Band 
Achter Band. O bis Q.
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^8 Poleinkin

solchen Trotz, daß man zu erzählen wagte, er habe s. Gebieterin geschlagen. Gewißist, daß er ihren Wünschen sich oft laut widersetzte und geflissentlich das Gegenlbeikthat. Doggen lauschte er sie wiederum durch die kübnsten, auf ihren Charakter be-rechneten Echine cheleien, wie z. B. 1 '87 aiif ihrer Reise nach Taurien. (S. K a-tharina II ) Em andres Mal soll er dieselben Regimenter an verschiedenen Ta-gen in verschiedenen Uniformen vor der Kälterm gemustert haben, um ihr dieVoll-zahl des Heeres zu teilen. Der Fürst v. Ligne entwarf von ihm in dem Lager vorOczokow, im Ana, 1788, ein Bild, das, so sekr es auch ins Schöne gemalt ist undin Gegensätzen schimmert, doch den allmächtioen Günstling ini Glänze s. Größe alsein verzogenes Kind desGlück», ohne innere Bildung und Charakter, roh, wild,ausschweifen^, launisch, unwissend, aber ausgezeichnet durch eine gewaltige Natur,in der Hofkunst als einen Proteus zeigt. Der preuß. Gesandte, Grafv. Görz , sagtvon ihm: „t?u,<it NI> i>„,,ni>e ,^,i n stu -chuiei'I >le« l->>Ci,8, „ 1 ,'iir ,!n,,i I'eiipiitei le e.ii.-ictäre u'invitent i>a>- ä lsstuwr ,,i a i'ixiiuieiBis zum Überdrußgesättigt durch jede sinnliche Lust, setzte P. seine Größe darein, sich Nichts versagenzu dürfen und mit grenzenloser Vergeudung der StaatSgelder, mit muthwilligerAufopferung des Lebens andrer Menschen, jOe Laune des Ltugenblicks zu befriedi-gen. Obgleich ihm die Monarchin in jedem Wunsche zuvorkam, und die Summenhaaren Geldes, die sie ihm schenkte, allen Glauben übersteigen, war er doch niedriggenug, das ihm für andre Zwecke anvertraute Geld für sich zu behalten, sogar Zah-lungsbefehle der Kaiserin an die Cassen zu erdichten, um Gelder an sich zu reißen,die für d'e Bedürfnisse des Staats unentbehrlich waren. Auch ließ P, sich vonf einden Mächten erkaufen. (S. v. Dohm a. a. O., 2.Bd., und Ssigur'S „Me-moi 'en", 2. Bd.) Im Besitze eines Vermögens, das man nach s. Tode auf 50Mist. Thlr. schätzte, und d e größten Summen mit Verachtung im Spiele odersonst aus Laune wegwerfend, pflegte er Diejenigen nicht zu bezahlen, die für s. Be-dürfnisse gearbeitet halten. Die Kaufleute achteten sich für verloren, denen derBefehl wurde, Waaren für P. zu liebern. Doch richtete P. seine Aufmerksam-keit auch auf nützliche Gegenstände. Er schlug seiner Monarchin vor, die Krim inBesitz zu nehme» und am Dnepr, 10 Stunden von Qczakow, 1778, den Grundzu d^r Stadr Cherson zu legen. In Taurien führte er Fruchtbäume ein, und legtebei Soudac die große Branntweinbrennerei an. Auch verdankt ihm Petersburg eine Glas- und Spiegelmanufactur, die an Größe und Schönheit ihrer Erzeug-nisse denen zu Venedig und Paris gleichkommt. Überhaupt schätzte P. die Künste,liebte le-denschaftlich d,e Musik und hatte überall 80 Musiker in seinem Gefolge.Im Besitz von unermeßlichen Ländereien und mehren Kisten voll Juwelen undBaukb-ll.uS von allen handelnden Nationen Eu-ovas, erkaufte er noch dazu, obnesie zu bezahlen, die reichen Ne> lassenfchaften der Fürsten Lubomirski und Sapiehain Podolien und Lithauen. Seine Oberstatthalkerwü: de von Taurien und die ei-pes Großadmirals vom schwarzen Meere wäre,: nur beträchtlichen Eint. verbun-den. Seit 1776 war er deutscher Reichssürst. In der Folge wollte er Herzogvon Kurland werden. Friedrich l l. ließ ihm hierzu s. Mitwirkung anbieten ; allemP. erkenne, daß theils diese Besitzung ihn: nicht genüge, theils es nur von ihm ab-hängen wurde, sie zu e, halten, ohne deßhalb den Keiilz -u bemühen. Auch spottetetr über die einfache Lebensweise dieses Monarchen, und als er von ihm den schwar-zen Adlerorden später, als er ihn erwartet haben mochte, erhielt, sagie er wegwer-fend: ,,-r sei zwar dem Könige sehr verbunden, doch wisse er in derThat mch>, wiefr die Menge von Auszeichnungen der Art, die er schon habe, gehörig neben kmanderorbnen solle". 1787 ertheilte ihm Katharina den Ehrennamen des Tauriers(Tawrirscheskoi). Seinem Hochmuthe fehlte jetzt noch das Band des St.-Gcorgen-ordens, welche» nur einem Oberfeldherrn noch einem Si-ge zu Theil werden kennte.Er reizte daher 1787 die Pforte zur Krieaüeiüärunz. Das sog. orientalische oder