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Achter Band. O bis Q.
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Potenz Pothier

griechische System und die Vertreibung der Türken aus Europa war s. Lieblings-gedanke, dessen Ausführung seit Kalharinens vorerwähnter Reise noch Taurien unbftir ihrer Verbindung mit Joseph >>. ihm nabe schien. Er selbst hoffte dann dieMoldau und Walachei als ein unabhängiges Fürstenthum unter Ruklands Schutzzu erhalten. Als der Krieg s. Anfang nahm, stand P. mit unumschränkter Gewaltan der Spitze eines Heeres von 150,000 M., unter ihm dienten ausgezeichneteFeldherren. Der Krieg ward in den Ebenen von Pczakow, der Kuban und der klei-nen Tatarei mit wilder Zerstörungswuch geführt. Hunger und Pest vermehrtendie allgenieine Noch; dennoch unternahm P, die Belagerung von Oczakow (vomJuli bis den 17. Dcc. 1788). Wie P. sich hier zeigte, eitel und verwegen, aroß-artig und klein, hochfahrend und schmeichlerisch, offen und falsch, erzählt der Fürstv. Ligne in s. Briefen aus dem Lag r vor Dczakow. P. wagte erstlich einen ent-scheidenden Streich, um nicht zur Aufhebung der Belagerung gezwungen tu kein.Zu der Nacht vorn 17. Dec. eroberte er die bis auf eine schmale Mauer lücke sästunverh hrte Festung mit Sturm, der aber ohne das Aufstiegen eines großen Puluer-magazmS wol nicht gelungen sein möchte. Das Blutbad war furchtbar; die E tadtwurde 3 Tage lang geplündert; mehr als 30,000 Menschen kamen aufbeiden Sei-len ums Leben ; P, aber erhielt das große Band des h. Georgs, ein Geschenk von100,000 Rubeln, den Titel eines Kosackenhcrmann und einen mitDwmanten be-setzten und mit Lorberzwcigen umwundenen Commandostab. Als er hierauf, imMärz 1701, nach Petersburg zurückkehrte, ließ die Kaiserin ihm zu Ehren glän-zende Feste veranstalten, schenkte ihm den wünschen Palast und ein mit Diamantenbesetztes Kleid. Gesättigt von Glanz und Pracht begab er sich auf den Friedens-congreß zu Gallacz, wo die Präliminarien zwischen der Pforte und Rußland den11. Aug. 1791 abgeschlossen, aber erst nach s. Tode, den 9. Jan. 1792, zu Iossyin einen DcNnikivfrieden verwandelt wurden. Mährend der Untei Handlungen ließder Grosivesier Iussüf Baftba ihn ersuchen, von einigen Friekensbedingungen Et-wasmach zulassen, weil er sonst in ihnen zugleich s. Todesuriheil zu unterschreibenfürchten müßte. Trotz dieser Bitte gab P. eine abschlägige Antwort. Indeß wurdeder Urheber dieses Kriegs von der »»„Feldlager herrschenden Krankheit besallen ;ohne auf den Rath der berühmtesten Ärzte von Pewroburg, die er bei sich hatte, zuachten, setzte P. seine ausschweifende Unmäßiqk, it fort. Da ihn' die Luft von Iassynachtheilig schien, wollte er nach Nicolajeff gehen, am zweiten Reisetage aber wardihm unwohl. Er stieg aus dem Wagen, und gab in den Armen s. Nichte, ker Grä-fin Branicka, geb, v. Engelharkt, unter einem Baume d. 16. Dct, 1791 s. Geistauf. Seine Leiche wurde nach Cherson gebracht, wo die Kaiserin 100,000 Rubel zurErrichtung eines Mausoleums für ihn bestimmte, welches aber nickt zu Stande ge-kommen ist; vielmehr ließ Kaiser Paul den Leichnam des übermüthigen Günstlingss Mutter aus dein Sarge reißen und luden Festi.-ngSgraben werfen, sodaßjetzt wederSarg noch Körper mehr zu finden sind. Ersinn 1.1830 ließ die Stadt Cherson P.'sBildsäule von Bronze (von dem russ. Bildhauer Maroff verfertigt) aufrichten. 8.

Potenz ist in der Rechnenkuust dos Produce aus lauter gleichen Facroren.Wenn inan nämlich eine Zahl oder Größe, z. B. 1 (alsdann die W,wzcliohl ge-nannt) mit sich selbst multiplicirt, also mit 4, so wird die Wurzel zur zweiten Potenzerhoben; diese nochmabs mit der Wui wl multtplieirk, also 16 mit -1, gibt die drittePotenz u. s w. Man bezeichnet die Potenz durch den Epp on e»l n (s. d.).—In der Mechanik heißt Potenz jede erhaltende oder bewegende Kraft, z. B. lerHebel, der Keil :c,; in der Medicin, aus den menschlichen Körper einwirkendeKräfte (s. Erregung), und im gemeinen Leben einwirk-nde Mächte; in derSchelling'schen Philosophie, Stufen oder Grade der Entwickelung des Unendlichenin» Endlichen.

Pothier (RobertJoseph), Rath beim Landgerichte von Orlcars, geb. das.