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Zusammenhang der Scene,, sogar absichtlich verletzt, und die Situationen aus demKreise des gemeinen Lebens enckebnt 7 a sein scheinen. Auch den (Gebildeten ergötztes oft, je freier er gebildet und je weniger er von Vorurtheil, Beschränktheit undThorheit befangen ist, mit dem Gemeinen frei zu spielen, ohne sich in dasselbe zuverlieren, und über die sich närrisch gebärdende Laune aus Herzensgründe zu la-chen, die Lebenslust und üppige Kraft des Witzes offenbart. (S. Burlesk undFarce.) ^ I.
P 0 sselt (Ernst Ludwig), ein berühmter historischer und politischer Schrift-steller, geb. 1163 zu Durlach in Baden , empfing s. Bildung auf dem Pädagogiums. Vaterstadt, auf den; GyninaOim; zu Karlsruhe, studirte dann 8 Iabre ,n Göt-tingen die Rechte, Politik und Diplomatik, und bildete s. Geist zu dem historischenScharfblicke, den wir in allen s. Schriften bewundern. Auch erwarb er sich einegründliche Kenntniß des Englsschm nnd Französischen. Von Göttüigen begab ersich nach Slrasbnrg, wo er die juristische Doctorwürde erwarb. Hierauf diente ers. Vaterland«. Mit Widerwillen schlug er den einförmigen Weg der juristischenPraxis ein. Er ward Regi-ru»zsadvocat. Aber s. Berufsgeschafte gewährten sei-nen; lebhaften Geiste keine Befriedigung. Er übernahm daher 118! die ihn; ange-botene Stelle eines Pros. der Geschichte und Beredlsamkeil au dem Gymnasium zuKarlsruhe , und ward zugleich Privassecrekair des regierenden Markgrafen. Hierfand er mannigfaltige Anregung zu Wissenschaft!. Arbeiten, und kein Jahr verging,wo er nicht irgend eine Frucht s. Fleißes zu Tage gefördert hätte. Seine Rede überdie Historiographie (1185) zeigt, m:t welchen; reiten Nachdenken er die größtenHistoriker gelesen, geprüft nnd gewürdigt batte. 1185—88 gab er das „Wissen-schaft!.Magazin fürAufklärung ' heraus, w lches den Zweck hatte, Aufklärung überalle Theile des menschlichen Wissens in gefälliger Form zu verbreiten. Das Unter-nehmen erhielt Beifall, obgleich die'.Ausführung den; große;; Entwürfe nicht ganzentsprach. 1188 ward er in die Deutsche Gesellschaft zu Mandeim aufgenommenund erhielt das pforzheimer Bürgerrecht. Er hatte nämlich i» einer in Gegen-wart des Hofes gebalrenen meisterhaft-,; Rede die h-ldenmüthize Aufopferung der400 pforzheimer Bürger (s. Pforzheim ) geschildert. Diese Arbeiten wäre»Vorübungen zu den größer;, historischen Werken, durch welche P. seinen Namenberühmt gemacht hat. Bald nach den ersten Revolutionsbewegungen in Frank-reich ward P. 1191 nach Gernsbach , unweit Rastadt, als Beamter verfitzt, woihn; in dem anmuihigen Murgtbale die freundlichste Muße zu Theil wurde, under von sicherm Ufer aus den wildbewegten Strom der Zeit beobachtete. Von jetztan widmete er feine Zeit den historischen Studien und beschrieb die Begebenheiten119L in lat. Sprache: ,, 6 r!Iu>» jugiuli Outticl iutt oiiiiii, Iluiigurüii: :>VI u->i>>,ui-gne rr^o?i, <-n, uniguv „ooius. 8 ui iploro 11 . 1 üi>. l.ixiuv. lAxzolt" (Gott .1193). Von 1193 an gab er f. Hauptwerk, das „Historische Taschenbuch für dieneueste Geschichte", heraus, welches ihm der; Ruhn; des größten deutschen An»a-listen erwarb. 1196 nahn; er s. Entlassung mit Beibehaltung des kalben Zahr-gehalts, wofür er die Geschichte von Baden zu schreiben versprach. Er lebte hier-auf abwechselnd in Durlach, Karlsruhe, Tübingen, Erlangen und Nürnberg . MitMoreau ward er vertraut, als diesen der Sieg in das Herz von Deutschland führte.Der Proceß, in welchen Moreau späterhin verwickelt wurde, ergriff daher P.'SGemüth um so mehr, weil er bere ts kränkelte. Dieses war Folge seines über-mäßigen Arbeiten«. Um ihm Zerstreuung aufzunölhigen, machte s. Frau »ut ihn;eine Reise. Die Ehe mit dieser war zwar anfangs nicht der Wunsch einiger Ver-wandten gewesen, P. aber war mit ihr zärtlich und vergnügt. Nur Kränklichkeits. Sohnes machte ihm vielen Kuminer. Auf dem Rückwege kam P. mit s. Fraunach Heidelberg , wo er bei feinem Neffen, I). Poffelt, einige Zeit verweilen wollte;seine Frau aber reiste nach Durlach zu den Kindern. Da sah P., der zum Schwül-