Aufhebung wurde diese? Eigenthum, nebst seinen andern liegendenGütern, zu den Krondomainen geschlagen, und bei der Ankunft der köwgl. Familiezu Rio-Ianeiro wurte aus Sama-Cruz e n könial. Aufenthalt. Als der Hos zumeMn MAc cerMessein derKirche L., Ignaz deLovvla zu Lant^-C>-nz beiwohnte,erstaunte der König über die Vollkommenheit, womit die Vocal- und Instrumenkol-nmük von Negern beider Geschlechter aufgeführt wurde, die sich in d,r Tonkunstnach der ehemals von den Jesuiten eingeführten Weise gebildet Kauen. Der Königordnete nunmehr Schulen für Elementarunterricht, musikalische Composilion,Gelang und m-hre Instrumente in seinem Lusthanse an; so gelang es, in Kurzemunter den Negern sehr geschickte Langer und Instrumenialiste» zu bilden. Diebeiden Bi üd r Marcos und Simao Portugal (bekannter u. k. N. Portogallo) ha-ben eigne Stücke für diese Zöglinge gesetzt, welche dieselben auch voniejssich aus-geführt haben. Mehre Zöglinge jenes Eonservalorüuns sind unter die Toukunstlerder königl. Capellen zu Sanko-Cruz und S.-Christovao au^geuonnnen worden;so ist der erste Violin -, der erste Fagott- und der erste (Harm tlssueler aus dieserNegerschule, und unter den Stimmen zeichnen sich 2 Negerinnen durch ihrem aus-drucksvollen Gesang aus. Jetzt ist das ganze Capelloi ehester mit Schwartn bes ht.Auch der Kaiser Pedro, welcher angenehm componirk und in ki e Instrumente spielt,hat zur Vervollkommnung jener in ihrer Art einzigen Anstalt viel beigetragen. Erließ durch die Gebrüder Portugal Opern componiren, die von Afrikanern mit all-gemeinem Beifall aufgeführt worden sind. — Unter den innern por iig. dramat.Dichtern nennen wir: Vicente Pedro Nolascv, Vers. des „O 'I ,lu>>ü> ,p> .Ve-lare/.,,". Die Handlung in diese!« Stücke ist zwar tragisch und die Charakterewohl gehalten, allein außer andern Fehlern hat es allzu lange Gespräche. PimentsAgu'ar'S zahlreiche Comvositioneu sind geschmacklos, fehl, n wider d e Regeln derEinheit und Einfachheit, und die Vene sind Mittelmaß,g, einige seiner Trauerspielehaben jedoch interessante Auftritte, und zuweilen sind die Leidenschaften g u ausge-drückt. Die Stücke des Abbe Iosis Agoermho te Macedo haben deu Fehlet- einerallzu große,, Ems> rmigk.it und Md nicht pathetisch genug. M,hr Talent zeigtIoao Baot. da Silva Leiiao de Aluiaida ^Karret. Seine Trauerspiele sind zwarke>ne Meisterstücke, indessen machte thu: seine „>Ioropv" und s. „(chia om k fte-,"Ehre. I>n lvnschen Fache Hai man ihn mit Dubocaze verglichen, und , > ii,,vc>l.ichmciigt; genannt. Sei» „Kot,utr> >!e V'ei-iii," ist ein zart gedichietes Stück;2 Bde. seiner Dichtungen sind gedruckt. Pedro Alexandre Cavroö, ein guter L nra-tor und ausgezeichneier Mechaniker, hat einige Lustspiele in Vrosa geschrieben; siesind aus den Bübnen zu Lissabon n,id Oporro aufgeführt wollen. 1811 u. !818redigiere Cavrvst die „)ftne,>iO!>i,>k->»->>i,ii>i," und 1820 u. 182! die«mü-iii-iii«»,-,!". Die „Illi-vir-," und die „Ipb.i<>,.„i.," des Francesco Dias. die' des Baxarel (Baccalaureiis) Ioaguim Jose Sabino und die „ller-,»i,>ii," des Francisco SoaresFranco werden als erträgliche Trauerspiele angesehen.Das be;be Trauerspiel der Portugiesen, geschrieben 1188, erhielt den
Prei? von der l ssab. Akad. Die Verf., die Gräfin Dimeiro bestimmte ihn >ur einenvar.i ländischen Zweck. Das Siück, dessen Zuschnitt sranzösisch ist, spielt z>, derZeit, da fte Römer Lusitanienuuitcrjochten. Unter den Übers. verdien: der D,scn>-baraidor Ios Pedro de Azevedo Souza da Camara, welcher die besten Trauer-svie-e Voltaire s gluckste!) überlebt bat, den Vorzug. Ein andrer Azevedo AntonioSoaren Hai ebenfalls für dasNatiouaftheatcr ssbers. a.d. Franz. gestezeri; er zeich-net sieh durch Sprachreinheik aus. Von einem andern guten Übers, Ioao Bapt.Genres, Derf. der „Xav-, Gniirn", hat man die „Or-I» >«.-Ile cke die er