Band 
Achter Band. O bis Q.
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786
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18 li Poussin

übertragenen „Oontc," (PariS 1798) in Druck gegeben hat. Von seinen vielenSchriften nennen wir außer s. „'l'ioxor ilo, orijssiw» cle la I.,„>;U6 kraneaine"nur: „L>f-ord:,l,c>i> <>o j'liiloijOjiliio ot clo »minie" (Vverdun 1784); „klsiai 5 ur»iem-z->»jet>i ele lxit.iniijne et »>o i»i»ür.',!»gie" (PariS 1788); „IFz.ni rnr le,n >!>>>nil<7z <!„ nniil el los Llicieiine; i.ingi»-!, 5<-j>>cntl innnlv!" (2. Auf!., PariS 1794); „.livliovlnpie kranonigf, «u vocsbnl-iiro ele niolx nncieiis lo>»Iie->> en,!«,»,4,ein gelehrtes Werk, mit Beispielen aus den franz. Schriftstellern des12. bis 16. Jahrh. (2 Bde., Paris 1823); „Iwr gn.>«ro ägu,", eine zarte, fastin alle europäische Sprachen übersetzte Dichtung (deutsch : ,.Die vier Alter des Le-bens" von ^r. Gleich) ; „I.eilroz ,1'uii <7bai lie-nx"; „Abe-I. e>„ leg >>»>5 lröiez"(beide deutsch von Fr. Gleich); „I.eltxvi <Iu 8,>xili>ni<: ä 8,g>lijv"; „Coolen,e-j»>i<>,>e- <l,-In<-li>! ,><-<; lcttiee ii» dite-i, xu> l'ln^llnci cle-s niiiiiinux" (PariS 1824,eine liebliche Erzählung, auf Naturbeobacktuiigen an einem Affenweibchen ge-gründ't); , H-irnze clo iAiini:," (2. ?ellst., 1824); und „I.i'Iiru. »i» (live,,«njet« >!>- >,,(». !< ", mit .Anekdoten über Voltaire Reussau, d 2llembert u. A. undeiner in Briefform abgefaßten Dissertation über Galilei's L. ben und 2berke (1824).P. istMitgl. der'.'ekadeni. der schonen Künste und Inschriften, der Akad. zu Lyon ,nnd seit Herausgabe jenes „8j>roi,»e'»" auch mehrer o. ausmärt. Akad. und In-haber des OrdcnSk-euzeS des heil. Johannes von Jerusalem und des Ordens von-üarl III. vonSpame». Seit 1896 ernannte ihn die Kaiserin Mutter von Rußland ,und einige Jahre darauf auch der Großfürst Konstantin zu ihrem Torrespondenten.1828 wurde zu Leipzig eine vollständige deutsche Übersetzung der Pougens'schenSchriften begonnen. 12.

Poussin (Nicolas), Historien- und Landschaftsmaler, geb. zu Andelys in der Normandie 1694, stammte aus einer edeln, aber sehr armen Familie. Ermachte seine ersten Studien i» s. Heimath und in Paris unter sehr mittelmäßigenMeistern mit ausgezeichneten Fortschritten. Sein Verdienst war bereits anerkanntiind verschaffte ihm zahlreiche '.Aufträge, als er aus Verlangens sich in s. Kunst zuvervollkommne», 1624 »ach Italien ging. Zu Rom trat der Dichter Marini mitihm in ein freundschaftliches Verhältniß und flößte ihm Geschmack an den DichternItaliens ein, in denen P. reichen Stoss fnr s. Eomposiiionen fand. Wach Mari-ni's Tode fehlte es P. an Unterstützung, und er sah sich genöthigt, s. Arbeiten zusehr niedrigen Preisen zu verkaufen. Dennoch war er unablälsig theils mit derAusübung s. Kunst, theils mir den Studien der Geometrie, Perspective, 'Architek-tur, Anaiomie und andern dem Maler nöthigen Wissenschaften beschäftigt. '.Auchseine Unrerbaltung, s. L paziergänge, s. Leeture halten fast immer Bezug auf seineKunst. Für s Figuren diente ihm die Annke zum Muster; er modellü te mit vie-ler Geschicklichkeil Statuen und Reliefs, und es wäre allein auf ihn angekommen,ein trefflicher Bildhauer zirwerden. In s Landschafnn folgte'er der Natur. Siestellen gemeiniglich Ebenen mit Ruinen einer prachtvollen Architektur dar. Inallen seinen Werken erkennt man eine reife Überlegung; nichts ist Zufällig oder ab-sichtslos. Bald fand er großmüthige Unterstützung durch den Eartinal FrancescoRarberin, und den Ritter Safsiano dcl Pozzo, für welchen er die bekannten siebenSacram.nte malte. P. wurde durch diese Arbeiten auch in Frankreich berühmt.Dies b wog den Earkmal Richelieu, ihn auf die Empfehlung des Oderbauinten-damen Dcnonersnach Paris zu berufen, um die große Galerie des Louvre zu ver-zieren. Ludwig X lll. ernanme ihn daher z» s. ersten wirklichen Maler mit einemlährl. Gehalte von 3!W0 Livres. P. kam 1640 zu Paris an, erhielt viele Auf-träge, 8,-sonders Geschichten aus dem Alten Test. betreffend und eine Wiederholungder sieben Sakramente, fand stch aber sogleich von Widersachern umgeben. DerMaler Iacg.-es FouguierS hakte den Auftrag, die Galerie mit Ansichten der Haupt-Uädle von Frankreich zu d-corire», und der Arck tekt Mencier überlud die Galerie