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mungsort« zu gebrauchen, oder sie zu vertauschen, wenn sie auf dem fernern WegeReisende mit weniger ermüdeten Pferden antrafen. 13.
Postament (Piedestal), in der Baukunst eine gewöhnlich verzierte Er-höhung, woraufSäulen (s. d.), Statuen, Vasen rc. gestellt werden. Es bestehtaus dem Fuße» aus dem darauf ruhenden eigentlichen Körper des Postaments oderdem Würfel, und aus dem Kranze; ist eckig oder rund. Meisienkheils ist es mehrhoch als dick; doch hat öfters der Haupttheil die Gestalt eines Würfels, dessen -Vei-ten willkürlich zu Verzierungen benutzt werden können. Postamente sind nur da betSäulen der obern Ordnung anwendbar, wo außerdem der Fuß der Säule von demhervorspringenden Kranze der untern Ordnung verdeckt wird, und müssen ihremZwecke nach einfach sein.
Postil! en werden Prediztbücher darum genannt, weil die Predigt aus denTextworten abgeleitet wird, und daher ihr Thema post illi-, so. teietui vcrbaabhandelt.
Postulat (Foderung), in der Mathematik ein Satz, welcher eine Aufgabeenthält, die durch sich selbst als möglich und ausführbar eingesehen wird (Heischesatz),z. B. um einen Punkt herum in gleichem Abstand eine Linie zu ziehen. Aber auchdie Objecte selbst, deren bloßes Bewußtsein gefedert wird, ohne über die Natur der-selben auszusagen, z.B. Fläche, Zahlte., werden in derMachematikPostulare ge-nannt: ursprüngliche Federungen. Die kritische Philosophie aber nannte Postulateder praktischen Vernunft theoretische, unerweisliche Sätze, zu deren Annahme unspraktische Ideen, oder unbedingte a priori geltende praktische Gesetze bestimmen sollen.Der Mensch ist frei, der Mensch ist unsterblich, es ist Ein Gott, sind nach der Kant '-schen Philosophie die 3 Postulate der reinen praktischen Vernunft. Fichte hingegennannte Postulat ein Princip, das theoretisch und praktisch zugleich sein soll (das Ich).Schelling nennt Postulat die Foderung einer ursprünglichen (tra ö cendenialen) Eon-struction, und sagt: „Die praktische Philosophie hat nur Gebore".
Potemkin (Gregor Alexandrowicsch, Fürst von), russ. Feldmarschall, geb.1736 bei Smolensk aus einer ursprünglich poln. Familie. Unter allen Günstlingender Kaiserin Katharina II. war P. 32 Jahre lang der einzige, der sich in den Allesleitenden Staatsmann verwandelte. Nach der Schilderung, die Dohm in s. „Denk-würdigkeiten" (Bd. 1, V. 406, und Beil. b) von ihm entwirft, war er nur einkühner und verschlagener Hofmann, ohne gründliche StaatSkenntnisse. Seinschiielles Glück, sein mächtiger Einfluß, und die Gewalt, welche er über die Kaiserinausübte, selbst das Orientalische und absichtlich Sonderbare in s. Lebensweise, ha-ben in ihm oft einen außerordentlichen Mann erblicken lassen, dessen Fehler nur alsMißverhältnisse seiner an sich großen Eigenschaften anzusehen wären. Man har so-gar in s. Rohheit, in f. Launen, eine gewisse ihm eigne Originalität, und in der un-gebundenen Frechheit, mit welcher er sich s. Leidenschaften überließ, Große findenwollen; allein mit Unrecht. P. war ohne sittliche Würde, vielniehr ein sehr ge«meinet Mensch, der, von außerordentlichen Umständen begünstigt, unter großen Ver-hältnissen gewirkt hat. Alan verbinde mit diesem Urtheile, was der unterrichteteVf. der Auffitze: „Potemkin derTaurier", in der „Minerva", 1797—1890, derVf. der Schi ist: „Pansalvin, Fürst der Finsterniß, und seine Geliebte" (Germanien1794), und der Schrift: „Russische Günstlinge" (Tüb. 1810), über P. sagen.Er hat s. Rolle nicht ausgespielt, weil weder höhere Talente noch Charakterstärkes. Willen unkerstükten. Ein Zufall erhob ihn; und s. Phantasie hielt seudem Allesfür möglich und erlaubt. Nach dem frühen Tode s. Vaters nahm er Kriegsdiensteund war nach 2 Jahren (1762) Fahnjunker in der Garde zu Pferde. Als Katha-rina in Uniform durch dieGlieder ritt, um für ihre Thronbesteigung die Gunst derTruppen zu gewinnen, bemerkte P., daß sie keine O.uafle an ihrem Degen hatte.Sogleich knüpfte er die seinige los und bot sie der Kaiserin an. Leine G-stall uns