Band 
Achter Band. O bis Q.
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PräeMcnz Profecturen li-l

Ideen und (Grunds he der Staatskunst in der alten und in der neuen Welt historischdarstellt und sctann den Liberalismus, als das Bestreben nach Ordnung und Wahr-heit, von dem GMsstgrn eines Parteinamens zu befreien sucht; indeß verräth erbei jener Ü^erstAt in der ältern Geschichte viel Uukunde, auch betrachtet er seinenGegenstand einsenia und daher unrichtig, wenn er annimmt, daß ein Kampf derabsoluten Monarchie gegen die constitutionnelle den Charakter der europäischenContinentalpoliiik ausmache. In s. Schrift: „Du l-, b' 1 -,, 10 «. <Ie I'einigu-itionet <Io- co>(»^"(Par S 1826), erk'äike er sich gegen die Entschädigung der frauz.Ausgewanderten, obgleich er selbst eine Zeit lang zu den Ausgewanderten gehörthatte. Auch s. neuesten Schlüssen: 1,'b.noz«- z>ar r.ipport s I» Oiuo«; >t ä I»relomnition '!<- In 1 „xzuir" (PaiaS 1826) und „s!ura,,lio>i !> ,Iu,»u>,(I<-r !> l'HA-(Par'S 1821) worin er d eAbschaffung desMönchthums u. einVersaffungs-geseh als nothwendig darstellt, sowie s d-m mepikan. Congreffe gewidmete Lchrift:„tloixdi ilul ,Ie I' änu-riguu :>veo Isxliie^ (Par. 1821), s. „8t!>lidli,>»u <le5 Hbui >ö-isto I'Lurozix (1829), und „I><- !'n>I«-i-rnsr>i, .-inner ziour In pnoiiionlion eil! 1»(l,< (Par. 1828) beweisen, dast P. iin Illlgemeinen zu denjenigen A itschrifkstel-lern gehört, die über die wichtigstenFrggen der neuern Slaatskunst mitGeisi sprechenund pikante Llnsichten in einem anständigen Tone mit Mäßigung vortragen; alleinWortfülle und Wiederholungen vermindern ebenso sehr den Werth s. Schriften inHinsicht der Form als einseitige und oft seichte Darstellung in Hinsicht des In-halts. Sei» Motto ist: „l.u zzenro kun.ain e?t an inaicliv, ot neu IIV le lernretro-griuler". 20.

Präexiste n z, dasDasein dermenschlichen Seele vor Erzeugung des gegen-wärtigen Körpers, zufolge der Meinung, Gott habe vor der Welt alle Seelen zugleicherschaffe», welche bci der Erzeugung oder Geburt mit den menschlichen Leibern verbun-den würden. Es war dies ein in dem Oriente sehr verbreitetes Philosophen!. Auchgriechische Philosophen, besonders solche, welche eine Seclenwanderung annahmen,z. B. Pylhagoräer, Empedokles und selbst Platon, nehmen eine solche Präepistenzan. Die spätern nannten d'e Anhänger dieser Meinung Präepistentianer.

Prä se c t, ein Vorgesetzter, Vorsteher, dergleichen es bei den Römern mehregab. Die wichtigsten waren der I'rrioleelnr >>n,e>nn.,, unter den Kaisern derOberbefehlshaber über die kaiserl. Leibwache, und der l'rueieetug »rlüs.

Präfecturen. Unrer den Problemen der neuern Slaatskunst istlvielleichtkeins wichtiger als die Combination, welche in den Verwaltungsangelegenheitender Gemeinden und Kreise zwischen der Hökern Leitung von oben herab und derSelbstverwaltung der Provinzen, sowie zwischen dem Bureau - und Collegialsyftemstattfinde» soll. In unsern deutschen Landen ist die Besorgung gnviffw allgemeinenAngelegenheiten, welche ursprünglich wo! eine Sache der Landeszemeinden (in denplaciti-, der Vögte, Grafen und Fürsten ) war, sehr früh an die Grundkerren unddie mrstlichen Beamten übergegangen, und nur hier und da haben sich einige Spü-ren ei,.er älter» V-rfaffang erhalten, welche gewiß emst in allen germanischen Rei-chen stattfand, aber nur in England sich ihren Grundlagen nach bis in unsere Zeitenbehauptet hat. Für Alles, was man sonst u. d. N. der Polizei begreift, Erhaltungder ostentlichen Ordnung und des Friedens, Landstraßen und andre öffentliche An-lagen, Schulen, Armenwesen, Gefängnisse u. s. w., ist dort das Parlament dieoberste Behörde, von welcher die Aufstellung der Grundsä tze und die Genehmigungder einzelnen Anlagen ausgehen muß; in den Provinz n aber ist der Sheriff alskönial. Beamter, nur Aufseher und Verwalter der öffentl cken Gewalt (Vollstreckerder königl. Befehle und der Urtheile, Anführer des Landsturms, oder desooniilulus); die Verwaltung hingegen liegt hauptsächlich in den Händen der Frie-densrichter, welche als ein Ausschuß aller Notabel» jeder Grafschaft betrachtetwerden können, und controlirl wird dieselbe durch die große Jury (elruuä üur>),