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Achter Band. O bis Q.
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Possossoriiiin Posiwesen, deutsches

del geneigt war, am 11. Juni 1801 desMorgenS aus dem Fenster und sturste, zuweit sich vorbeugend, herab. Schwermuth konnte unmöglich eine Ursache des Fallsgewesen sein, da P. zuvor mit s. Verwandten scherzend sich unterhalten hatte. P.besaß alle Eigenschaften, welche den Geschichtschreiber bilden: jenen Ldcharfbsck, derbis zu den verborgensten B.uellen derHandlungen durchdringt; den nöthigen Scharf-sinn, um das Bedeutende, Zweckdienliche und Fo'genreiche von dem unnützen Ne-benwerke zu sondern; jene Gewalt über die Sprache, die jeder Sache den passen-den Ausdruck leiht, und die Kunst der malerischen Peripeckive, die im Gemälde alleeinzelne Figuren so an ihren Platz, so in ihr Licht stellt, daß ste den Ge>ammt-eindruck hervorbringen. Außer den angeführten Werken hat er geschrieben eine,,Geschichte der Deutschen " (Lpz. 1189, 2Bde.; 3. u. 1. vonPölitz); ,,GeschichteKarls XII." (Karlsr. 1191); .,Geschichte Gustavs UI."(ebend. 1193); „Kriegder Franken" (Lpz. 1191); „Hertzberg'S Leben" (1198); die „Europäischen An-nalen" seit 119,1, und die 1199 von ihm angefangene „Allgem. Z itung". S.Gekres's „Lebensbeschr. des >9. E. L. Posselt, nebst angedruckten Briefen dcss. :c."(Manheim 1821, 2 Thle.).

P o s s e s s o r i u ni, P o ss e ss o r i e it k l a g e, s. Petitoi ienklage.

P o st w e se n. Die erste», unvollkommenen Postanstalten sinden wir iuipersischen Reiche. DariuS I. , Sohn des Hystasp, ließ, um aus den Provinzenschnelle Berichte zu erhalten, Eilboten mit gesattelten Pferden auf den eine Tage-reise auSeii,anderliegenden Stationen des Reichs bereit stehen. (Dgl. Amelang'S„Untersuchung einiger Stellen der alten Autoren, das persische Postwesen betref-fend", Leipzig 1111.) Auch Augustus machte im röm. Reiche eine den neuernPosten ähnliche Einrichtung. Der spätere Name soll von Knurre herrühren, weilPferde in gewisser Entfernung von einander gestellt werden, um Briefe oder Rei-sende fortzuschaff, . Im 9. Jahrh, hatte inan in Deutschland, Frankreich undItalien reuende Boten, welche jedoch nur z»r Besorgung der Staatsangelegenhei-ten dienten; auch war diese Einrichtung nicht von Dauer. Der Gebrauch der imDrient üblichen Taubenposten, welcher durch die Kreuzzüge bekannter ward, scheintsehr unbedeutend gewesen zu sein. Mit dem Aufblühen des Handels fingen diegießen Handelsstädte, besonders in Deutschland , an, sich reitende Boten und fah-rende Landkutschen zu halten. Auch reisende Kaufleute und reitende Fleischhauer(Meygerpost) bewegten Briefe; daher »och das Posthorn im Schilde der Letzter».Im Anfange des 13. Jahrh, unterhielt die pariser Universität Fußboten (wegen derGeschwindigkeit ihrer Reisen fliegende Boten genannt), welche zu beüimmtenZeiten die Briefe und Gelder der damals fast aus ganz Europa zu Paris zusammen-strömenden Studirenden besorgten. Ludwig XI. in Frankreich legte zu s. Privat-gebrauch eine Anstalt von reitenden Boten, und ordnete durch das Ediot vom 19.Juni 1161 die erste» Poststatione» von 1 zu 4 franz. Meilen auf den HauptstraßenFrankreichs an. Karl VIII. erweiterte diese bis 1121 nur für den Hof bestehendeAnstalt. Als die Spanier 1121 Peru entdeckten, fanden sie auf einem Wege von100 Meilen (von Cusco bis B.uito) von Meile zu Meile aufgestellte Bote», welchedie Befehle des Inka mit größter Schn llizkeit umhertragen mußten. Die erst:Spur eines deutschen Postwesens fällt in die letztere Hälfte des 11. Jahrh.,wo Roger l., Graf v. Thurn, Taxis und Valsasstna, in Tirol eine Post anlegte.Sein Sohn Franz führte, auf Verlange» Kaisers Maximilian I. , 1116 ein:Post von Brüssel nach Wien ein, und erhielt von diesem Kaiser die Würde einesGeneralpostmeisters. Wegen des Kriegs mit Sultan Soliman ll. wurde 1122eine Reichspost, welche über Nürnberg, wo damals der Reichstag seinen «itzhattd, nach Wien ging, errichtet. Diese Einrichtung hörte indessen mit demKriege auf. Karl V. aber, dem bei der Ausbreitung seiner Staaten die möglichstschnelle Nachricht von allen Weltereignissen nöthig war, ließ durch Leonhard von