Band 
Achter Band. O bis Q.
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Pousjireri Poyeiis 787

mit Verzierungen. P. sah sich gmöthigt, sein Amt damit anzufangen, daß er ihreArbeiten wegschaffen ließ. Auch hatte er gegen die ganze Schule des van der Kö-nigin begünstigten Simon Vouet zu kämpfen, und seine Gemälde gefielen dem aufdas Glänzmde und Dl nkende gerichteten Geschmacke der Franzosen überhauptweniger als den kunstsinnigen Italienern. Für einen friedliebenden Künstler, dersich ganz der Liebe zu s. Kunst hingab, war ein so unruhiges Verhältniß nicht, daherer ihm auch bald wieder entsagte. Nchon im Sept. 1 642, als er sich mir den Car-tons zu einer Darstelluna der Arbeite» des Hercules für die Galerie des Louvre be-schäftigte, kehrte er nach Rom zurück, welches er bis zu s. Tode, 1665, nicht mehrverließ. Obgleich Ludwig XIV. ihm Titel und Gehalt gelassen hatte, so lebte P.doch immer in sehr mäßigen Umständen, ^eine Uneig-nnützigkeit verschmähte dieMittel, sich zu bereichern, was ihm nicht hätte schwer werden können; er arbeitetemehr für den Ruhm als für schnöden Gewinn. Voll Verehrung für die Altenstrebte er dem hohen Ideale nach, das wir bei Diesen finden. Er zeichnete mit vielerCorreciheit; s. Composition ist verständig, ernst und edel. Eeine Erfindungen sindgeistreich, s. Styl groß und heroisch, s. Ausdruck nähert sich dem des Rafael, daherihn auch Einige den Rafael Frankreichs genannt haben. Er bildete die sogenannteheroische Landschaft mit großem Glücke aus und strebte auch hier nach dem Bedeut-samen, wovon die Landschaft, Arkadien genannt, zeugt. Was er war, war er durchsich selbst; s. einziger Schüler war s. Schwager Kaspar Dughet, der sich durch s.schonen Landschaften berühmt gemacht hat. P. hatte auch die Werke Tilian'Sstudirt; aber s. spätern Gemälde stehen in Ansehung des ColoritS den frühern nach,da er späterhin diesen Theil der Kunst vernachlässigte, um desto mehr Fleiß auf dieZeichnung zu wenden. Getakelt wird an P.'s Gemälden eine zu gelehrte Anord-nung und Vorliebe für Episode», eine gewisse Einförmigkeit in den Stellungen,Mienen und im Ausdrucke der Figuren, zu große Fülle von Falten in den Gewän-dern, zu kleine Proportionen: Fehler, die aus einer zu streng n Nachahmung derAlten entsprungen sein mögen. Aber lroü dieser Fehler kann P. mit den größtenMeistern Italiens verglichen werden. ^ , s berühmtesten Werken gehören diesieben Sacramente, eine treffliche Folge von Gemälden (2 Mal), ferner die Sünd-siui, der Germaniens, die Einnahme von Jerusalem , die Pest der Philister, Re-bekka, die Ehebrecherin, Moses, als Knabe, und Moses , der mit s. Stäbe Wasseraus dem Felsen schlägt, die Anbetung des goldenen Kalbes, Johannes, welcher inder Wüste lauft u. s. w.; außerdem eine große Anzahl trefflicher Landschaften.Sein Leben hat Bellori ual. geschrieben. Nach ihm gestochen haben ChaieauPoillyund Claudine Sialla.

Poussiren, s. Bosse.

P o y a i s, eine fruchtbare Landschaft in der Nähe der Hondurasbai, 30 Stun-den von der engl. Niederlassung Balize, mit der Hauptst. gl. N. ani linken Ufer desRio Tinto. Sie ist ein Theil der Mosguitoküste, die lau die Republik Mittel-amerika (s. d.) oder Guatemala grenzt, aber von der Republik Colombia in An-spruch genommen wird. Die kriegerischen Eingeborenen, die sich Poyas nennen,haben bis jetzt ihre Unabhängigkeit behauptet. Dies benutzte ein schottischer Aben-teurer, Gregor Mac-Gregor , ehemals Oberster in der brit. Armee, dann Anführereines Insurgentenhausens in Venezuela (1816), der 1819 Portobello erobert, aberbald daraus von den Spaniern überfallen, sich durch die Flucht gerettet hatte, umhier eine Niederlassung zu gründen. Er erwarb sich das Vertrauen der Indianer, die' ihn zu ihrem Kazik.n wählten. Seitdem war er bemüht, den wilden Stamm s. Un-terthanen und Abenteurer, die sich bei ihm einsinken, in ein Volk und Bürgerthumzu verschmelzen. Er gründete Schulen und beförderte den Tauschhandel mitEnglän-dern undAmerikanern. Allein die Regie,una vonColombia erklärte (5.Juli 1824)diese Ansiedelung des sogen. Fürsten von Povais für gesetzwidrig, weil der Theil der

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